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Diversity@fu

Diversity bedeutet, die vielfältigen und ineinandergreifenden Unterschiede zwischen Menschen anzuerkennen und wertzuschätzen ebenso wie die Barrieren, die der gleichberechtigten Teilhabe aller im Wege stehen, abzubauen.

Die kritische Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen und die Wahrnehmung sozialer Verantwortung sind im Selbstverständnis der Freien Universität Berlin fest verankert. Wir sehen uns gemäß unserer Gründungsprinzipien, Leitbegriffe, unserem Wertekanon und unserem Profil in der Verantwortung, Diversity anzuerkennen und zu fördern und Ausgrenzungs­mechanismen selbstkritisch zu erkennen, zu reflektieren und abzubauen. Somit sind Diversity und Antidiskriminierung zwei Seiten einer Medaille.

Wir schauen auf ein langes und erfolgreiches Engagement für die Förderung des wertschätzenden Umgangs mit Vielfalt und für den Abbau von Ungleichheits­verhältnissen zurück. Das 2013 veröffentlichte Mission Statement Diversity dient als Ausgangspunkt unserer Diversity-Strategie. Ergänzend zu den gesetzlich verankerten Maßnahmen, zum Beispiel den Einsatz von Interessenvertretungen und Beauftragten, setzen wir universitätseigene Maßnahmen in vielen Bereichen und für und mit allen Statusgruppen um.

Ein Webportal Diversity mit umfangreichen Informationen zum Thema wird gerade entwickelt. Über die Diversity-Mailingliste können sich interessierte Mitglieder der Freien Universität bereits jetzt über neue Entwicklungen im Bereich Diversity@FU und über Möglichkeiten, sich selbst einzubringen, informieren.

Diversity-Konzept

Im Februar 2021 hat das Präsidium das erste Diversity-Konzept der Freien Universität verabschiedet. Das Diversity-Konzept dokumentiert den Diversity-Ansatz und die Diversity-Strategie der Universität und legt Ziele und Maßnahmen für den Zeitraum von 2021 bis2023 fest. Das Konzept bündelt, strukturiert und priorisiert unsere Aktivitäten. Es schafft Transparenz und gibt Hochschulangehörigen Orientierung und Unterstützung bei ihren Bestrebungen, auf ein diskriminierungsfreies und diversitätsgerechtes Studier-, Forschungs- und Arbeitsumfeld hinzuwirken.

Zu den im Konzept festgelegten Zielen gehört insbesondere die Schaffung von Arbeitsstrukturen und anderen Grundlagen, die erstens die Beteiligung von Hochschulangehörigen aller Statusgruppen in zukünftigen Diversity-Prozessen fördern, zweitens eine systematischen Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse ermöglichen, drittens die Diversity-Arbeit stärken und viertens Unterstützung und Intervention im Fall von Diskriminierung sicherstellen sollen.

Das Diversity Konzept dient als Ausgangspunkt für den im Rahmen des Diversity-Audit geplanten Organisationsentwicklungsprozess. Darin sollen Grundlagen geschaffen werden, die unter anderem die systematische Umsetzung von zielorientierten Maßnahmen weiter stärken und eine noch breitere Beteiligung ermöglichen soll. Vorgesehen ist die anschließende Fortschreibung des Diversity-Konzepts alle vier Jahre.

Diversity Audit

Die Freie Universität Berlin nimmt über die kommenden zwei Jahre an einem Organisationsentwicklungsprozess im Rahmen des Diversity Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes teil. Dieser Prozess wird uns dabei unterstützen, uns als Universität mit Diversity und Antidiskriminierung auseinanderzusetzen und unseren Zielen näher zu kommen. Die Bewerbung für eine Teilnahme steht für die verbindliche Zusage, uns mit breiter Beteiligung mit der Thematik Diversity auseinander­zusetzen und uns auf eine universitäts­weite diversitätsgerechte Organisations­struktur zu einigen. Sie bescheinigt den strategischen Wert, den wir an der Freien Universität Berlin auf das Arbeitsfeld Diversity legen.

Verschiedene Arbeitsstellen und Arbeitsgruppen setzten im Rahmen des Diversity Audit die im Diversity-Konzept festgehaltenen Maßnahmen um. Sofern wir erfolgreich sind, erhalten wir 2023 die Zertifizierung des Stifterverbands.

Arbeitsstrukturen

Alle Mitglieder der Universität stehen in der Verantwortung, einen wertschätzenden Umgang mit Diversity zu fördern und jede Form von Diskriminierung abzubauen. Somit ist Diversity eine Querschnittsaufgabe der Universität.

Professorin Verena Blechinger ist als Mitglied des Präsidiums zuständig für Diversity. Als Fachstelle berät und unterstützt Gabriele Rosenstreich in der Stabsstelle Strategische Planung und Berichtswesen (diversity@fu-berlin.de) die Hochschulleitung bei Fragen und Aufgaben, die Diversity betreffen. Zusammen leiten sie den Diversity-Audit-Prozess.

Die Diversity-Governance-Struktur ermöglicht den Einbezug von vielen Personen im Themenfeld Diversity/Antidiskriminierung an der Freien Universität. Das Diversity-Leitungsteam unterstützt bei strategischen Überlegungen und das Diversity-Plenum berät bei der Entwicklung von konkreten Aktivitäten. Nach Bedarf werden Arbeits­gruppen eingerichtet.

Des Weiteren gibt es verschiedene für Diversity relevante Arbeitsstrukturen an der Freien Universität Berlin, deren Fokus auf spezifischen Diversity-Dimensionen liegt, zum Beispiel die Geschlechter­gleichstellungs­strukturen

Diversity-Governance-Struktur

Organigramm der Diversity-Governance-Struktur der Freien Universität Berlin, bestehend aus Leitungsteam und Plenum sowie zentralen und dezentralen Arbeitsgruppen

Organigramm der Diversity-Governance-Struktur der Freien Universität Berlin, bestehend aus Leitungsteam und Plenum sowie zentralen und dezentralen Arbeitsgruppen
Bildquelle: Freie Universität Berlin

Anlaufstellen bei Unterstützungsbedarf

Die bestehenden Anlaufstellen für Unterstützung im Einzelfall zu erfassen und zu veröffentlichen, ist eines unserer Vorhaben im Rahmen des Diversity-Konzeptes. Somit ist diese Liste keinesfalls umfassend, bietet aber erste Anhaltspunkte:

Geschlechtervielfalt

Die Freie Universität Berlin vertritt ein vielfältiges Verständnis von Geschlecht jenseits eines binären Modells und wendet sich gegen eine Essentialisierung von Geschlecht und Geschlechterrollen. Mit ihrer Diversity-Strategie und ihrer Gleichstellungsstrategie zielt die Freie Universität unter anderem auf die Analyse und Veränderung exkludierender Strukturen in Bezug auf alle Geschlechter. Wir sind daher bestrebt die geschlechtliche Selbstbestimmung von trans*, inter* und nichtbinären (TIN*) Hochschulangehörigen aller Statusgruppen zu stärken.

Trans* und nichtbinäre Studierende, die ihren amtlich eingetragenen Namen nicht auf den Lernplattformen der Universität verwenden möchten, können eine Änderung beantragen.

Mit Kind und Kegel an der Universität
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