Springe direkt zu Inhalt

Volkswirtschaftslehre

Bewerberinnen und Bewerber für das erste Fachsemester nutzen für diesen Studiengang bitte das Dialogorientierte Serviceverfahren.

- Mono-Bachelor

Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Volkswirtschaftslehre
Adresse
Garystr. 21
14195 Berlin

Gegenstand der Volkswirtschaftslehre (VWL) ist die systematische Beschreibung und Analyse einzel- und gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge. Ein zentraler Untersuchungsgegenstand sind Märkte und alternative Steuerungs- und Koordinationsmechanismen wirtschaftlichen Handelns. Hierbei geht es unter anderem um die institutionelle Voraussetzungen und die Effizienz von Marktergebnissen. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Rolle des Staates bzw. der Wirtschaftspolitik im Wirtschaftsprozess. Methodisch liegt der Akzent auf  der theoretischen Modellierung und empirischen Analyse der Entscheidungen von wirtschaftlichen Akteuren, zum Beispiel Haushalten, Unternehmen und Staat, und deren Zusammenwirken sowohl aus einzelwirtschaftlicher (mikroökonomischer) als auch aus gesamtwirtschaftlicher (makroökonomischer) Perspektive. Dazu gehört auch der Erwerb von Kenntnissen in Mathematik, Statistik und Ökonometrie. Darüber hinaus vermittelt das Bachelorstudium in VWL Grundlagen der Betriebswirtschaftlehre und des Rechts.

Die Ausbildung zum Bachelor in Volkswirtschaftslehre legt besonderen Wert auf die Vermittlung von wissenschaftlichen Grundlagen, Methoden und Fachkenntnissen. Dadurch wird den Studierenden, neben einem breiten Basiswissen, eine forschungsbasierte Grundausbildung für den Einstieg in die berufliche Praxis gegeben.

Im Bereich Volkswirtschaftslehre gibt es folgende Institute: Institut für Öffentliche Finanzen und Sozialpolitik, Institut für Statistik und Ökonometrie, Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte, Institut für Wirtschaftstheorie sowie die Stiftungsprofessur der Deutschen Bundesbank.

Zur Ausstattung der VWL gehört unter anderem ein umfangreicher Hörsaaltrakt mit moderner Vortragstechnik, PC Pools und WLAN, sowie die Wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek, die eine reichhaltige Bücher- und Zeitschriftensammlung und gut ausgestatte Arbeitsplätze bereithält. Arbeitsplätze für Studierende finden sich auch in der neuen Cafeteria des Fachbereichs.

Der Bachelor-Studiengang VWL bietet eine ideale Kombination von methodischen Basiswissen und flexibler Spezialisierung.  Ein großer Vorteil ist, dass Studienanfänger die Entscheidung, ob sie in ihrem Studium eher Spezialwissen oder eher allgemeine Kenntnisse anstreben, nicht gleich zu Beginn ihres Studiums treffen müssen. Der Studiengang ist so angelegt, dass man sich nach Erwerb des notwendigen „Handwerkszeugs“ in der ersten Studienphase später auf wenige Schwerpunkte spezialisieren kann (z.B. die mikroökonomische Analyse des Marktgeschehens  oder die finanzwissenschaftliche Untersuchung staatlichen Handelns). Da der Fachbereich ein vergleichsweise großes Angebot bereitstellt, bieten sich viele Möglichkeiten, ein passendes Programm zu wählen.

Der Bachelor-Studiengangs VWL profitiert von der exzellenten, international ausgerichteten Forschungsaktivität des Fachbereichs. Schwerpunkte der Forschung liegen im Bereich der Finanzwissenschaft, Mikroökonomie, Wirtschaftspolitik und der quantitativen Modellierung und empirischen Analyse ökonomischer Zusammenhänge.Der Fachbereich hat zudem eine lange Tradition im Bereich der Geld- und Währungstheorie und profiliert sich hier u.a. durch die Stiftungsprofessur der Bundesbank, die mit wechselnden internationalen Experten der Geldtheorie und –politik besetzt wird. Die Kooperation mit den drei Regionalinstituten der Freien Universität (Osteuropainstitut, John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien und Lateinamerikainstitut), die durch die Doppelmitgliedschaft von Professoren institutionell verankert ist, setzt einen wichtigen internationalen Akzent.

Der Bereich VWL im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft ist am Sonderforschungsbereich "Ökonomisches Risiko" beteiligt, der an der Humboldt-Universität zu Berlin als Sprecheruniversität angesiedelt ist. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit Forschern an mehreren deutschen Universitäten im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregio 15 zum Thema "Governance und die Effizienz ökonomischer Systeme". Innerhalb Berlins bestehen enge Forschungskooperationen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).

Die Freie Universität Berlin bietet für Studienanfänger der Volkswirtschaftslehre kostenlos einen Brückenkurs in Mathematik an, der vor der Vorlesungszeit ohne Voranmeldung besucht werden kann.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3. und 5., zum Sommersemester für das 2., 4., 6. Fachsemester)
Bewerbungs- und Anmelde­zeitraum
Für das 1. Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester), für höhere Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester)
Studienbeginn
Wintersemester
Studienplätze im ersten Fachsemester*
144
Zusätz­liche Zugangs­voraus­setzungen
Englisch (Niveau B2 GER)
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)
Regel­studien­zeit
6 Semester

* Quelle: Zulassungsordnung der Freien Universität Berlin

Das Bachelor-Studium der Volkswirtschaftslehre umfasst eine Grundlagen-, eine Vertiefungs- und eine Spezialisierungsphase sowie den Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV).

Das Bachelor-Studium gliedert sich in die Grundlagenphase und die Vertiefungs- und Spezialisierungsphase.

Am Ende des Studiums erfolgt die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung der Bachelor-Arbeit.

Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, Personale und sozial-kommunikative Kompetenz und Fachnahe Zusatzqualfikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in einer gesonderten Studien- und Prüfungsordnung für den Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) für Bachelorstudiengänge am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft geregelt.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Volkswirtschaftslehre, Mono-Bachelor

Grundlagenphase
Modul Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Modul Grundlagen der Mikroökonomie
Modul Grundlagen der Makroökonomie
Modul Staat und Allokation
Modul Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler
Modul Einführung in die Statistik
Modul Schließende Statistik
Modul Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
Modul Investition und Finanzierung

Vertiefungs- und Spezialisierungsphase

insgesamt 14 Module wählbar, aus den Gebieten a) bis c) mindestens 2 Module, aus den Gebieten d) bis f) mindestens 1 Modul

a) Vertiefungs- und Spezialisierungsgebiet Volkswirtschaftstheorie
Modul Spieltheorie
Modul Monetäre Außenwirtschaft
Modul Außenhandelstheorie und -politik
Modul Wirtschaftswachstum
Modul Volkswirtschaftliche Rechnungssysteme
Modul Dogmengeschichte
Modul Mikroökonomie
Modul Makroökonomie
Modul Verhaltensökonomie
Modul Paradigmen und Kontroversen ökonomischer Theorien
Modul Grundlagen und Kontroversen der Marxistischen Wirtschaftstheorie
Modul Volkswirtschaftstheorie: Ausgewählte Fragestellungen
Spezialmodul Volkswirtschaftstheorie
b) Vertiefungs- und Spezialisierungsgebiet Quantitative Methoden
Modul Einführung in die Ökonometrie
Modul Statistische Modellierung
Modul Einführung in die Zeitreihenanalyse
Modul Einführung in die Mikroökonometrie
Modul Stichprobenverfahren
Spezialmodul Quantitative Methoden
Spezialmodul Angewandte Zeitreihenökonometrie
Spezialmodul Quantitative Methoden: Ausgewählte Fragestellungen
c) Vertiefungs- und Spezialisierungsgebiet Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft
Modul Wohlfahrtsstaat und Globalisierung
Modul Europapolitik
Modul Einführung in die Arbeitsmarkttheorie
Modul Umweltökonomik
Modul Wirtschaftsgeschichte
Modul Finanzwissenschaftliche Steuerlehre
Modul Wirtschaftspolitik
Modul Komparative Ökonomie von Wirtschaftssystemen
Modul Finanzkrisen und Geldsysteme
Spezialmodul Finanz- und Wirtschaftspolitik
Spezialmodul Finanz- und Wirtschaftspolitik: Ausgewählte Fragestellungen
d) Vertiefungs- und Spezialisierungsgebiet Betriebswirtschaftslehre
Modul Management
Modul Grundlagen externer Unternehmensrechnung
Modul Entscheidungstheorie
Modul Supply and Operations Management
Modul Grundlagen der Personalpolitik
Modul Grundlagen des Innovationsmanagements
e) Vertiefungs- und Spezialisierungsgebiet Privatrecht und Öffentliches Recht
Modul Privatrecht
Modul Öffentliches Recht
f) Vertiefungs- und Spezialisierungsgebiet Rechtswissenschaft
Modul Privatrecht
Modul Öffentliches Recht
Modul Arbeitsrecht
Modul Handels- und Gesellschaftsrecht

 

Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. 

Im Bachelor-Studiengang Volkswirtschaftslehre der Freien Universität Berlin werden Kenntnisse und Fähigkeiten für eine Tätigkeit in folgenden Berufsfeldern vermittelt: Planende, analysierende und beratende Tätigkeiten in nationalen und internationalen Organisationen, in der Wirtschaftspolitik, aber auch in öffentlichen Verwaltungen (z.B. Aufgabengebiete mit statistischem Bezug), Unternehmen und Finanzinstitutionen (industrielle Großunternehmen, Personalberatungsunternehmen, Geld- und Kreditgewerbe); Tätigkeiten in Forschungs- und Lehrinstitutionen (z.B. in Aus- und Weiterbildung); Tätigkeiten in Verbänden (u.a. Forschung), Kammern, Gewerkschaften und Medien. Die Schwerpunktsetzung innerhalb des Studiums erlaubt eine Spezialisierung in die eine oder andere Richtung je nach beruflichem Interesse.

Für leitende Tätigkeiten oder eine eigenständige Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

  • Wolfgang Henning und Celina Henning: Studienführer Wirtschaftswissenschaften, Würzburg 2003.
  • Nicholas Gregory Mankiw: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, Stuttgart 2004.
Online-Studienfachwahl-Assistenten der Freien Universität
Studieneinstieg an der Freien Universität Berlin