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Plastik verschmutzt Böden

Plastikverschmutzung im Laub.

Plastikverschmutzung im Laub.
Bildquelle: Jamina Rillig

Forschung von Prof. Matthias Rillig zeigt, dass sich immer mehr Kunststoffe im Boden absetzen

News vom 21.10.2019

Nicht nur in den Ozeanen ist die zunehmende Plastikverschmutzung ein Problem- auch unsere Böden leiden darunter. Matthias Rillig, Biologie-Professor an der Freien Universität Berlin, zählt zu den ersten der dieses Problem erkannt und zu erforschen begonnen hat.
Seine Forschungsprojekte zeigen, dass Regenwürmer durch ihre Lebensweise Mikroplastik tiefer unter die Erde tragen, sodass sie sich komplett in die Bodenschichten untermischen können.


Die Folgen sind bisher noch unklar. Erste Laborversuche zeigen, dass Nanoplastik auch von Gemüse aufgenommen werden kann. Während beispielsweise Salat darunter leidet, wachsen Karotten trotz der Plastikaufnahme gut, nur in anderer Form. Rillig stellt jedoch klar, dass diese Versuche noch lange nicht das wirkliche Ausmaß der Kunststoffverschmutzung im Boden beschreiben können.


Was jedoch fest steht ist, dass Plastik über hunderte Millionen Jahre in der Erde bestehen bleiben kann. So könnten laut Reinhold Leinfelder, Professor für Paläontologie an der Freien Universität, spätere Generationen anhand von Boden- und Gesteinsproben Aussagen über die aktuelle “Plastik-Epoche" treffen und, wie er hofft, dann auch eine Wende erkennen.

Mehr zu diesem Thema ist im Deutschlandfunk Artikel "Kunststoff verschmutzt die Böden - mit Folgen" nachzulesen.
Rund ums Thema Plastik gibt es zudem den Podcast Plastisphere in dem sich Anja Krieger vom Deutschlandfunk, ins Gespräch mit Prof. Rillig und Prof. Leinfelder begibt.

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