Eine Karte für (fast) alles

An der Freien Universität wird eine Campuscard von Oktober an den Studierendenausweis ersetzen

19.07.2017

Bye bye, alter Studierendenausweis! Die neue Campuscard, die vom kommenden Wintersemester an an der Freien Universität ausgegeben wird, ist Studierendenausweis, Mensakarte, VBB-Ticket und Bibliotheksausweis in einem.

Bye bye, alter Studierendenausweis! Die neue Campuscard, die vom kommenden Wintersemester an an der Freien Universität ausgegeben wird, ist Studierendenausweis, Mensakarte, VBB-Ticket und Bibliotheksausweis in einem.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Eine Karte für (fast) alles: Vom kommenden Wintersemester an wird eine Campuscard den bisherigen Studierendenausweis und die Mensacard ersetzen. Sie wird im Laufe des Semesters allen Studierenden zugänglich gemacht. Weil dies schrittweise geschieht, gilt im Wintersemester neben der Campuscard noch der bekannte Papierausweis. Vom Sommersemester 2018 an wird es nur noch die Campuscard geben.

Die Karte hat Scheckkartenformat und ist damit kleiner als die alten Ausweise. Sie ist Studierendenausweis, Bibliothekskarte, Fahrausweis und Mensacard gleichzeitig. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Campuscard mit einem Foto zu versehen – dann ist sie als Semesterticket-Fahrschein auch ohne zusätzlichen Lichtbildausweis gültig.

An drei Standorten auf dem Campus stehen Auflade- und Validierungsautomaten bereit: in Dahlem im Mensafoyer in der Silberlaube, in der UB (1. Stock) und im Studierenden-Service-Center. In Lankwitz und in Düppel steht jeweils ein Validierungsautomat.

An drei Standorten auf dem Campus stehen Auflade- und Validierungsautomaten bereit: in Dahlem im Mensafoyer in der Silberlaube, in der UB (1. Stock) und im Studierenden-Service-Center. In Lankwitz und in Düppel steht jeweils ein Validierungsautomat.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

„Wir freuen uns, dass wir im Oktober endlich an den Start gehen können“, sagt Gabriela Berns von der Studierendenverwaltung der Freien Universität. In den vergangenen Wochen ist die Campuscard von ihrem Team intensiv getestet worden, wozu an einigen Standorten auf dem Gelände der Freien Universität auch schon Ausgabe- und Validierungsautomaten aufgestellt worden waren. Der Test ist erfolgreich verlaufen, sodass von Oktober an mit der Ausgabe der Karten begonnen werden kann.

Schrittweise Einführung

Aber nicht alle Studierenden werden gleich die neue Campuscard nutzen können. „Wir machen das schrittweise und schreiben im Laufe des Wintersemesters 2017/18 alle Studierenden, geordnet nach Fachbereichen, an“, sagt Gabriela Berns. Geplant ist, dass das bis zum Ende der Vorlesungszeit am 17. Februar 2018 abgeschlossen sein wird. Vom 1. April 2018 an wird es dann keine Studierendenausweise auf Papier mehr geben, diese werden zum kommenden Wintersemester letztmalig verschickt.

Karte einmal erstellen und jedes Semester validieren

Um die Karte nach der Benachrichtigung zu erhalten, muss man sich im Zedat-Portal anmelden und dort einen QR-Code herunterladen. Dieser wird benötigt, um sich an einem der insgesamt fünf Ausgabeautomaten auf dem Campus der Freien Universität zu identifizieren. An den Ausgabeautomaten wird dann schließlich die Campuscard erstellt, auf Wunsch mit Foto. Dafür ist an den Automaten eine Kamera installiert. Zukünftig soll es auch die Möglichkeit geben, eigene Bilder hochzuladen. Das Bild auf der Campuscard wird ausschließlich für das Semesterticket benötigt. Wer möchte, kann auf das Foto verzichten, muss dann aber für die Fahrt mit Bus und Bahn wie bisher einen Lichtbildausweis mitführen.

Nachdem die Campuscard vom Ausgabegerät erstellt worden ist, muss sie an einem der sieben Validierungsautomaten validiert werden – dabei werden das aktuelle Semester und das darauffolgende sowie gegebenenfalls das Semesterticket auf die Rückseite der Karte gedruckt. Der Validierungsvorgang muss jedes Semester wiederholt werden, die Karte selbst wird nur einmal ausgegeben.

Datenschutz

Gabriela Berns betont, dass bei der Entwicklung der Campuscard großer Wert auf Datenschutz gelegt worden sei. Die Karte enthält einen Chip, der verschiedene Sektionen enthält. „Man kann sich das wie ein Regal mit verschiedenen Schubladen vorstellen“, sagt Berns, „jede Institution kann nur auf ihre eigene Schublade zugreifen.“ Das bedeutet konkret, dass etwa das Studierendenwerk nur den Teil des Chips lesen kann, der als Mensakarte fungiert – aber keinen Zugriff auf die Bibliotheksnummer hat.

Die Campuscard der Freien Universität stehe zunächst nur deren Studierenden und Doktoranden zur Verfügung, später solle sie auch für Mitarbeiter eingeführt werden. „Gegenüber den alten Papierausweisen bedeutet die neue Regelung einen enormen Fortschritt“, sagt Gabriela Berns.

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