Klassische Archäologie

- Konsekutiver Masterstudiengang

Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Altertumswissenschaften
Institut für Klassische Archäologie
Ansprechpartner/-in
Frau Prof. Monika Trümper
Adresse
Fabeckstr. 23-25
14195 Berlin

Für den Zugang zum Masterstudiengang Klassische Archäologie müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

  • Bachelorabschluss im Studiengang Altertumswissenschaften mit dem Schwerpunkt Klassische Archäologie oder ein gleichwertiger anderer Hochschulabschluss, der dem Inhalt und der Struktur des genannten Bachelorstudiengangs der Freien Universität Berlin entspricht,
  • Nachweis des Latinums oder Graecums oder der Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstands der Lateinischen oder Altgriechischen Sprache,
  • Sprachnachweis in einer modernen Fremdsprache: Englisch, Französisch oder Italienisch (Niveau B2 GER).

 

Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Freien Universität Berlin erfolgen.

Weitere Informationen enthält die Zugangssatzung für den Masterstudiengang Klassische Archäologie  (pdf-Datei).

Die Studierenden haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.

Der Masterstudiengang Klassische Archäologie baut inhaltlich auf einem vorausgegangenen Bachelorstudiengang auf, ist aber stärker forschungsorientiert und führt zur Vertiefung fachlichen Wissens. Dabei werden wesentlich vertiefte und erweiterte Fachkenntnisse in Klassischer Archäologie, die Beherrschung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden sowie umfangreiche analytische Erfahrung für das selbständige wissenschaftliche Arbeiten erworben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von visuellen und medialen Kompetenzen sowie von Fertigkeiten im Umgang mit einer fragmentarischen Denkmälerüberlieferung und ihrer historischen Einordnung, wobei die Studierenden an Anwendungsbeispielen der klassischen Antike vorrangig auch Grundkenntnisse in aktuellen kulturwissenschaftlichen Theorien (Medien- und Interaktionstheorien, Geschlechterforschung, Raumanalyse, Ritualforschung, Theorien zur Identitätskonstruktion, Akkulturation, Kulturkontakt, Postkoloniale Theorie) erwerben. Der Studiengang strebt neben der fachspezifischen eine fachübergreifende Ausbildung zur Erweiterung der eigenen wissenschaftlichen Kompetenz an. Durch die Möglichkeit einer Schwerpunktbildung im didaktischen und interdisziplinären Bereich können kommunikative Kompetenzen in der Öffentlichkeitsarbeit erworben werden. Durch die Möglichkeit eines integrierten Auslandsaufenthalts vermittelt er zudem interkulturelle Kompetenz und berufsorientierte Fremdsprachenpraxis (z. B. in Englisch, Französisch, Italienisch, Neugriechisch, Russisch, Spanisch oder Türkisch).

Die Klassische Archäologie ist die Wissenschaft von der materiellen Hinterlassenschaft der griechischen und römischen Kultur des Altertums (ca. 1500 v. Chr. – 500 n. Chr.). Sie erforscht außerdem die Vorläufer und die Nachwirkungen dieser Kulturen, deren Randgebiete und die Beziehungen zu benachbarten Kulturen. Geographisch umfasst die Klassische Archäologie zunächst Griechenland, das westliche Kleinasien und Italien, darüber hinaus das gesamte Mittelmeergebiet und die angrenzenden Regionen, soweit sie mit der griechischen und römischen Kultur in Verbindung gestanden haben.

Das Spektrum der zu erforschenden Gegenstände ist breit gefächert und reicht von exzeptionellen Kunstwerken bis zu Alltagsobjekten und von großen Architekturensembles bis zu zunächst unscheinbaren archäologischen Funden- und Befunden. Doch spielen die in großer Zahl überlieferten Bildwerke wegen ihres symbolisch verdichteten Informationsgehaltes eine besondere Rolle.

Zur Interpretation der materiellen Kultur hat das Fach vielfältige Methoden und Techniken entwickelt. Neben der formalen Bestimmung und chronologischen Einordnung gilt es, die Funde und Befunde durch systematischen Vergleich in ihren spezifischen Eigenarten besser zu verstehen und durch eine gattungs- oder epochenübergreifende Analyse in einen größeren Kontext einzuordnen. Durch die Erforschung gegenständlicher Zeugnisse wird das Ziel verfolgt, die konkreten historischen und kulturellen Verhältnisse und Prozesse zu rekonstruieren und die antike Kultur in ihrer Differenziertheit und Komplexität zu verstehen. Schließlich soll die Antike vor dem Hintergrund ihrer Rezeption und Transformation in der Nachantike als Bestandteil der modernen Kultur begriffen werden.

Die Forschungsprojekte der Klassischen Archäologie der Freien Universität Berlin liegen in Italien, Griechenland und in der Türkei.

Zu den Standortvorteilen des Instituts zählt u.a. die ihm angegliederte Abguss-Sammlung antiker Plastik, die eine der größten ihrer Art darstellt. Hierdurch ergeben sich besondere Möglichkeiten des genauen und anschaulichen Studiums antiker Plastik. Daneben bestehen Kooperationen mit der Antikensammlung des Pergamon-Museums und des Alten Museums mit der Möglichkeit zum Studium antiker Skulptur bzw. Architektur oder Kleinkunst. Weiterhin kooperiert die Freie Universität Berlin mit der Humboldt-Universität (Winckelmann-Institut) und der Technischen Universität Berlin (Institut für Baugeschichte) sowie dem Deutschen Archäologischen Institut, dessen Präsidentin wie der Direktor der Antikensammlung als Honorarprofessor/in am Institut für Klassische Archäologie tätig sind. Neben der Campusbibliothek mit ihrem umfangreichen Bestand an archäologischer Literatur bieten sich den Studierenden umfassende Recherchemöglichkeiten in der Staatsbibliothek Berlin oder den Bibliotheken des Winckelmann-Instituts an. Es existieren Kooperationsverträge im ERASMUS-Austauschprogramm mit 13 Universitäten, an den die Studierenden im Rahmen eines integrierten Auslandsaufenthalts ein Semester verbringen können: Nationale und Kapodistrias-Universität Athen, Aristoteles Universität Thessaloniki, Sapienza – Università di Roma, Università degli studi Suor Orsola Benincasa Neapel, Università delgi Studi della Tuscia Viterbo, Université Lumiere Lyon 2, Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, Universidade de Coimbra, Universität Zürich, Universidad de Murcia, Süleyman Demirel Üniversitesi Isparta, Uludag Üniversitesi Bursa, Pamukkale Üniversitesi Denizli. Zudem besteht die Möglichkeit, ein Semester mit dem Austauschprogramm PONS – Geistes- und Kulturwissenschaften an einer Partneruniversität innerhalb Deutschlands zu studieren.

Das Exzellenzcluster TOPOI, an dem das Institut für Klassische Archäologie beteiligt ist, bietet eine deutschlandweit einzigartige Vernetzung der verschiedenen Berliner Forschungsinstitutionen.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. und 4. Fachsemester)
Bewerbungs- und Anmelde­zeitraum
Nur für das 1. Fachsemester: 15.04.-31.05. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester)
Studienbeginn
Wintersemester
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Master of Arts (M.A.)
Regel­studien­zeit
4 Semester

Der Masterstudiengang Klassische Archäologie gliedert sich in das Schwerpunktstudium, den Komplementären Bereich und einen integrierten Auslandsaufenthalt (fakultativ).

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und der Master-Prüfung. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Der Komplementäre Bereich erweitert das fachwissenschaftliche Spektrum. Er dient bevorzugt dem Erwerb einer Alten Sprache oder vertiefter Kenntnisse aus einem altertumswissenschaftlichen Masterstudiengang bzw. nach Angebot aus einem anderen Masterstudiengang.

Der Masterstudiengang Klassische Archäologie eröffnet die Möglichkeit eines integrierten Auslandsaufenthaltes an einer ausländischen Universität. Vorgesehen ist ein in der Regel sechsmonatiger Auslandsaufenthalt im zweiten Studienjahr. Im Rahmen des Auslandsstudiums sollen Studien- und Prüfungsleistungen erbracht werden, die anrechenbar sind auf diejenigen Module, die währen des gleichen Zeitraums an der Freien Universität Berlin zu absolvieren wären.

Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Arts (M.A.) verliehen.

Module des Studiengangs Klassische Archäologie

Module des Schwerpunktstudiums

Modul Didaktisches Modul – Klassische Archäologie und Öffentlichkeit
Modul Interdisziplinäre Perspektiven der Klassischen Archäologie
Modul Neue Forschungen zur Klassischen Archäologie

2 der 3 folgenden Module sind zu wählen

Modul  Methodisches Modul A – Raum und Landschaft
Modul  Methodisches Modul B – Bildwissenschaft
  Methodisches Modul C – Fundkontexte und Bildräume

2 der 3 folgenden Module sind zu wählen

Modul Hermeneutisches Modul A – Griechische Kunst und Kultur
Modul Hermeneutisches Modul B – Römische Kunst und Kultur
Modul Hermeneutisches Modul C – Kulturkontakte und Rezeptionsphänomene

Komplementärer Bereich

 

Das Studium im Masterstudiengang Klassische Archäologie soll die Studentinnen und Studenten auf Tätigkeiten in vorwiegend kulturwissenschaftlichen Berufsfeldern, einschließlich Lehr- und Bildungseinrichtungen, vorbereiten (z. B. Tätigkeiten im Bereich von Museen, Denkmalschutz, Kultur- und Bildungsmanagement, Jugend- und Erwachsenenbildung, Tourismusbranche, Verlage, Presse, Neue Medien, diplomatische Einrichtungen, internationale Organisationen usw.). Darüber hinaus qualifiziert er zur Aufnahme eines Promotionsstudiums, das eine wissenschaftliche Laufbahn im Bereich der Universität, der Museen sowie der außeruniversitären Forschungseinrichtungen ermöglicht.
  • H. Borbein – T. Hölscher – P. Zanker, Klassische Archäologie. Eine Einführung (Berlin 2000).
Online-Studienfachwahl-Assistenten der Freien Universität
Studieneinstieg an der Freien Universität Berlin