Gender, Intersektionalität und Politik

- Konsekutiver Masterstudiengang

Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften
Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Ansprechpartner/-in
Frau Prof. Dr. Gülay Caglar (Studiengangsverantwortliche), Herr Prof. Dr. Christian Volk (allgemeine Studienfachberatung)
Adresse
Ihnenstr. 22
14195 Berlin

Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang ist ein berufsqualifizierender deutscher oder gleichwertiger ausländischer Abschluss eines Hochschulstudiums. Vorzuweisen sind ein Anteil von mindestens 60 LP in Politikwissenschaft und davon mindestens 10 LP in sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden und mindestens 10 LP im Bereich der Geschlechterforschung.

Weitere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen sind in der Zugangssatzung für den Masterstudiengang Gender, Intersektionalität und Politik (pdf-Datei) zu finden.

Die Student*innen haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.

Der Masterstudiengang Gender, Intersektionalität und Politik vertieft nicht nur die Theorie- und Methodenkenntnisse im Feld der Geschlechterforschung, sondern vermittelt darüber hinaus auch ein solides Fachwissen über die strukturellen, ideellen und normativen Grundlagen der Geschlechter- und Diversitätspolitik in verschiedenen gesellschaftlichen sowie institutionellen und politischen Kontexten. Das Studium befähigt, die Kategorie Geschlecht für die intersektionale Analyse von politischen Prozessen, Interaktionen, Strukturen und Institutionen in transnationalen Kontexten zu operationalisieren und in der Forschungspraxis anzuwenden. Die zusätzliche Möglichkeit der interdisziplinären und transregionalen Vertiefung der Kenntnisse ermöglicht zudem eine fachübergreifende Erweiterung der politikwissenschaftlichen Forschungskompetenzen.

Der Masterstudiengang Gender, Intersektionalität und Politik profitiert von ihrer disziplinären Verortung am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, das zu einem der größten politikwissenschaftlichen Institute in Deutschland gehört. Das Institut zeichnet sich durch die Vielfalt der Arbeitsschwerpunkte und ihre Forschungsstärke aus. Die Forschungsschwerpunkte und Forschungsverbünde am Institut ermöglichen eine Verknüpfung zwischen Forschung und Lehre. Hierzu gehören u.a. das Marie Sklodowska-Curie Innovative Training Network „Well-being, Ecology, Gender and cOmmunity“ (WEGO) sowie das Exzellenzcluster „Contestations of the Liberal Script“.

Ein besonderer Standortvorteil besteht in der Möglichkeit der regionalwissenschaftlichen Schwerpunktsetzung mit den Angeboten u.a. an der Arbeitsstelle Politik im Maghreb, Mashreq und Golf, dem Lateinamerikainstitut, dem Osteuropainstitut sowie im Bereich der Ostasienstudien.

Darüber hinaus profitieren die Student*innen des Masterstudiengangs Gender, Intersektionalität und Politik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin von der Nähe zu politischen Institutionen, Verbänden und Organisationen in den Feldern der geschlechter- und Diversitätspolitik sowie zu politikberatenden und sonstigen wissenschaftlichen Einrichtungen in Berlin.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. Fachsemester)
Bewerbungs- und Anmelde­zeitraum
Nur für das 1. Fachsemester: 15.04.-31.05. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester)
Studienbeginn
Wintersemester
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Master of Arts (M.A.)
Regel­studien­zeit
4 Semester

Der Masterstudiengang ist modularisiert. Er besteht aus einem Pflichtbereich mit drei Modulen im Feld der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung sowie einem Methodenmodul, einem Wahlpflichtbereich mit einem forschungsorientierten Projektmodul und einem Wahlbereich, in dem Student*innen ihre Kompetenzen wahlweise in einem interdisziplinären Modul, einem transregionalen Modul, im Modul Berufspraktikum und/oder in einem oder zwei Modulen zum Sprachenerwerb erweitern können.

Pflichtbereich
(50 LP)
Grundlagen der Sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung (15 LP)
Geschlechter- und Diversitätspolitik in verschiedenen Politikfeldern (15 LP)
Methoden der empirischen Sozialforschung (15 LP)
Politikwissenschaftliche Geschlechterforschung (5 LP)
Wahlpflichtbereich
(15 LP)
Projektmodul: Vertiefung von Theorie- und Methodenkenntnissen
Wahlbereich
(30 LP)
Interdisziplinäre Theorien und Methoden der Geschlechter- und Diversitätsforschung (10 LP)
Gender und Transformationsprozesse aus transregionaler Perspektive, beispielweise Lateinamerikastudien, Koreanistik, Japanologie, etc. (10 LP)
Berufspraktikum (10 LP) und/oder ein Modul oder zwei Module zum Fremdsprachenerwerb im Umfang von insgesamt 10 LP aus dem Angebot des Sprachenzentrums
Masterarbeit
(25 LP)
Masterarbeit (25 LP)

Das Studium des Master Gender, Intersektionalität und Politik qualifiziert für eine wissenschaftliche Laufbahn und Promotion in der universitären und außeruniversitären Forschung. Weiterhin können Absolvent*innen des Masters später in anderen wissensbasierten Bereichen der Politik arbeiten. Zukünftige Arbeitgeber*innen könnten zum Beispiel sein: Öffentliche Verwaltungen, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Politikberatung, Unternehmensberatung, Stiftungen, Verbände, Erwachsenenbildung und politische Bildung, Medien oder das Verlagswesen.

Bryson, Valerie: Feminist Political Theory. 3rd Edition. London, New York 2016.

Hill Collins, Patricia / Bilge, Sirma: Intersectionality. Cambridge 2016.

Waylen, Georgina / Celis, Karen / Kantola, Johanna / Weldon, S. Laurel (Hrsg.): The Oxford Handbook of Gender and Politics. Oxford 2013.

Online-Studienfachwahl-Assistenten der Freien Universität
Studieneinstieg an der Freien Universität Berlin