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Ägyptologie


- Konsekutiver Masterstudiengang

Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Ägyptologisches Seminar
Ansprechpartner/-in
Herr Univ.-Prof. Dr. Jochem Kahl
Adresse
Fabeckstr. 23-25
14195 Berlin
Homepage

Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

  • Bachelorabschluss im Studiengang Altertumswissenschaften mit dem Schwerpunkt Ägyptologie der Freien Universität Berlin oder ein berufsqualifizierender deutscher oder gleichwertiger ausländischer Abschluss in einem altertumswissenschaftlich-orientalistisch ausgerichteten Hochschulstudium, in dem mindestens 60 LP in Modulen oder Prüfungen erworben wurden, die in thematischem Zusammenhang mit dem Alten Ägypten stehen. Dabei ist der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses eines vollständigen Sprachkurses Mittelägyptisch im Umfang des an der Freien Universität Berlin angebotenen erforderlich.
  • Sprachnachweis in Englisch (Niveau B2 GER) für Bewerberinnen oder Bewerber, deren Muttersprache nicht Englisch ist und die den Hochschulabschluss nicht an einer Bildungsstätte erworben haben, in der Englisch Unterrichtssprache ist.

Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Freien Universität Berlin erfolgen.

Weitere Informationen enthält die Zugangssatzung für den Masterstudiengang Ägyptologie (pdf-Datei).

Die Studierenden haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.

Gegenstand des Masterstudiengangs ist das antike Ägypten mit seinen vorgeschichtlichen, pharaonischen und spätantiken Hinterlassenschaften (5. Jahrtausend v.Chr. bis 1. Jahrtausend n.Chr.). Dabei werden alle Existenzbereiche und Äußerungsformen dieser Kulturen eingeschlossen. Der methodische Zugang ist durch die parallele Berücksichtigung philologisch-linguistischer wie archäologischer Quellen geprägt. Sachlich werden gleichermaßen Gesellschaft, Ökonomie, Geschichte, Religion, Architektur, Kunst, Literatur, Sprache und Wissenschaft dieser Kulturen betrachtet. Angesichts des weit in die Nachbarregionen ausgreifenden Agierens des altägyptischen Staates und der zahlreiche benachbarte und nachfolgende Kulturen erfassenden Strahlkraft der Kulturen des antiken Ägypten zählen ebenso benachbarte geografische Räume, insbesondere das nubische Niltal, die angrenzenden Wüstengebiete, der Sinai und die Levante, wie auch die Geschichte der Rezeption und Transformation des pharaonischen sowie byzantinischen und frühislamischen Ägypten zu genuinen Arbeitsbereichen der Ägyptologie. Der Masterstudiengang vertieft und erweitert die Fach- und Methodenkenntnisse auf dem Gebiet der Ägyptologie und integriert interdisziplinäre Elemente. Durch die starke internationale Orientierung des Faches werden die Studentinnen und Studenten des Masterstudiengangs an internationale Fragestellungen, Forschungs- und Arbeitspraktiken der Wissenschaft herangeführt. Der Masterstudiengang vermittelt vertiefte Kenntnisse in den Sachgebieten der Ägyptologie, den Forschungsmethoden und den dafür relevanten theoretischen Grundlagen.

Im Masterstudiengang kommen den Phänomenen Ethnizität, Gender, Regional Diversity sowie Kulturkontakt und -austausch eine zentrale Rolle zu. Es werden archäologische sowie philologisch-linguistische Arbeitsweisen gleichermaßen berücksichtigt und exemplarisch in einer Synthese zusammengeführt.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. und 4. Fachsemester)
Studienbeginn
Winter- und Sommersemester
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Master of Arts (M.A.)
Regel­studien­zeit
4 Semester

Der Masterstudiengang Ägyptologie gliedert sich in die Module des Pflichtbereichs und die Module des Wahlpflichtbereichs.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und der Master-Prüfung. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Arts (M.A.) verliehen.

Modul

Sprach- und Schriftgeschichte des Ägyptischen

Modul

Philologie und Textkultur des pharaonischen Ägypten

Modul

Ägyptische Archäologie und Denkmälerkunde

Modul

Theorie und Interpretation in der Ägyptischen Archäologie

Modul

Methoden der Ägyptologie

Modul

Geschichte und Kulturgeschichte des Alten Ägyptens

Wahlpflichtbereich

Modul

Aktuelle Forschungsperspektiven der Ägyptologie

Modul

Praxismodul

Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.

Das Studium im Masterstudiengang Ägyptologie bereitet die Studentinnen und Studenten auf eine wissenschaftliche Laufbahn sowie auf berufliche Tätigkeiten im Kultur- und Bildungsbereich vor (z.B. in Verlagen, Medien, Kultur- und Bildungseinrichtungen). Darüber hinaus qualifiziert der Studiengang zur Aufnahme eines Promotionsstudiums nach Maßgabe der jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen.

Literaturauswahl der Lehrenden des Ägyptologischen Seminars:

  • Beck, Tina 2016: Perspektivenwechsel. Eine Reflexion archäologischen Arbeitens in Ägypten: Die lokalen Grabungsarbeiter des Asyut Project. The Asyut Project 8. Wiesbaden: Harrassowitz.
  • Beck, Tina 2018: Postkoloniale Objektepistemologien? Homi Bhabhas Konzepte in archäologischen Forschungen – ein Überblick. In: M. Hilgert, H. Simon, K. P. Hofmann (eds.): Objektepistemologien. Zur Vermessung eines Transdisziplinären Forschungsraums. Berlin Studies of the Ancient World 59. Berlin: Edition Topoi, 237-262.
  • Hodgkinson, Anna K. 2017: Technology and Urbanism in Late Bronze Age Egypt. Oxford Studies in Egyptian Archaeology. Oxford: Oxford Univ. Press.
  • Hodgkinson, Anna K. und Miriam Bertram 2020: Working with fire: making glass beads at Amarna using methods from metallurgical scenes. In: F. Rademakers et al (eds.): Proceedings of ICA 2: Contributions of Experimental Archaeology to Excavation and Material Studies. Journal of Archaeological Science: Reports 33.
  • Kahl, Jochem 2007: Ancient Asyut: the first synthesis after 300 years of research. The Asyut Project 1. Wiesbaden: Harrassowitz, (2. unveränderte Auflage 2012).
  • Kahl, Jochem und Eva Cancik-Kirschbaum 2018: Erste Philologien. Archäologie einer Disziplin vom Tigris bis zum Nil. Tübingen: Mohr Siebeck.
  • Kruck, Elisabeth und Jan Dahms 2017: Ipiemsaef, A New Insight into his Tomb, his Coffin, and his Burial Equipment. In: M. Barta, F. Coppens, J. Krejci (ed.): Abusir and Saqqara in the Year 2015. Prag: Czech Institute of Egyptology.
  • Kruck, Elisabeth 2012: Eindrücke. Grabkegel als Elemente thebanischer Grabarchitektur. Archäologische Veröffentlichungen 124. Wiesbaden: Harrassowitz.
  • Richter, Tonio Sebastian und Eitan Grossman: “The Egyptian-Coptic language: Its setting in space, time and culture”. In: E. Grossman, M. Haspelmath, T. S. Richter (eds.): "Egyptian-Coptic linguistics in typological perspective". Empirical Approaches to Language Typology 55. Berlin/New York: De Gruyter Mouton, 59-101.
  • Richter, Tonio Sebastian 2016: “»einen Bau …, der nicht von grossen Sprachanlagen der Nation zeugt«: Die Klassifikation des Ägyptischen in der vergleichenden Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts”. Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften 16, 9-35 <http://www.denkstroeme.de/heft-16/s_9-35_richter>
  • Steinbach-Eicke, Elisabeth 2019: “Taste Metaphors in Hieroglyphic Egyptian”. In: L.Speed, C. O’Meara, L. San Roque, A. Majid (eds): Perception Metaphors, Converging Evidence in Language and Communication Research 19. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins, 145-164.
  • Steinbach-Eicke, Elisabeth und Sven Eicke 2020: “‘He shall not be buried in the West’ - Cursing in Ancient Egypt”. In: N. Nassenstein, A. Storch (eds): Swearing and Cursing. Contexts and Practices in a Critical Linguistic Perspective. Language and Social Life 22, Berlin/Boston: Walter de Gruyter, 303-325.
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