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Prof. Dr. Daniela Caspari

Damit die zukünftigen Schülerinnen und Schüler unserer Studierenden Französisch, Italienisch und Spanisch erfolgreich und gerne lernen, brauchen unsere Studierenden deutlich mehr als „Stundenmuster“ und „Rezepte“.

Prof. Dr. Daniela Caspari

Prof. Dr. Daniela Caspari
Bildquelle: Michael Fahrig

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in der U-Bahn darüber ins Gespräch, was Sie an der Freien Universität in der Lehrkräftebildung tun. Was erzählen Sie zwischen zwei Stationen?

Ich bin in mehreren Funktionen für die Lehrkräftebildung tätig. Zum einen als Professorin für Didaktik der romanischen Sprachen. In unserem Arbeitsgebiet lernen die Studierenden, wie sie Französisch, Italienisch und Spanisch so unterrichten können, dass ihre zukünftigen Schülerinnen und Schüler diese oft ja als „schwierig“ angesehenen Sprachen erfolgreich und gerne lernen. Dafür brauchen sie deutlich mehr als „Stundenmuster“ und „Rezepte“, z.B. beziehen wir uns immer wieder auf die eigenen, meist unbewussten Lernerfahrungen. Weil das Lehrer*in-Werden ein langer Prozess ist, bin ich froh, dass die Fachdidaktiken im Lehramtsstudium einen vergleichsweise hohen Anteil haben.

Zum anderen bin ich in der DSE als Mitglied im Institutsrat, als stellvertretende Direktorin und als Vorsitzende des Prüfungsausschusses aktiv. Ich finde es sehr schön, auf diese Art und Weise mit allen Beteiligten an der Lehrkräftebildung in Kontakt zu sein. Mein Ziel ist es, dazu beizutragen, dass sich die DSE als Institut weiter entwickelt und innerhalb und außerhalb der Universität als zentraler Anlaufpunkt für alle Fragen der Lehrkräftebildung gilt.

Warum tun Sie, was Sie tun?

Für mich ist Lehrerin-Sein einer der vielseitigsten und befriedigendsten Berufe, die ich kenne. Daher finde ich es wichtig, dass alle, die diesen Beruf ergreifen wollen, dies gut ausgebildet tun können. Für dieses Ziel haben wir z.B. den sog. Quereinstiegsmaster entwickelt und arbeiten in unserem Team kontinuierlich an unseren Lehrformaten. Außerdem finde ich es toll zu forschen und es macht mir große Freude zu lehren.

Was ist das Wichtigste, Spannendste oder Unerwartetste, was Sie an der Freien Universität gelernt haben?

Ich hätte vor meinem Dienstantritt nicht gedacht, wie politisch die Tätigkeit in der Lehrkräftebildung ist. Daher finde ich es besonders wichtig (und fachlich spannend), dass die Fachdidaktiken untereinander und mit den Erziehungswissenschaften gut kooperieren, nicht nur innerhalb der Freien Universität, sondern mit allen Gremien und Menschen, die sich für eine nachhaltige Lehrkräftebildung engagieren. 

Prof. Dr. Daniela Caspari leitet den Arbeitsbereich Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen und ist stellvertretende Direktorin der Dahlem School of Education.