Neuer Vorstand des Dahlem Humanities Center

Geisteswissenschaftliches Zentrum der Freien Universität Berlin ist in eine ständige Einrichtung der Hochschule überführt worden

Nr. 018/2020 vom 29.01.2020

Am Dahlem Humanities Center der Freien Universität Berlin hat ein neuer Vorstand die Arbeit aufgenommen. Neuer Sprecher der geisteswissenschaftlichen Einrichtung ist der Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Matthias Warstat. Er tritt in dieser Funktion die Nachfolge des Historikers Prof. Dr. Paul Nolte an. Stellvertretende Sprecherin bleibt die Romanistin Prof. Dr. Anita Traninger. Weiter zum Vorstand gehört die Arabistin Prof. Dr. Beatrice Gründler. Als neues Vorstandsmitglied wurde die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Karin Gludovatz berufen.

Das 2007 gegründete Dahlem Humanities Center ist zudem in eine ständige Einrichtung der Freien Universität überführt worden. Es war zuvor aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder finanziert worden. „Wir freuen uns über diese Entscheidung und sehen darin ein Bekenntnis der Freien Universität zu den Geisteswissenschaften – besonders wichtig in Zeiten, in denen international viel über die Zukunft der Geisteiswissenschaften diskutiert wird“, sagt Matthias Warstat.

Ziel des Dahlem Humanities Center ist es, interdisziplinäre Forschung regional und international zu fördern und die Sichtbarkeit der Geisteswissenschaften auch in der außeruniversitären Öffentlichkeit zu stärken. Es versteht sich als Plattform, die die vielfältige Bandbreite geisteswissenschaftlicher Forschung an der Freien Universität bündelt, Disziplinen übergreifend vernetzt und insbesondere vermittels verschiedener Veranstaltungs- und Kooperationsformate an internationale Forschungstendenzen sowie den öffentlichen Diskurs anbindet.

Ein breites und zahlreiches Publikum zogen in den vergangenen Jahren die Rednerinnen und Redner der vom Dahlem Humanities Center veranstalteten Abendveranstaltungen und Vorträge wie die Siegfried-Unseld-Vorlesung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag, die Hegel Lecture, die Dahlem Humanities Center Lectures und das Diskussionsformat „Digital*Humanities im Gespräch“ an. Zu den Siegfried-Unseld-Vorlesungen werden Schriftstellerinnen und Schriftsteller für einen Vortrag und ein Werkstattgespräch eingeladen. Es sprachen bislang unter anderem Joanna Bator, Andreas Maier und Volker Braun. Für die Hegel Lecture werden international renommierte Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gewonnen. Gastredner*innen waren bisher Judith Butler, Homi Bhabha, Slavoj Žižek, Hélène Cixous, Armin Nassehi und Seyla Benhabib.

Zum Vorstand:

Prof. Dr. Matthias Warstat ist Professor für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er ist Principal Investigator am in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder geförderten Exzellenzclusters „Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective“. 2012 erhielt er einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Matthias Warstat ist Ko-Direktor des Käte-Hamburger-Kollegs „Interweaving Performance Cultures“ und Mitglied des Sonderforschungsbereichs „Affective Societies“.

Prof. Dr. Anita Traninger ist Professorin für Romanische Philologie an der Freien Universität Berlin; sie ist Co-Sprecherin des geisteswissenschaftlichen Exzellenzclusters „Temporal Communities“. Zudem ist sie Mitglied des Vorstands des Margherita-von-Brentano-Zentrums für Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin und des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs „Episteme in Bewegung“.

Prof. Dr. Karin Gludovatz ist Professorin für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und geschäftsführende Direktorin des Kunsthistorischen Instituts. Sie ist Principal Investigator im Exzellenzcluster „Temporal Communities“. Karin Gludovatz ist Sprecherin der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsgruppe „Transkulturelle Verhandlungsräume von Kunst“.

Prof. Dr. Beatrice Gründler ist Professorin für Arabistik an der Freien Universität Berlin. Sie lehrte viele Jahre an der US-amerikanischen Yale University. Sie war von 2016 bis 2017 Präsidentin der American Oriental Society. Beatrice Gründler erhielt im Jahr 2017 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) und kürzlich den Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin 2019.

Weitere Informationen

www.fu-berlin.de/dhc

Kontakt

Lisa Müller, Geschäftsführerin des Dahlem Humanities Center der Freien Universität Berlin, E-Mail: geschaeftsfuehrung@dhc.fu-berlin.de