Graduiertenschulen der Freien Universität Berlin von der Einstein Stiftung ausgezeichnet

Erstmalige Vergabe des Einstein-Doktorandenprogramm-Preises

Nr. 015/2017 vom 19.01.2017

Die Einstein Stiftung hat heute zum ersten Mal Preise für herausragende Berliner Promotionsprogramme vergeben. An der Freien Universität Berlin wurde die Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien ausgezeichnet. Prämiiert wurde auch die Berlin Graduate School of Ancient Studies, die gemeinsam von Freier Universität und Humboldt-Universität getragen wird. Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, überreichte die Urkunden zu den ausgezeichneten Programmen heute im Berliner Rathaus im Rahmen des Neujahrsempfangs der Einstein Stiftung. Das Gesamtpreisgeld über drei Jahre beträgt insgesamt rund eine Million Euro.

Mit dem Einstein-Doktorandenprogramm-Preis würdigt die Einstein Stiftung Berlin besonders erfolgreiche strukturierte Doktorandenprogramme an den Berliner Universitäten und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das Preisgeld soll den Promotionsprogrammen neue Spielräume zur Nachwuchsförderung und strukturellen Weiterentwicklung eröffnen. Gleichzeitig sollen die Preise dazu beitragen, die Attraktivität der Doktorandenausbildung in Berlin international sichtbar zu machen. Der Regierende Bürgermeister sagte in seinem Grußwort: „Ich freue mich sehr, dass wir heute erstmals die Einstein-Doktorandenprogramm-Preise für exzellente Nachwuchsprogramme an den Berliner Universitäten und der Charité vergeben können. Forschung und Wissenschaft sind für Berlin der Schlüssel für Innovationen, die unsere ganze Stadt und unsere Gesellschaft verändern. Forschung und Wissenschaft sind der Schlüssel für eine gute Zukunft Berlins. Deshalb gehören beide Bereiche auch zwingend zusammen. Die Einstein Stiftung verkörpert diese Zusammenführung in ganz besonderer Weise.“

Mit höchstem Lob (summa cum laude) wurden die Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule an der Freien Universität Berlin und die Berlin School of Mind and Brain an der Humboldt-Universität zu Berlin ausgezeichnet. Die Berlin Graduate School of Ancient Studies  – gemeinsam getragen von Freier Universität und Humboldt-Universität – wurde mit großem Lob (magna cum laude) gewürdigt. An dieser Graduiertenschule promovieren auch die Doktorandinnen und Doktoranden des Exzellenzclusters Topoi. „Die ausgezeichneten Programme zeigen in hervorragender Art und Weise, wie wichtig Angebote einer strukturierten wissenschaftlichen Karriereförderung sind“, sagt Prof. Dr. Olaf Kübler, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats der Einstein Stiftung. „Diese so erfolgreich tätigen Programme wollen wir fördern und somit nachhaltig die Standards für eine qualitativ hochwertige Doktorandenbetreuung setzen.“ Die Preisgelder können zum Beispiel für Stipendien und Doktorandenstellen, Veranstaltungen oder für die Einladung internationaler Gäste verwendet werden. Während der Dauer ihrer Förderung tragen die Preisträger die Auszeichnung als „Einstein Doctoral Programme“.

Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

Die Graduiertenschule fördert literaturwissenschaftliche Forschung, die durch die Reflexion ihrer text-, medien- und kulturvergleichenden Verfahrensweisen methodisch innovativ ist. Sie wird als einzige genuin literaturwissenschaftliche Graduiertenschule seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert und ist an der Freien Universität Berlin angesiedelt. In der zweiten Förderperiode ist die Humboldt-Universität zu Berlin als Kooperationspartner hinzugekommen. Gewürdigt wurden die hohe Abschlussquote und die Internationalität. Benötigt werden die Preisgelder zur weiteren Stärkung der internationalen Sichtbarkeit und Vernetzung, beispielsweise mit Hilfe von Summer Schools oder der Vergabe von Kurzzeitstipendien.

Berlin Graduate School of Ancient Studies

Die Berlin Graduate School of Ancient Studies ist weltweit die einzige permanente Graduiertenschule in den Altertumswissenschaften. Sie wird von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam getragen. Neben der Interdisziplinarität ist die internationale Netzwerkbildung ein wichtiges Element aller an der Graduate School angebotenen Promotionsprogramme. Insbesondere die Bemühungen um langfristige Kooperationen, die Durchführung von regelmäßigen Evaluationen sowie der hohe Frauenanteil wurden als lobenswert erachtet. Das Preisgeld soll unter anderem für Auslandsstipendien, den Austausch von Lehrenden und für die Einführung eines weiteren Schwerpunkts „Antike Wirtschaft“ verwendet werden.

Fotos der Urkundenübergabe und Preisträger finden Sie unter folgendem Link:

www.einsteinfoundation.de/index.php?id=1095

Weitere Informationen

Christian Martin, Einstein Stiftung Berlin, Stiftungskommunikation, Telefon: 030 20370-248, E-Mail: cm@einsteinfoundation.de

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