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Schreiben in Russland

Öffentliche Antrittsvorlesung des Samuel-Fischer-Gastprofessors Viktor Jerofejew am 20. Mai 2015 an der Freien Universität Berlin

Nr. 120/2015 vom 04.05.2015

Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew hält am 20. Mai seine Antrittsvorlesung an der Freien Universität Berlin. Im Mittelpunkt seiner Überlegungen steht die Frage, was es bedeutet, in Russland Schriftsteller zu sein. Viktor Jerofejew hat in diesem Sommersemester die Samuel-Fischer-Gastprofessur am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin inne. Er unterrichtet ein Seminar mit dem Titel „Writing as the Unhuman Revolution“ („Schreiben als unmenschliche Revolution“). Die Antrittsvorlesung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Viktor Jerofejew, geboren 1947 in Moskau, ist einer der bekanntesten russischen Gegenwartsautoren und kritischer Beobachter des gegenwärtigen Russlands. Er studierte Literatur- und Sprachwissenschaft an der Lomonossow-Universität und war anschließend am Moskauer Institut für Weltliteratur tätig, an dem er 1975 promovierte. International bekannt wurde er vor allem durch seinen Debütroman Die Moskauer Schönheit (1990), der in 27 Sprachen übersetzt wurde. Seither hat Viktor Jerofejew zahlreiche viel beachtete Romane, Essays, Kurzgeschichten und Reisereportagen veröffentlicht, darunter die Romane Das jüngste Gericht (1997) und Der gute Stalin (2004). Auf Deutsch erschien zuletzt sein Historien-Science-Fiktion-Roman Die Akimuden (2013), eine literarische Satire auf Russland. Von 2001 bis 2011 arbeitete Jerofejew als Professor für Literatur an der International University in Moskau. Er schreibt regelmäßig Kolumnen und Essays für renommierte Zeitungen wie Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt sowie die New York Times.

Die Samuel-Fischer-Gastprofessur am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft wurde 1998 gemeinsam vom S. Fischer Verlag, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der Freien Universität Berlin und dem Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet. Sie lädt Gastschriftsteller und -autoren für ein Semester an die Freie Universität ein.

Zeit und Ort

  • Mittwoch, den 20. Mai 2015, Beginn 18.15 Uhr
  • Freie Universität Berlin, Rost- und Silberlaube, Raum KL 32/202, Habelschwerdter Alle 45, 14195 Berlin. U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3).

Weitere Informationen

Prof. Dr. Claudia Olk, Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-56418, E-Mail: claudia.olk@fu-berlin.de