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Sonderforschungsbereich zur Vorhersage von geologischen und meteorologischen Phänomenen eröffnet

Wissenschaftler der Freien Universität erforschen „Skalenkaskaden in komplexen Systemen“

Nr. 428/2014 vom 12.12.2014

Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) zu sogenannten Skalenkaskaden in komplexen Systemen ist an der Freien Universität Berlin eröffnet worden. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt entwickeln Meteorologen, Geologen, Biochemiker sowie Mathematiker und Physiker Modellierungs- und Simulationstechniken für die Vorhersage geologischer und meteorologischer Phänomene wie Erdbeben oder Niederschläge. In dem SFB „Skalenkaskaden in komplexen Systemen“ wollen die beteiligten Wissenschaftler die Freiheitsgrade und Wechselwirkungen dieser Phänomene erforschen, die aufgrund der vielen Möglichkeiten für Naturwissenschaftler und Mathematiker eine große Herausforderung darstellen. Das Projekt wird für zunächst drei Jahre und neun Monate gefördert.

Leiter der Arbeitsgruppe an der Freien Universität und Sprecher des Vorhabens ist Prof. Dr. Rupert Klein, Professor für Mathematik an der Freien Universität Berlin. Beteiligte Einrichtungen sind die Technische Universität Berlin, die Universität Potsdam und das Helmholtz-Zentrum Potsdam sowie das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin, außerdem das Leibniz-Institut im Forschungsverbund Berlin e. V. und das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung Potsdam.

Die im SFB „Skalenkaskaden in komplexen Systemen“ involvierten Wissenschaftler suchen nach skalenübergreifenden Modellierungs- und Simulationstechniken, die eine effiziente Vorhersage und Quantifizierung von relevanten Zielgrößen ermöglichen. Unter einer relevanten Zielgröße ist etwa die Häufigkeit von Erdbeben, die Diffusion von Wirkstoffen durch Biomembranen oder die Verteilung von Starkniederschlagsereignissen über Deutschland zu verstehen. In dem SFB arbeiten Forscherinnen und Forscher an insgesamt 16 Projekten.

Sonderforschungsbereiche ermöglichen nach DFG-Vorgaben die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch die Konzentration und Koordination der in einer Hochschule vorhandenen Kräfte. Das SFB-Programm soll essenziell zur Profilbildung der beteiligten Hochschulen beitragen. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spielen in diesem Zusammenhang ebenso eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Rupert Klein, Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-75414, E-Mail: rupert.klein@math.fu-berlin.de