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Old Glory und Berliner Bär

Vortrag und Diskussion mit David E. Barclay am 3. Juli an der Freien Universität über das Verhältnis zwischen USA und West-Berlin von 1948 bis 1994

Nr. 186/2013 vom 27.06.2013

Der Historiker David E. Barclay vom renommierten Kalamazoo College in Michigan hält am 3. Juli 2013 an der Freien Universität Berlin einen Vortrag über die Beziehung zwischen den USA und West-Berlin in den Jahren 1948 bis 1994. Unter dem Titel „Old Glory und Berliner Bär“ beleuchtet er das vielseitige und oft komplizierte Verhältnis der US-Amerikaner und West-Berliner zueinander, das von dem Abwägen von Verpflichtungen und Freiräumen geprägt ist. Kaum ein Berliner Ort ist so eng mit der Geschichte West-Berlins verbunden wie die während der Berlin-Blockade im Jahr 1948 gegründete Freie Universität. Zu der Diskussionsrunde im Anschluss an den Vortrag wird unter anderem der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin Walter Momper erwartet. Die Veranstaltung ist medienöffentlich, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bis zum 28. Juni unter bprogram@zedat.fu-berlin.de wird gebeten.  

Der 50. Jahrestag der Kennedy-Rede 1963 bietet eine willkommene Gelegenheit, den Beziehungen zwischen den USA und „Amerikas Berlin“ (Andreas Daum) nachzugehen. Einerseits mussten die US-Amerikaner nach der sogenannten „heroischen“ Zeit 1948–1961 und vor allem nach der Unterzeichnung des Viermächteabkommens 1971 immer wieder daran erinnert werden, warum sie überhaupt in Berlin waren. Andererseits war es nach dem Mauerbau 1961 und der Entspannung des Jahres 1971 eine ständige Herausforderung für West-Berliner Regierungen, die Amerikaner an ihre Verpflichtungen zu erinnern, sich aber gleichzeitig einen gewissen Freiraum gegenüber der größten Schutzmacht zu sichern.

Prof. Dr. David E. Barclay ist Margaret and Roger Scholten Professor of International Studies am Kalamazoo College in Michigan; er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur preußischen und deutschen Geschichte. Demnächst erscheint sein Buch „Cold War City. West Berlin 1948–1994“ bei Princeton University Press. Der Historiker verbrachte zahlreiche Forschungsaufenthalte in Deutschland, unter anderem 2007 als Fellow der American Academy in Berlin. Barclay ist seit 2006 Geschäftsführer der 1976 gegründeten German Studies Association (GSA), der größten nordamerikanischen Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich mit der Geschichte, Literatur, Kultur, Politik und Wirtschaft deutschsprachiger Länder befasst. Die GSA ist der langjährige Kooperationspartner des Berlin Program for Advanced German and European Studies der Freien Universität Berlin.

 

Zeit und Ort

  • Mittwoch, 3. Juli 2013, Beginn 18.00 Uhr
  • Seminarzentrum der Freien Universität Berlin, Raum L 115, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Otto-von-Simson-Straße 26, U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3)
  • Der Vortrag ist medienöffentlich, der Eintritt frei.
  • Um Anmeldung bis zum 28. Juni unter bprogram@zedat.fu-berlin.de wird gebeten.  

 

Weitere Informationen

Karin Goihl, Berlin Program for Advanced German and European Studies der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-56671, E-Mail: bprogram@zedat.fu-berlin.de

 

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