Fußballroboter der Freien Universität dribbeln bei den German Open

FUmanoids nehmen vom 26. bis 28. April in Magdeburg erstmals auch Spieler in Kleinkindgröße mit

Nr. 94/2013 vom 25.04.2013

Die Fußball-Roboter der Freien Universität treten vom 26. bis 28. April, bei den German Open in Magdeburg an.Die Teilnahme der „FUmanoids“ an den Fußball-Wettbewerben ist Tradition, allein bei den German Open nahmen sie bereits zwölfmal teil; bei Weltmeisterschaften errangen sie mehrfach den zweiten Platz. Bei den German Open bereiten sich die spielenden Roboter auf die kommende Weltmeisterschaft im Juni in Eindhoven vor. Die Freie Universität ist sowohl bei den German Open als auch bei der Weltmeisterschaft gleich in zwei Klassen vertreten: Vier Roboter treten wie in den Jahren zuvor in der Liga der humanoiden Roboter bis 60 Zentimeter an. Außerdem ist zum ersten Mal ein Humanoid der neuen Generation dabei, der 90 Zentimeter misst und mit einer innovativen Mechanik ausgestattet ist. Er wird in der Liga der humanoiden Roboter in Kleinkindgröße („Teen Size“) antreten.

Die vier kleineren Roboter sind 60 Zentimeter groß, wiegen jeweils etwa vier Kilogramm und bewegen sich ohne jegliche Steuerung von außen. Wie bei einer Fußballmannschaft mit Menschen kommt es auf das richtige Team-Work an: Passspiel und Dribbeln sind dabei genauso entscheidend wie das Aufstehen nach einem Sturz und der entscheidende Torschuss. Während der Mensch das Spiel nach ausreichend Trainingseinheiten beherrscht, sind im Falle von Robotern eine Menge Technik, die genaue Berechnung der Körperlage und die rechtzeitige Ausführungen aller geplanten Bewegungen notwendig. In den Köpfen der Roboter wurde eine Miniatur-Videokamera installiert, über die sie das Feld, den Ball und die Gegner sehen können. Gesteuert werden die Technik-Athleten über einen Chip, der die Motoren in den Robotergelenken steuert, sodass sie sich ohne externes Eingreifen über das Fußballfeld bewegen können.

Beim 90-Zentimeter-Roboter der Liga „Teen Size“ werden  Arme und Beine  nicht – wie bei seinen kleineren Kollegen – durch einzelne Motoren angetrieben, sondern durch Seile, die mit einem Motor im Becken des Roboter verbunden sind. Die Bewegung der Seile erinnert dabei an die von Sehnen und Muskeln im menschlichen Körper. Der Vorteil dieser neuen Entwicklung besteht vor allem darin, dass der Roboter mit vier Kilogramm vergleichsweise leichter und damit wendiger ist als seine kleineren Vorgänger. Bei den German Open kann er sich nun erstmals im Wettbewerb beweisen.

Die FUmanoids werden von Studenten der Freien Universität Berlin als Projekt innerhalb der Arbeitsgruppe „Künstliche Intelligenz“ am Fachbereich Mathematik und Informatik gebaut. Die Studenten entwerfen in jedem Jahr neue Roboter und schreiben neue Software, etwa für die Computer-Vision und die Kommunikation. Bei der Weltmeisterschaft vom 26. bis 30. Juni in Eindhoven wird die Freie Universität Berlin mit weiterentwickelten Fußballrobotern antreten, die nach einem Sturz besonders schnell wieder aufstehen können, sowie mit dem leichteren und größeren neuen Roboter. Die FUmanoids werden bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 8. Juni auf dem Dahlemer Campus gezeigt. Bei dieser Veranstaltung werden die neuen humanoiden Roboter im Spiel zu erleben sein.

Die vier kleineren Roboter sind 60 Zentimeter groß, wiegen jeweils etwa vier Kilogramm und bewegen sich ohne jegliche Steuerung von außen. Zum ersten Mal ist ein Humanoid der neuen Generation dabei, der 90 Zentimeter misst und mit einer innovativen Mechanik ausgestattet ist.

Weitere Informationen

Professor Dr. Raúl Rojas, Institut für Informatik, Tel.: 030 / 838-75130, E-Mail: rojas@inf.fu-berlin.de