Springe direkt zu Inhalt

Wenn Weltbilder Kopf stehen

Projekt von Studierenden der Freien Universität und der Humboldt-Universität / Ausstellungseröffnung am 23. November 2012

Nr. 359/2012 vom 22.11.2012

Eine Wanderausstellung über die Welt-Vorstellungen verschiedener Epochen und Kulturen wird am 23. November 2012 an ihrem neuen Ausstellungsort an der Freien Universität Berlin eröffnet. Unter dem Titel „Auf den Kopf gestellt! Welt-Bilder – Bild-Welten“ wurde die Ausstellung im Rahmen einer interdisziplinären Lehrveranstaltung von Studierenden der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt. Angeleitet wurden sie dabei von Experten der beiden Universitäten und der Staatsbibliothek zu Berlin, die auch im Exzellenzcluster Topoi und im Museumswesen verankert sind. Die Ausstellung ist bis zum 31. März 2013 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Wie sieht unsere Welt aus? Jede Zeit und jede Kultur findet ihre eigene Antwort auf diese Frage. Gerade antike Vorstellungen blieben über lange Zeit einflussreich, zum Teil sogar bis heute. Ziel der Ausstellung ist es aufzuzeigen, wie Weltbilder konstruiert, dekonstruiert und im Fall der antiken Weltbilder auch rekonstruiert werden. Dazu werden die Sehgewohnheiten der Besucher im Wortsinn auf den Kopf gestellt: Die gesamte Ausstellung ist in eine 15 Quadratmeter große, nach Süden ausgerichtete Weltkarte integriert. Diese australisch-neuseeländische Perspektive konterkariert bewusst die eurozentrisch-genordete Sicht der Welt.

Geleitet wurde die Lehrveranstaltung im Wintersemester 2011/12 von Wolfgang Crom, dem Leiter der Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und Mitglied des Exzellenzclusters Topoi, Joachim Kallinich, Honorarprofessor für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität und ehemaliger Direktor des Museums für Kommunikation in Berlin, sowie Nicola Zwingmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität im Arbeitsbereich Historische Geographie des antiken Mittelmeerraumes und ebenfalls Mitglied des Exzellenzclusters Topoi. Die Studierenden lernten im Rahmen des Kurses die verschiedenen Arbeitsschritte kennen: ein Konzept zu entwickeln, eine Ausstellungsidee umzusetzen, eine Begleitschrift zu erstellen und sich um die Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern.

Zeit und Ort

  • 23. November 2012 bis 31. März 2012, Friedrich-Meinecke-Institut, Koserstr. 20, 14195 Berlin,
  • Montags bis freitags, 7 – 20.00 Uhr

Weitere Informationen

Nicola Zwingmann, Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich ‚Historische Geographie des antiken Mittelmeerraumes‘ (Exzellenzcluster Topoi), E-Mail: nicola.zwingmann@fu-berlin.de

Im Internet

www.topoi.org/knowledge-transfer/exhibitions-and-events/exhibitions/weltbilder