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Professor Dr. Dr. Jürgen Kocka mit Ordensinsignien des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt

Historiker der Freien Universität von Wissenschaftssenator ausgezeichnet

Nr. 293/2009 vom 23.10.2009

Professor Dr. Dr. Jürgen Kocka, Historiker an der Freien Universität Berlin, sind von  Wissenschaftssenator Professor Dr. E. Jürgen Zöllner die Ordensinsignien des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt worden. Damit werden die Verdienste des 1941 geborenen Historikers gewürdigt, der seit 1988 an der Freien Universität Berlin lehrt und forscht.

„Professor Kocka ist ein ausgezeichneter Wissenschaftler, dem unser Land viel zu verdanken hat“, sagte der Senator in der Laudatio. „Professor Kocka hat sich von Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn an als Brückenbauer ausgezeichnet. Angefangen von seiner deutlichen internationalen Ausrichtung in Forschung und Lehre, durch seine theoretischen Ausarbeitungen zum historischen Vergleich hat er selbst eine Vielzahl von Qualifikationsarbeiten angestoßen und betreut, die explizit komparativ konzipiert waren“, so Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner weiter.

Jürgen Kocka studierte von 1960 bis 1965 Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Marburg, Wien, Berlin und Chapel Hill (North Carolina). Nach der Promotion im Jahr 1968 und der Habilitation wirkte er von 1973 bis 1988 als Professor an der Universität Bielefeld. Als Gastprofessor bzw. Fellow war er u.a. in Princeton, Jerusalem, Stanford und Paris. Seit 1988 ist er Professor für Geschichte der industriellen Welt an der Freien Universität Berlin sowie seit 1991 ständiges Mitglied des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Von 2001 bis 2007 war er  Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin, dem größten sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum in Europa. Seit 2007 ist er Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Gastprofessuren führten ihn unter anderem nach Chicago, Jerusalem und Paris. Sein wissenschaftliches Wirken wurde durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem im Jahr 1992 mit der Verleihung des Leibniz-Preises. Seine internationale Anerkennung zeigte sich unter anderem in der Präsidentschaft des Internationalen Historikerverbandes (CISH), die er von 2000 bis 2005 innehatte.