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Taghelle Nacht

Zum Abschluss der „Langen Nacht“ taucht ein Pyro-Künstler die Freie Universität in leuchtende Farben – er entwarf bereits die Feuerwerke für Michael Jackson, Rammstein und Marius Müller-Westernhagen

Nr. 182/2008 vom 12.06.2008

Feuerwerk

Feuerwerk
Bildquelle: PYRO ARTS

Es war ein riskantes Unterfangen, so etwas hatte es vorher auf deutschem Boden noch nicht gegeben. Den Kaiser, Maximilian I., sollte es beeindrucken. Ihm zu Ehren stopften im Jahr 1507 Feuerwerks-Pioniere gut 600 Explosionskörper in ein Fass, hievten sie an Bord eines Schiffes und zündeten sie mitten auf dem Bodensee – das erste Feuerwerk in Deutschland ging zu Beginn des Konstanzer Reichstages in die Luft. 

500 Jahre später ist ein Feuerwerk bei weitem nichts Einmaliges mehr. Seine Faszination hat es jedoch nie verloren: Rockstars reichern ihre Bühnenshows mit spektakulären Pyro-Effekten an, zum Jahreswechsel investieren die Deutschen Millionen in ihre privaten Feuerwerke und Großereignisse wie die Olympischen Spiele setzen jedes Mal auf explosive Abschluss-Shows. Doch die Lichtkünstler, die die Farben in den Himmel zaubern, bleiben dabei meist im Dunkeln.

Zum Abschluss der „Langen Nacht“ wird einer der erfahrensten und erfolgreichsten Feuerwerks-Künstler den Himmel über der Freien Universität in prächtige Farben tauchen: Hans-Georg Kehse hat mit seiner Firma „PYRO-ART“ bereits die Feuerwerke für Michael Jackson, Rammstein und Marius-Müller-Westernhagen entworfen, er hat das Jahr 2000 mit einem Feuerwerk auf der Akropolis in Athen willkommen geheißen, er hat 2,7 Millionen Mark bei der 750-Jahr-Feier Berlins verfeuert.

Knapp einen Monat haben er und sein Team eine farbenprächtige Choreographie für den Abschluss der „Langen Nacht“ konzipiert, haben sich um Genehmigungen gekümmert und das Show-Design geplant. Zu sehen sein wird sie vom gesamten Campus in Dahlem, der wahrscheinlich beste Platz zum Gucken ist allerdings der Parkplatz hinter der „Silberlaube“ in der Habelschwerdter Allee 45. Das Gebäude wird von Magnesiumfeuern in feuriges Rot getaucht, römische Lichter und Batterie-Feuerwerk werden den Nachthimmel erleuchten – zwar kein Feuerwerk der Superlative, dennoch eine beeindruckende Show, die Akzente setzt. Der Pyro-Künstler selbst wird davon allerdings nicht viel mitbekommen: Er und sein Team müssen alles sekundengenau steuern. „So ein Feuerwerk ist wie ein Flugzeug“, sagt Kehse, „entweder es fliegt oder es stürzt ab.“

Zeit und Ort:
23.45 bis 23.55 Uhr, zu sehen vom ganzen Campus Dahlem aus, besonders gut vom Parkplatz Habelschwerdter Allee 45, Haus 8, 14195 Berlin


Allgemeine Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaften:

  • Termin: Samstag, 14. Juni 2008, von 17.00 Uhr bis 1.00 Uhr

  • Mehr im Internet unter: www.fu-berlin.de/langenacht

  • Programmhefte können unter abt6@zedat.fu-berlin.de bestellt werden. Sie liegen in zahlreichen Geschäften in Dahlem aus. Erhältlich sind sie ferner im Unishop und am Infostand des Studentenwerks in der Habelschwerdter Allee 45 sowie im Präsidium der Freien Universität, Kaiserswerther Straße 16–18 (Foyer).

  • Tickets und Kassenstände:
    Eintrittspreise: 12 Euro; erm. 8 Euro (im Vorverkauf bis 13. Juni 10 Euro / 6 Euro); Familienticket: 24 Euro (im Vorverkauf 20 Euro, bis max. 5 Pers., davon bis 2 Erwachsene); Kinder bis 6 Jahre: Eintritt frei; Spät-Ticket: 5 Euro (Verkauf an Abendkassen ab 23.00 Uhr).

  • Vorverkauf: bei allen S-Bahn-Ticket-Verkaufsstellen und S-Bahn-Verkaufsautomaten

  • Abendkassen in Dahlem: Infostand nahe U-Bahnhof Dahlem-Dorf (Berliner Volksbank) sowie in vielen teilnehmenden Instituten.

  • Journalisten erhalten bei Vorlage eines gültigen Presseausweises freien Eintritt.