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Zum besseren Verständnis des Islams beitragen

Arabistik-Professorin der Freien Universität Berlin erhält Förderpreis für kritischen Handkommentar zum Koran

Nr. 142/2006 vom 06.07.2006

Ziel der Arabistik-Professorin ist es, den Koran als einen Text der Spätantike wiederherzustellen und ihn so als Teil eines mit Judentum und Christentum geteilten Erbes erkennbar zu machen. Sie will zeigen, dass der später durch die Exegese als exklusiv-islamische heilige Schrift vereinnahmte Koran eine Ideenwelt reflektiert, die zu der frühen jüdischen und der christlichen Religion enge Gemeinsamkeiten aufweist. Durch den Handkommentar soll der Koran dem westlichen Leser erstmals als das Dokument einer ökumenischen Auseinandersetzung vorgestellt werden.

Das Buch richtet sich gleichermaßen an Studierende der Orientwissenschaften wie an interessierte Laien. Es soll praktisch handhabbar sein, denn jeder Sure wird ein Gliederungsschema vorangestellt. Es wird anschaulich gezeigt werden, dass der ursprünglich mündlich überlieferte Koran keine chaotische Anhäufung von Versen ist, sondern eine literarische und formale Einheit.

Die Initiative „Pro Geisteswissenschaften“ wurde 2005 ins Leben gerufen. In diesem Jahr werden Projekte im Umfang von insgesamt 4,6 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Angelika Neuwirth, Seminar für Semitistik und Arabistik der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-52698, E-Mail: angelikaneuwirth@hotmail.com