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Fußball-Roboter der Freien Universität gewinnen bei der German Open

FU-Fighters siegen 7 zu 3

Nr. 93/2002 vom 16.04.2002

Die FU-Fighters, das Roboterfußball-Team der Freien Universität Berlin, hat am Sonntag bei der German Open in Paderborn den ersten Platz in der Liga der kleinen Roboter belegt. Die German Open ist ein Vorbereitungsturnier für die Weltmeisterschaft im Roboterfußball, die im Juni in Japan ausgetragen wird. Beim German Open haben alle wichtigen Teams aus Europa teilgenommen. Das Turnier wird unter anderem deshalb als Europameisterschaft angesehen.

Das Berliner Team hat die Vorrunde ohne Gegentor überstanden und gegen drei Teams mit der maximal erreichbaren Differenz von 10 zu 0 Toren gewonnen. Im Endspiel traten sie gegen das portugiesische Team 5DPO an, das eine defensive Taktik gegen die technisch besseren Berliner Roboter verwendete. Sie fuhren fast dreimal schneller als die Portugiesen und ihre Ballbehandlung war präziser. Am Ende hieß es 7 zu 3 für das Berliner Team.

Die Berliner Roboter haben einen Durchmesser von 18 cm, sind völlig autonom und spielen auf einem 2,8 x 2,4 m großen Spielfeld. Die größte Herausforderung in dieser Liga ist es, die Roboter trotz ihrer großen Geschwindigkeit kontrolliert zu führen und kooperativ zu steuern. Dies ist den FU-Fighters beim German Open hervorragend gelungen.

Zum ersten Mal standen auch die großen Roboter der FU Berlin bei der German Open auf dem Spielfeld. Die großen Roboter haben einen Durchmesser von 50 cm, sind 7 kg schwer und tragen einen Laptop auf dem Rücken. In der Liga der großen Roboter wird auf einem 10 x 5 m großen Spielfeld gespielt. Bei ihrem Debüt haben die FU-Fighters ein Spiel gewonnen und gegen die Universität Ulm unentschieden gespielt. Gegen den diesjährigen Sieger der German Open in dieser Liga, ein Team des Philips Forschungszentrums aus den Niederlanden, haben die FU-Fighters nur knapp mit 3 zu 2 verloren. Die Philips Roboter wiegen 35 kg, also jeder einzelne mehr als das gesamte Berliner Team.

Die FU-Fighters werden bei der RoboCup Weltmeisterschaft 2002 in Fukuoka, Japan, mit ihren beiden Teams antreten. In der Liga der kleinen Roboter gehören sie zu den Favoriten. In der Liga der großen Roboter werden sie sich, vor allem durch die Montage eines Schußapparats, gegenüber der German Open steigern.

RoboCup ist eine Initiative mit dem Ziel, vollständig autonome Roboter zu entwickeln, die sich die Umwelt selbst erschließen können und in unvorhergesehenen Situationen selbstständig handeln können. Solche Roboter sollen in ferner Zukunft bestimmte Aufgaben übernehmen, die für Menschen zu gefährlich sind. In naher Zukunft helfen sie, den Menschen, seine Motorik und Sinnesverarbeitung, besser zu verstehen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Raul Rojas, Institut für Informatik, Tel.: 030/838-75130 und im Internet: www.fu-fighters.de, www.robocup-german-open.de und www.robocup.org