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Gastprofessur / Gastdozentur

Die Gastprofessur setzt die Stellung als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer oder die Einstellungserfordernisse des § 100 BerlHG voraus; die Gastdozentur setzt die Promotion voraus. Eine Mindestdauer für eine Gastprofessur oder eine Gastdozentur gibt es nicht. Wenn sie aus Haushaltsmitteln finanziert wird, erfolgt der Vertragsabschluss grundsätzlich lediglich für die Vorlesungszeit, bei der Finanzierung aus Drittmitteln kann das gesamte Semester finanziert werden.

Wenn die für die Übernahme einer Gastprofessur oder -dozentur vorgesehenen Personen in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit einer anderen Institution stehen, müssen sie sich im erforderlichen Umfang an ihrer Heimatinstitution beurlauben oder freistellen lassen (Sonderregelungen können für ausländische Personen gelten sowie für diejenigen, die rein zu Forschungszwecken an die Freie Universität Berlin kommen).

Eine Beteiligung an der Lehre ist grundsätzlich vorgesehen und beträgt mindestens die Hälfte des üblichen Lehrdeputats (i.d.R. neun LVS bei W2/W3-Professuren).

Es wird ein freies Dienstverhältnis nach § 113 Abs. 1 BerlHG abgeschlossen, das nicht an die Tarifvorgaben gebunden ist.

Die Pauschalvergütung beträgt 4.500 € brutto pro Monat für eine volle Gastprofessur (plus bis zu 300 € pro Monat, wenn diese bereits über eine Berufserfahrung von mindestens einem Jahr hauptberuflicher Tätigkeit in einem entsprechenden Aufgabengebiet verfügt) bzw. 6.000 € pro Monat, wenn die Gastprofessorin oder der Gastprofessor bereits hauptberuflich an einer anderen deutschen Hochschule als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer tätig ist.

Wenn der Drittmittelgeber in der Zuwendung andere Summen erlaubt, können auch diese gezahlt werden. Die Pauschalvergütung ist sozial- und steuerpflichtig.

Die vollständige „Verwaltungsrichtlinie über die Einstellung von Gastprofessorinnen und Gastprofessoren sowie von Gastdozentinnen und Gastdozenten“ finden Sie hier: http://www.fu-berlin.de/service/zuvdocs/fu-rundschreiben/2016/rundschreiben-v-05-2016.pdf.