Neues Wiki zur Statistik

Fu:stat, die Beratungseinrichtung für Statistik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, hat ein neues Wiki eingerichtet

31.05.2017

Das fu:stat-Team um Prof. Dr. Ulrich Rendtel (hinten 3. v. r.).

Das fu:stat-Team um Prof. Dr. Ulrich Rendtel (hinten 3. v. r.).
Bildquelle: Jonas Huggins

Das Team um Statistikprofessor Ulrich Rendtel berät kostenfrei Masterstudierende und Doktoranden der Freien Universität, die in ihren Arbeiten Daten statistisch auswerten wollen. Ob Archäologie, Wirtschaftswissenschaft oder Veterinärmedizin – die Hilfesuchenden kommen aus allen Fachbereichen. Nun hat das Beraterteam von fu:stat ein Wiki eingerichtet, das Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen liefert.

Herr Professor Rendtel, was genau machen Sie und Ihr Team von fu:stat?

In erster Linie leisten wir statistische Beratung bei Promotionen, Masterarbeiten und anderen Forschungsprojekten. Über das Jahr verteilt geben wir rund 300 Beratungen. Wir haben es manchmal mit sehr aufwendigen methodischen Projekten zu tun. So haben wir einmal Archäologen dabei geholfen, eine Karte zu erstellen, die die Entwicklung der menschlichen Körpergröße in den vergangenen 15.000 Jahren zeigte. Die Archäologen haben zunächst die Daten zu den Knochen geliefert, dann haben wir zusammen die durchschnittliche Körpergröße rekonstruiert.

Worum geht es in dem neuen Wiki?

Bei den Beratungen kommen häufig die gleichen Fragen auf. Um diese zu beantworten, haben wir das Wiki aufgebaut. Oft wird gefragt, ob der mitgebrachte Datensatz repräsentativ sei oder wie sich die Daten mit einer bestimmten Software bearbeiten und darstellen lassen. Und die Studierenden fragen nach Tabellen und Modellen. Ein gutes Jahr haben wir schon an den Texten des Wiki gearbeitet. Ein Wiki ist im Grunde nie fertig, aber es soll nun für alle zugänglich gemacht werden.

Wie kam es eigentlich zu der Idee für fu:stat?

Bevor fu:stat 2008 gegründet wurde, kamen so viele Studierende mit der Bitte um Hilfe in meine Sprechstunde, dass ich das nicht allein bewältigen konnte. So hatte ich die Idee für eine Beratungsstelle. Die Stellen werden teils zentral, teils von den am Projekt beteiligten Fachbereichen finanziert. Es besteht ein Trend zu mehr empirischen Arbeiten. Datensätze gibt es heute im Internet umsonst, auch die Software ist gut. Aber bei der Ausbildung müssten wir noch mehr machen, das merken wir in der Beratungsstelle. Bei uns im Team sind einige studentische Hilfskräfte beschäftigt, ohne die es nicht ginge. Die lernen dabei selbst einiges – in der Beratung entwickeln sie manchmal eigene Ideen für ihre Forschungsarbeiten. Darauf sind wir dann schon stolz.

Die Fragen stellte Peter Schraeder