Kartoffeln satt
Die Freie Universität beteiligte sich an der Aktion „4.000 Tonnen Kartoffeln für Berlin“ und verteilte eine Tonne „Agria“ an Studierende, Mitarbeitende und Anwohner*innen
23.01.2026
Essen „für umme“ und gleichzeitig noch die Welt – naja, Lebensmittel – retten: Mit diesem Angebot mussten Leon Obendorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Chemie und Biochemie, und Jakob Piel, ehrenamtlicher Mitarbeiter beim FUdsharing der Initiative SUSTAIN IT!, nicht lange auf Kund*innen warten. Die beiden hatten die Freie Universität bei der Aktion 4.000 Tonnen Kartoffeln für Berlin angemeldet.
Ein Kartoffelhof in Leipzig musste beste Kartoffeln schnell loswerden, weil der Markt sie nicht abnahm. Damit sie nicht in den Müll wandern, organisierten die Berliner Suchmaschine Ecosia und die Berliner Morgenpost die Verteilung durch Kirchengemeinden, Schulen, Sportvereine, die Berliner Tafel, Nachbarschaftsinitiativen, soziale Einrichtungen oder engagierte Privatpersonen. Diese erhielten jeweils eine Tonne, um sie kostenlos an Menschen in der Nachbarschaft zu auszugeben.
Statt um 14 Uhr, wie zunächst angekündigt, war die Lieferung schon um 11 Uhr da. Die Organisatoren Jakob Piel (l.) und Leon Obendorf (r.) waren happy.
Bildquelle: Constanze Kaul
Am Donnerstag, 22. Januar 2026, wurde dann tatsächlich eine Tonne Kartoffeln in der Van’t-Hoff-Straße 6 angeliefert und aus dem Vorraum der Mensa Shokudō (FU I) verteilt – an alle, die sich anstellten. Sorte: Agria, mehligkochend, ungewaschen, aus konventionellem Anbau.
Für den hübschesten Jute-Beutel hatten die Organisatoren einen Preis ausgelobt.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher
„Bring your own bag“ – bringt eure Jutebeutel mit – hieß es in der Ankündigung auf dem Instagram-Account @berlinscico, der sonst für ein Seminar über Wissenschaftskommunikation genutzt wird. Für Leute ohne Beutel hatte das Team ein paar Kartons parat. Nach nur eineinhalb Stunden waren die meisten Kartoffeln verteilt, den Rest übernahmen die erfahrenen Lebensmittelretter*innen von FUdsharing@SUSTAINIT!, um sie am Freitag in der Habelschwerdter Allee 45 auszugeben.
Inspirationen für die Zubereitung steuerte der Instagram-Kanal der Freie Universität @fu_berlin bei: Kartoffelbrei mit Butter und Schnittlauch, Ofenkartoffeln mit Sour Cream, Bohnen und Käse – das sollte auch ohne viel Koch-Know-how machbar sein. Auch das Studierendenwerk beteiligt sich an der Kampagne „Rettet die Knolle“ und wird in nächster Zeit mehr Kartoffelgerichte in der Mensa anbieten.



