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Gegen das Vergessen

Ein Audiobeitrag über den gewaltsamen Tod des Biochemie-Doktoranden Mahmud Azhar, der vor 30 Jahren, am 6. März 1990, an den Folgen eines rassistischen Überfalls verstarb / Öffentliche Gedenkveranstaltung verschoben

06.03.2020

Was am Abend des 7. Januar 1990 am Ostpreußendamm 111 in Berlin Lichterfelde, dem damaligen Sitz des Instituts für Biochemie der Freien Universität Berlin, geschah, ist in Polizeiakten und Zeitungsberichten festgehalten. Wie aber kam es zu dem rassistisch motivierten Angriff auf den aus Pakistan stammenden Wissenschaftler Mahmud Azhar? Wer war der aus der DDR stammende 25-jährige Täter? Wie weit waren Rassismus und rechtsextreme Gewalt in der DDR verbreitet? Im Audiobeitrag „Der Tod von Mahmud Azhar“ reflektiert Journalist Philipp Eins gemeinsam mit Jochen Staadt, Projektleiter im Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität, das Geschehene.

Freie Universität, 2020 / Moderation, Skript und Produktion: Philipp Eins; Mitarbeit: Arvid Peschel

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Gedenktafel wird auf den Campus verlegt

Eine Gedenktafel zur Erinnerung an Mahmud Azhar hängt am Tatort, einem früheren Universitätsgebäude am Ostpreußendamm in Lichterfelde. Heute wird das Gebäude nicht mehr von der Universität genutzt. Um auf dem Campus der Freien Universität Berlin die Erinnerung an Mahmud Azhar wachzuhalten, soll die 1992 am ehemaligen Standort des Instituts für Biochemie angebrachte Gedenktafel nach Dahlem verlegt werden.

Die Tafel wird im Rahmen einer öffentlichen Gedenkveranstaltung verlegt, deren Termin am 22. April 2020 wegen der Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus verschoben werden muss. Über einen neuen Termin werden wir Sie hier informieren.