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Rechtswissenschaft

Bewerberinnen und Bewerber für das erste Fachsemester nutzen für diesen Studiengang bitte das Dialogorientierte Serviceverfahren.

- Erste juristische Prüfung

Fachbereich Rechtswissenschaft
Adresse
Van't-Hoff-Str. 8
14195 Berlin
Telefon
(030) 838-525 22, 838-525 24
Telefax
(030) 838-525 29

Im Studiengang Rechtswissenschaft geht es darum, das Recht mit Verständnis auch für dessen philosophische, geschichtliche, gesellschaftliche, wirtschaftliche und rechtspolitische Grundlagen zu erfassen. Insbesondere sollen die Studierenden das erforderliche Wissen erwerben, sich in der Rechtsanwendung üben und Methoden und Maßstäbe zur Kritik juristischer Entscheidungen sowie zur Gestaltung von Recht und Rechtswirklichkeit entwickeln und anwenden lernen.

Dabei werden Bezüge zur juristischen Berufspraxis hergestellt, Arbeitsmethoden und -ergebnisse anderer Wissenschaften einbezogen und das wissenschaftliche Arbeiten der Studierenden gefördert. Neben rechtswissenschaftlicher Fremdsprachenkompetenz (z.B. englische, französische, türkische und spanische Fachterminologie) soll das Studium auch Schlüsselqualifikationen wie Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Streitschlichtung, Mediation, Rhetorik, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit vermitteln. Auch ein dreimonatiges Praktikum gehört zum Studium.

Ge­genstand des Studiums sind Pflichtfächer sowie ein von den Studierenden zu bestimmender Schwerpunktbereich. Pflichtfächer sind die Kernbereiche des Bürgerlichen Rechts, des Straf­rechts, des Öffentlichen Rechts sowie der jeweiligen Verfahrensrechte (Zivil- und Strafverfahrensrecht, Verwaltungs- und Verfassungsprozessrecht) einschließlich des Europarechts, der rechtswis­senschaftlichen Methoden und der philosophischen, ge­schichtlichen und gesell­schaftlichen Grundlagen. Hinzu treten Fremd­sprachenfach­kompetenz und Schlüsselqualifikationen. Die Schwerpunktbereiche dienen der Ergänzung des Studiums, der Vertiefung der mit ihnen zusammenhängenden Pflichtfächer sowie der Vermittlung interdisziplinärer und inter­natio­naler Bezüge des Rechts.

Mehrere Standortvorteile zeichnen das Studium der Rechtswissenschaft am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin aus.

Exzellente Infrastruktur:

Der Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin verfügt in seinem Hauptgebäude über eine der größten juristischen Bibliotheken Deutschlands mit umfangreichen Freihandbeständen, vielen Optionen zur Internetrecherche und einer großen Anzahl von Arbeitsplätzen. Dazu kommen im gleichen Gebäude drei eigene Hörsäle, die technisch auf dem neusten Stand ausgerüstet sind und zahlreiche eigene Seminarräume im Nebengebäude. Nicht zu vergessen sind schließlich die eigene Mensa im Hauptgebäude des Fachbereichs Rechtswissenschaft und die Vegetarische Mensa der Freien Universität in unmittelbarer Nähe auf dem grünen Campus in Dahlem. Der Fachbereich ist zudem durch die U-Bahn Station „Freie Universität“ (Linie U3) verkehrstechnisch sehr gut angebunden.

Breite Unterstützung im Studium:

Im modularisierten Studiengang wird der gesamte Pflichtfachstoff während der ersten fünf Semester sukzessive in Vorlesungen und Kleingruppenveranstaltungen (Methodenkurse, Tutorien) unterrichtet und geprüft sowie im vierten Studienjahr im Rahmen eines kostenfreien Universitätsrepetitoriums mit 44 Probeklausuren zur Vorbereitung auf die staatliche Pflichtfachprüfung („Staatsexamen“) konzentriert wiederholt.

Es existieren zur Unterstützung der Präsenzlehre zahlreiche E-Learning-Kurse, die rege nachgefragt werden.

Innovatives Studiengangskonzept:

In den Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der ersten juristischen Prüfung ist ein Bachelor of Laws (LL.B.) integriert. Dieser bedeutet nicht nur eine Rückfalloption und psychologische Entlastung bei der Ablegung der staatlichen Prüfung („Staatsexamen“) im Rahmen der ersten juristischen Prüfung, sondern nach dem Erlangen des LL.B. auch andere erwerbsbiographische Optionen wie z.B. der Anschluss konsekutiver Masterstudien-gänge oder der frühzeitige Einstieg in das Berufsleben, während die Option auf ein späteres Ablegen der ersten juristischen Prüfung bestehen bleibt, solange sich deren Zugangsvorausetzungen nicht ändern (u.a. aufgrund des Deutschen Richtergesetzes.

Internationale Mobilität

Der Fachbereich fördert in besonderem Maß die internationale Mobilität seiner Studierenden. So ist es möglich, den kompletten einjährigen Schwerpunktbereich des Studiums und die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung an 50 (!) von insgesamt 70 ausländischen Partneruniversitäten zu absolvieren. An 9 weiteren Partneruniversitäten kann aktuell ein Schwerpunktbereichsteilstudium (während eines Semesters) absolviert werden.

Im Rahmen des ERASMUS-Programms stehen den Studierenden am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Studienplätze an folgenden Studienorten zur Verfügung: Antwerpen, Brüssel, Liège, Helsinki, Genf, Fribourg, Lausanne, Zürich, Barcelona, Granada, Madrid, Grenoble, Lyon, Paris, Straßburg, Birmingham, Colchester, Coventry, Glasgow, London, Sheffield, Athen, Thessaloniki , Bologna, Rom, Limerick, Split, Riga, Vilnius, Bergen, Oslo, Amsterdam, Nijmegen, Lissabon, Breslau, Krakau, Warschau, Linz, Wien , Stockholm, Ljubljana, Prag sowie Jerusalem, Tel Aviv, Ankara, Antalya und Istanbul.

Weiterhin kooperiert der Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin im „International Legal Network of Excellence“ mit Universitäten in Barcelona, Mailand, Paris, Maastricht, Wien, Sankt Gallen und Singapur (THEMIS-Programm). Studierende, die das integrierte Studien- und Praxisprogramm des Themis-Netzwerks absolvieren, erwerben das „Joint Certificate in International and Business Law“.

Der Fachbereich Rechtswissenschaft bietet in Zusammenarbeit mit einigen weltweit renommierten juristischen Fakultäten die Möglichkeit, grenzüberschreitende rechtliche Problemkreise in einem multikulturellen und transnationalen Umfeld im Rahmen eines Studiums am Center for Transnational Legal Studies (CTLS) in London zu erforschen. Die Freie Universität Berlin kooperiert dabei u.a. mit der Georgetown University Law Center, University of Fribourg, Hebrew University of Jerusalem, King`s College London, Melbourne Law School, National University of Singapore, University of Torino und der University of Toronto.

Weitere internationale Studienoptionen bieten die zahlreichen Partneruniversitäten des Fachbereichs in USA, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, Chile, Brasilien und Russland.

Der Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin ermöglicht seinen Studierenden die Teilnahme an authentischen Simulationen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen (Model European Union und Model United Nations) sowie an internationalen und nationalen Wettbewerben (European Law Moot Court, Philip C. Jessup International Law Moot Court, Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court, Soldan Moot Court, Moot Cout am Bundesarbeitsgericht).

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Lokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., 5., 7., 9., zum Sommersemester für das 2., 4., 6., 8. Fachsemester)
Bewerbungs- und Anmelde­zeitraum
Für das 1. Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester), für höhere Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester)
Studienbeginn
Wintersemester
Studienplätze im ersten Fachsemester*
401
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Erste Juristische Prüfung (mit integriertem Bachelor of Laws)
Regel­studien­zeit
9 Semester

* Quelle: Zulassungsordnung der Freien Universität Berlin

Der Studiengang Rechtswissenschaft mit dem Abschlussziel der ersten juristischen Prüfung umfasst Module in einem zweisemestrigen Einführungsbereich, in einem viersemestrigen Aufbau- und Schwerpunktbereich sowie einem zweisemestrigen Vertiefungsbereich unter Einschluss der universitären Prüfungszeiten. Das neunte Fachsemester ist für die staatliche Pflichtfachprüfung vorgesehen.

Mit der erfolgreichen Absolvierung der Module des Einführungsbereichs legen die Studierenden die studienbegleitende Zwischenprüfung ab. Im Schwerpunktbereich (5. und 6. Fachsemester) erfolgt die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung. In dem gewählten Schwerpunktbereich müssen die Pflichtmodule zweier Unterschwerpunkte belegt werden.

Studierenden, die alle Fachmodule der ersten sechs Fachsemester, alle Module der Berufsvorbereitung sowie die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung einschließlich der Studienabschlussarbeit erfolgreich abgeschlossen haben, kann auf Antrag ein Bachelor of Laws (LL.B) verliehen werden.  

Ein Auslandsstudium ist für das 5. und 6. Semester (Auslandstudienjahr) oder das 7. und 8. Semester (Auslandsstudienjahr oder Auslandsemester) vorgesehen. Am FB Rechtswissenschaft der FU Berlin besteht zudem die sonst eher seltene Möglichkeit, das Schwerpunktbereichsstudium inklusive universitärer Schwerpunktbereichsprüfung komplett im Ausland zu absolvieren. Es bestehen umfassende Anerkennungsmöglichkeiten für über 45 Partneruniversitäten.

Um die erste juristische Prüfung abzuschließen, muss darüber hinaus die staatliche Pflichtfachprüfung absolviert werden. Wer beide Prüfungen bestanden hat, kann sich vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin den akademischen Grad „Diplom-Juristin/Diplo m-Jurist“ verleihen lassen.

Das Gemeinsame Juristische Prüfungsamt der Länder Berlin und Brandenburg (GJPA) nimmt die staatliche Pflichtfachprüfung der ersten juristischen Prüfung ab. Wer diese bestanden hat, wird auf Antrag durch Bescheid in den Vorbereitungsdienst (öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis) aufgenommen. Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst wird mit der zweiten juristischen Staatsprüfung abgeschlossen.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studien- und Prüfungsordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die im Studium zu erwerbenden Fremdsprachenkompetenzen und Schlüsselqualifikationen sind ebenfalls genannt. Die Studien- und Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module sowie der Zwischenprüfung und universitären Schwerpunktbereichsprüfung. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für die einzelnen Module und das gesamte Studium angegeben.

Rechtswissenschaft, Erste juristische Prüfung

Pflichtfächer (in den Studienbereichen Grundlagenfächer, Bürgerliches Recht, Strafrecht und Öffentliches Recht) im Einführungsbereich (50LP)
Studienbereich Grundlagenfächer: (16 LP)
Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte
Rechtstheorie
Studienbereich Bürgerliches Recht: (11LP)
Einführung in das Bürgerliche Recht
Allgemeines Schuldrecht,
Studienbereich Strafrecht: (12 LP)
Einführung in das Strafrecht I und Delikte gegen die Person
Einführung in das Strafrecht II und Eigentumsdelikte
Studienbereich Öffentliches Recht: (11 LP)
Einführung in das Öffentliche Recht
Grund- und Menschenrechte
Pflichtfächer (in den Studienbereichen Bürgerliches Recht, Strafrecht und Öffentliches Recht) plus Modul Thematische Vertiefung im Aufbaubereich (60 LP)
Studienbereich Bürgerliches Recht: (25 LP)
Besonderer Teil des Schuldrechts
Sachenrecht
Nebengebiete des Bürgerlichen Rechts: Familienrecht/Erbrecht/Handels- und Gesellschaftsrecht/Arbeitsrecht
Zivilverfahrensrecht
Studienbereich Strafrecht: (11LP)
Vermögensdelikte und weitere ausgewählte Delikte
Strafverfahrensrecht
Studienbereich Öffentliches Recht: (19 LP)
Europarecht und internationale Bezüge des Grundgesetzes
Allgemeines Verwaltungsrecht und Verwaltungsprozessrecht
Materien des Besonderen Verwaltungsrechts
Modul thematische Vertiefung aus einem der drei Studienbereiche (5 LP)
Schwerpunktbereichsstudium (25 LP) – 2 Unterschwerpunkte müssen von einem der folgenden Schwerpunktbereiche gewählt werden
Schwerpunktbereich Grundlagen des Rechts
Römische Rechtsgeschichte
Deutsche Rechtsgeschichte
Rechtstheorie
Rechtsvergleichung
Schwerpunktbereich Verbraucherprivatrecht, Privatversicherungsrecht und Internationales Privatrecht
Deutsches und europäisches Verbraucherprivatrecht
Privatversicherungsrecht
Internationales Privatrecht
Schwerpunktbereich Unternehmens- Wirtschafts- und Steuerrecht
Wettbewerbs- und Regulierungsrecht
Immaterialgüterrecht und gewerblicher Rechtsschutz
Gesellschaftsrecht
Allgemeines Steuerrecht
Konzern- und Umwandlungsrecht
Bilanz- und Steuerrecht
Schwerpunktbereich Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
Individualarbeitsrecht
Kollektivarbeitsrecht
Sozialversicherungsrecht
Schwerpunktbereich Strafrechtspflege und Kriminologie
Kriminologie
Grundlagen des Strafrechts und Wirtschafts- bzw. Umweltstrafrecht
Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht
Sanktionenrecht und Strafvollzugsrecht
Grundlagen des Strafrechts und Sanktionenrecht
Schwerpunktbereich Wirtschaft, Umwelt und Soziales
Öffentliches Wirtschaftsrecht
Deutsches und Europäisches Umweltrecht
Sozialversicherungsrecht, insbesondere Krankenversicherungsrecht
Schwerpunktbereich Internationalisierung der Rechtsordnung
Völkerrecht
Europarecht
Rechtsvergleichung
Repetitorium zu den Studienbereichen Bürgerliches Recht, Strafrecht und Öffentliches Recht im Hauptstudium (30 LP)
Bürgerliches Recht (220 Stunden; 18 Klausuren)
Strafrecht (132 Stunden; 11 Klausuren)
Öffentliches Recht (176 Stunden; 15 Klausuren)
Studienbereich BV im (30 LP)
Rechtswissenschaftliche Fremdsprachenkompetenz
Schlüsselqualifikationen in fachnahen und zentralen Kompetenzbereichen
Praktikum (13 Wochen)

Die meisten Absolventen des rechtswissenschaftlichen Studiums ergreifen den Anwaltsberuf. Eine Chance, als Richterin bzw. Richter oder Staatsanwältin bzw. Staatsanwalt in den Staatsdienst übernommen zu werden, haben in aller Regel nur Absolventen mit Bestnoten in beiden juristischen Prüfungen. Fachanwaltsbezeichnungen werden verliehen u. a. für Arbeits-, Verwaltungs-, Steuer-, Sozial, Familien-, Straf-, Insolvenz- und Versicherungsrecht. Juristen finden außerdem häufig in Unternehmen, Verbänden oder auch in nationalen und internationalen Organisationen eine Beschäftigung.

  • Kristian Kühl/Hermann Reichold/Michael Ronellenfitsch: Einführung in die Rechtswissenschaft, München 2011.
  • Christof Gramm/Heinrich A. Wolf: Jura erfolgreich studieren, 6. Auflage, München 2012.
  • Barbara Lange: Jurastudium erfolgreich. Planung – Lernstrategie – Zeitmanagement, 7. Auflage, Köln 2011.
  • Olaf Grosch: Studienführer Jura, 6. Auflage, Stuttgart 2010.
  • Fritjof Haft: Einführung in das juristische Lernen. Unternehmen Jurastudium, Bielefeld 1997.
  • e-fellows.net: Perspektive für Juristen 2014: Das Expertenbuch zum Einstieg. Berufsbilder, Bewerbung, Karrierewege, Expertentipps, 5. Auflage München 2013.
Online-Studienfachwahl-Assistenten der Freien Universität
Studieneinstieg an der Freien Universität Berlin