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Instrumente der Gleichstellungsarbeit

Symbolbild Instrumente

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Bildquelle: © Stokkete / stock.adobe.com

Frauenförderpläne

Die Frauenförderpläne (FFP) bilden ein bereichsbezogenes, gleichstellungspolitisches Steuerungsinstrument. FFP werden seit 1993 für alle Fachbereiche, Zentralinstitute, Zentraleinrichtungen, für die Universitätsbibliothek und die zentrale Universitätsverwaltung erstellt und alle zwei Jahre fortgeschrieben. Die FFP greifen die Ziele des Gleichstellungskonzepts auf und konkretisieren die Vorhaben der Zielvereinbarungen. Unter Zuhilfenahme der Mittel aus Zielvereinbarungen und leistungsorientierter Mittelvergabe werden bereichsbezogene Maßnahmen geplant, die auf Gleichstellung, die Stärkung der Geschlechterforschung, Familienfreundlichkeit sowie ggf. auf Diversity Policies abzielen.

Leistungsorientierte Mittelvergabe

Mit der leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) werden Fachbereiche und Zentralinstitute für ihre Leistungen in Forschung, Lehre und Gleichstellung finanziell honoriert. Hierzu werden 20 % der jährlichen Sach- und Personalmittel wettbewerblich in Abhängigkeit von entsprechenden Indikatoren zugewiesen. 5% dieser Mittel sind abhängig von Gleichstellungserfolgen; Indikatoren dafür sind die Anzahl neuberufener Frauen sowie Frauenanteile an Professuren, Qualifizierungspositionen und Promotionen. Die zugewiesenen Mittel sind zweckgebunden für Gleichstellungsmaßnahmen einzusetzen. Sie ermöglichen den Bereichen, bedarfsgerecht Anreize zur Erhöhung der Frauenanteile zu setzen, die Geschlechterforschung zu stärken und die Qualifizierung von Frauen auf allen Statusebenen zu fördern.

Zielvereinbarungen

Die Freie Universität wendet seit 1999 Zielvereinbarungen an, um zukunftsgerichtete Steuerungsimpulse auf dezentraler Ebene zu setzen. Die Zielvereinbarungen basieren auf den Hochschulverträgen mit dem Land Berlin, das die Hochschulen abhängig von ihren erbrachten Leistungen in bestimmten Bereichen, darunter Gleichstellung, finanziert. Basierend auf einer statistisch unterlegten Stärken-Schwächen-Analyse erklären Fachbereiche und Zentralinstitute gegenüber der Hochschulleitung alle zwei Jahre verbindlich Ziele, u.a. für den Bereich Gleichstellung mit Bezug zu den strategischen Zielen des Gleichstellungskonzepts. Die Fortschreibung der dezentralen Frauenförderpläne ist regelhafter Bestandteil dieser Vereinbarungen. Rund 10 % aller Zielvereinbarungsmittel sind zweckgebunden für Gleichstellungsmaßnahmen.

Talent-Scouting

Talent-Scouting zielt darauf ab, den Frauenanteil an Professuren zu erhöhen. Vor der eigentlichen Ausschreibung sind die Fachbereiche dabei aufgefordert, dem Präsidium eine Liste mit potenziellen Kandidat*innen vorzulegen, darunter 50% Frauen. Das Talent-Scouting ist für alle W2- und W3-Ausschreibungen Voraussetzung; für Juniorprofessuren wird es empfohlen. In W3-Verfahren ist eine Kontaktaufnahme mit den Kandidat*innen verbindlich vorgesehen.

Zertifizierungen und Audits

Die Freie Universität nutzt Zertifizierungen und Audits wie das TOTAL E-QUALITY Prädikat und das audit familiengerechte hochschule zur Evaluierung ihrer gleichstellungspolitischen Aktivitäten. Dafür kooperieren die zuständige Vizepräsidentin, das Team Zentrale Frauenbeauftragte, das Gender- und Diversity-Controlling sowie der Dual Career & Family Service themenbezogen mit den entsprechenden Abteilungen der Freien Universität.