Die unsichtbare Arbeit der Frauen: Gender, Arbeit und Nachhaltigkeit in Ghana und weltweit
Folge 20 mit Prof. Angela Dziedzom Akorsu
28.11.2025
Der Wissenschaftspodcast des Berlin Center for Global Engagement (BCGE) – Forschende berichten von ihrer Arbeit zwischen verschiedenen Welten, von Berlin bis Dakar, von Rio de Janeiro bis Manila
Angela Dziedzom Akorsu ist Professorin für Arbeits- und Geschlechterforschung an der University of Cape Coast in Ghana. Im Jahr 2025 ist sie DiGENet Audre Lorde Visiting Professor an der Berlin University Alliance, mit Gaststatus an der Freien Universität Berlin.
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Weltweit leisten Frauen die grundlegende Arbeit, die Gesellschaften am Laufen hält – und doch wird diese Arbeit häufig abgewertet oder unsichtbar gemacht. Von unbezahlter Pflegearbeit über prekäre Tätigkeiten in der informellen Wirtschaft bis hin zu neuen, durch digitale Plattformen geprägten Arbeitsformen: Frauen erfahren oft Marginalisierung, selbst in Systemen, die auf ihren Beiträgen beruhen. In Ghana und ganz Afrika sind diese Dynamiken tief in kolonialen Geschichten verwurzelt und werden durch den globalen Kapitalismus weiter verstärkt. Während die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) vorgeben, Geschlechtergerechtigkeit zu fördern, übersehen sie häufig die strukturellen Machtungleichheiten, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen aufrechterhalten.
In dieser Episode spricht der Journalist Kevin Caners mit Professorin Angela Dziedzom Akorsu, außerordentliche Professorin für Arbeits- und Geschlechterforschung an der University of Cape Coast, Ghana, und 2025 DiGENet Audre Lorde Visiting Professor an der Berlin University Alliance. Gemeinsam gehen sie drängenden Fragen nach: Wie prägt die globale Arbeitsteilung geschlechtsspezifische Arbeitsstrukturen in Ghana? Welche Parallelen oder Unterschiede zeigen sich im Vergleich zu Europa – und was könnte Berlin daraus lernen? Wie können afrikanisch-feministische Perspektiven globale Debatten über Entwicklung, Nachhaltigkeit und Wissensproduktion herausfordern und neu gestalten? Und was ist erforderlich, damit Forschungskooperationen zwischen Afrika und Europa wirklich fair und gleichberechtigt sind?
Professorin Akorsus Karriere umfasst internationale wissenschaftliche Arbeit und interdisziplinäre Forschung. Sie erwarb ihren Bachelor in Erziehungswissenschaften an der University of Cape Coast (1998), ihren Master in Entwicklungsstudien am Institute of Social Studies in den Niederlanden (2001) und ihren PhD an der University of Manchester, Großbritannien (2010). Seit 2022 ist sie Dekanin der School for Development Studies an der University of Cape Coast. Ihre DiGENet Audre Lorde Visiting Professorship an der Berlin University Alliance, mit Gaststatus an der Freien Universität Berlin, beruht auf dem Engagement, Perspektiven zu stärken, die in gängigen Entwicklungsnarrativen häufig ausgeschlossen werden. Die Audre Lorde Visiting Professorship wurde vom Diversity and Gender Equality Network (DiGENet) der Berlin University Alliance ins Leben gerufen.
Wenn Sie mehr über Africa-Charter erfahren möchten, hören Sie die Meridian Folge 17: Die Afrika-Charter: Ein Fahrplan für Universitäten auf dem Weg zu gerechten Forschungspartnerschaften - mit Isabella Aboderin.
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