Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften - Institut für Sozial- und Kulturanthropologie Arbeitsstelle Medical Anthropology | Global Health
Wiss. Mitarbeiter*in (Praedoc) (m/w/d) mit 75 %-Teilzeitbeschäftigung befristet auf 3 Jahre Entgeltgruppe 13 TV-L FU Kennung: Einstein Research Unit „Technologies in Global Health (TeGH) - From Innovation to Users (and back)“
Bewerbungsende: 05.02.2026
Größerer Projektrahmen:
Die Einstein Research Unit (ERU) „Technologies in Global Health – From innovation to users (and back)” erforscht, wie globale Gesundheitstechnologien – von Impfstoffen über digitale Technologien bis hin zu Antibiotika – in unterschiedlichen globalen Kontexten wirksam eingesetzt werden können. Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die die Akzeptanz, Anpassung und Nutzung solcher Technologien beeinflussen, um ihre Wirkung in vielfältigen sozialen, politischen und infrastrukturellen Umgebungen zu verbessern. Im Zentrum steht der ‘User-Technology-Lifecycle‘, von der Entwicklung über das Prototyping bis hin zur Implementierung, sowie die Rolle der Nutzer*innen in diesen Prozessen. Wissenschaftler*innen der Berlin University Alliance – der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin – arbeiten eng mit Forschungspartner*innen aus sieben Partnerinstitutionen in Ghana, Uganda und Tansania zusammen, um inter- und transdisziplinäre Fallstudien zu (1) mentaler Gesundheit, (2) antimikrobieller Resistenz und (3) Impfstoffen zu entwickeln. Die drei Forschungsgruppen vereinen Expertise aus Anthropologie, Digitale Innovationen, Ethik, Ingenieurwissenschaften, Medizin und Psychologie.
Spezifische Projektbeschreibung:
Digitale Technologien verändern die psychische Gesundheitsversorgung, indem sie skalierbare Instrumente für Prävention, Diagnose und Behandlung bereitstellen. Ihr globaler Einfluss bleibt jedoch durch ungleichen Zugang, kulturelle Unterschiede und ethische Fragen begrenzt. In Tansania und Uganda konzentriert sich unser ERU Unterprojekt mit dem Titel „Codesigning Digital Technologies to Enhance Youth Mental Wellbeing in Tanzania and Uganda“ auf junge Menschen – eine besonders vulnerable Gruppe, deren psychisches Wohlbefinden von Armut, Stigmatisierung und Umweltbelastungen wie Klimawandel und Konflikten geprägt ist. Mithilfe von Co-Design und Co-Creation erforschen wir, wie junge Menschen psychisches Wohlbefinden definieren, zentrale soziale und ökologische Belastungen identifizieren und zur Entwicklung eines kontextspezifischen digitalen Instrumentariums beitragen, das Resilienz stärkt und den Zugang zu Versorgung verbessert. Die Person, die diese Position übernimmt, soll untersuchen, wie ökologische, digitale und soziokulturelle Faktoren zusammenwirken und das psychische Wohlbefinden junger Menschen in ländlichen und urbanen Kontexten Ugandas beeinflussen. Jugendliche Co-Forschende in Uganda spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie kulturell fundierte Perspektiven einbringen, die sowohl theoretische Ansätze bereichern als auch die gemeinsame Entwicklung anpassungsfähiger, evidenzbasierter mHealth-Interventionen mit lokalen Partner*innen unterstützen.
Aufgabengebiet:
• Durchführung und Auswertung einer ethnographisch-qualitativen Feldforschung in Uganda zum Thema „Codesigning Digital Technologies to Enhance Youth Mental Wellbeing in Tanzania and Uganda“
• Mitarbeit im Teamzusammenhang der Einstein Research Unit „Technologies in Global Health (TeGH)“ und bei der Erstellung von Publikationen
Einstellungsvoraussetzungen:
• Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master) in Social and Cultural Anthropology oder einem verwandten sozialwissenschaftlichen Fach mit Schwerpunkt auf ethnographischen Methoden
Erwünscht:
• Kenntnisse in der Durchführung ethnographischer Forschung, vorzugsweise im ostafrikanischen Kontext
• Kenntnisse der Medical Anthropology, der Anthropology of Global Health und/oder der Anthropology of Youth
• Erfahrungen mit der Anwendung kollaborativer und/oder partizipativer Methoden
• Interesse an der Durchführung einer Promotion
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, bestehend aus einem Lebenslauf und einem max. zweiseitigen Motivationsschreiben, das auch eine kurze Beschreibung des geplanten Forschungsvorhabens enthält.
Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an Maximilia Josina Hogrebe (maximilia.hogrebe@charite.de).
Bei Fragen zum Forschungsprojekt oder zur ausgeschriebenen Position können Sie sich gerne vor Ablauf der Bewerbungsfrist an Prof. Hansjörg Dilger (hansjoerg.dilger@berlin.de) wenden.
Weitere Informationen erteilt Herr Prof. Dr. Hansjörg Dilger (hansjoerg.dilger@berlin.de / 03083856872).
Weitere Informationen
Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) elektronisch per E-Mail zu richten an Frau Maximilia Josina Hogrebe: maximilia.hogrebe@charite.de oder per Post an die
Freie Universität Berlin
Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften
Institut für Sozial- und Kulturanthropologie
Arbeitsstelle Medical Anthropology | Global Health
Frau Maximilia Josina Hogrebe
Landoltweg 9-11
14195 Berlin (Dahlem)
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Stellenausschreibung vom: 08.01.2026
Schlagwörter
- Politik- und Sozialwissenschaften
