Bildungswissenschaft

- Konsekutiver Masterstudiengang -

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie
Ansprechpartner/-in:Frau Susanne Heinze-Drinda
Adresse: Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
Telefon:(030) 838-556 53
Telefax:(030) 838-546 56
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  • Zulassungsvoraussetzungen

    Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

    • Bachelorabschluss mit einem erziehungswissenschaftlichen Studienanteil im Umfang von mindestens 60 LP, davon 10 LP in empirischen Forschungsmethoden, oder ein gleichwertiger anderer Hochschulabschluss.

    Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

    Bewerberinnen und Bewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Universität oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, müssen den Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse für den Studiengang oder eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber an der Freien Universität Berlin erbringen.

    Weitere Informationen enthält die Satzung zur Regelung der Vergabe von Studienplätzen für den Masterstudiengang Bildungswissenschaft (pdf-Datei) sowie die Erste Satzung zur Änderung der Satzung zur Regelung der Vergabe von Studienplätzen für den Masterstudiengang Bildungswissenschaft (pdf-Datei).

  • Gebühren

    Die Studierenden haben keine Teilnahmegebühren, aber allgemeine Semestergebühren und -beiträge zu tragen.
  • Gegenstand

    Gegenstand des konsekutiven, stärker forschungsorientierten Studiengangs ist die bildungswissenschaftliche Forschung. Die Grundlagen der erziehungswissenschaftlichen Theorie und Forschungsmethodik werden behandelt und in Profilbereichen des Studiengangs auf zwei Schwerpunkte der bildungswissenschaftlichen Forschung – institutionalisierte Bildung und Bildung als kulturelle Wissensform – fokussiert. Gemeinsame theoretische Grundlagen betreffen die individuellen sowie die sozialen Voraussetzungen und Folgen des Lernens, der Bildung, der Sozialisation und der Entwicklung des Bildungssystems. Erziehungswissenschaftliche Theorien werden als Reflexionstheorien einer gesellschaftlichen Bildungspraxis in Hinblick auf ihre Traditionen, ihre Anwendung in der aktuellen Forschung und ihre Entwicklung behandelt. Die gemeinsamen Grundlagen der bildungswissenschaftlichen Forschung sind die allgemeinen Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie die Methodologie und Methodik empirischer Forschung.
    Innerhalb des Studiengangs erfolgen Schwerpunktsetzungen in den Bereichen (a) Forschung und Entwicklung und (b) Bildung, Kultur, Wissensformen.

    Im Schwerpunktbereich Forschung und Entwicklung werden Fragen der Entwicklung von pädagogischen Institutionen und Organisationen sowie Probleme ihrer Planung und Steuerung auf unterschiedlichen Ebenen theoretisch fundiert, analysiert und reflektiert:
    • Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene interessieren die erziehungswissenschaftlichen Probleme und Aufgaben, die aus Prozessen der Globalisierung, des demografischen Wandels und der Entwicklung zur Wissensgesellschaft resultieren;
    • auf regionaler Ebene werden Fragen des pädagogischen Bedarfs bzw. der bedarfsorientierten Gestaltung von politischen Planungs- und Sozialräumen behandelt;
    • auf der Ebene der Organisation finden Qualitäts- und Organisationsentwicklungskonzepte als Möglichkeiten der zukunftsorientierten Ausrichtung und der Verbesserung pädagogischer Wirksamkeit besondere Berücksichtigung;
    • auf der Mikroebene der Organisation stehen Prozesse pädagogischer Professionalitätsentwicklung sowie Verfahren der Personalentwicklung und der Mitarbeiterführung als personenbezogene Entwicklungsansätze im Mittelpunkt.

    Die Inhalte werden in der Übertragung und Anwendung auf vier pädagogische Handlungsfelder – frühkindliche Bildung, Jugendhilfe, Schule und Weiterbildung – konkretisiert und präzisiert.

    Im Schwerpunktbereich Bildung, Kultur, Wissensformen werden folgende Inhalte behandelt:

    • die theoretisch fundierte Rekonstruktion sozialer und kultureller Wissensformen; vom mimetischen, inkorporierten, und habitualisierten und über mentale Muster (Leitbilder) vermittelten Erfahrungswissen bis hin zu höhersymbolischen, generalisierten und auch stereotypisierten Wissensformen;
    • die theoretische Analyse von Wissensformen in gegenwarts-, zukunfts- und vergangenheitsbezogener Perspektive: in ihrer (doppelten) Historizität im Sinne der historischen Anthropologie wie auch unter dem Aspekt der Zukunftsforschung;
    • die theoretische und empirische Differenzierung unterschiedlicher kultureller und sozialer Erfahrungsräume vor allem im Bereich von Gender, Ethnie und Migration, aber auch im Bereich von Generation, Milieu und Region;
    • die empirische Analyse und das Erkennen der durch die Medien – einschließlich der Bildmedien – vermittelten Wissensformen im Unterschied zu jenen Formen des Wissens, die in der unmittelbaren Handlungspraxis angeeignet werden;
    • die Analyse von Bildungsprozessen, die die Suche nach individueller und gemeinschaftlicher Identität und nach eigenständigen Lebensorientierungen angesichts kultureller Pluralität und der Pluralität von Wissensformen unter Bedingungen globalisierter Zukunft unterstützen.
  • Standortvorteile

    Die Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin zählt unter den bundesdeutschen Hochschulstandorten gegenwärtig zu den forschungsstärksten, sie erzielte in der Vergangenheit gute Ergebnisse bei den renommierten CHE-rankings hinsichtlich der Studienbedingungen; enges Netz kooperierender bildungswissenschaftlicher Forschungseinrichtungen in Berlin.
  • Kenndaten

    Zulassungsmodus 1. FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung
    Zulassungsmodus höheres FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3., zum Sommersemester für das 2. und 4. Fachsemester)
    BewerbungszeitraumNur für das 1. Fachsemester: 15.04.-31.05. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.07.-15.08. (zum Wintersemester) und 01.01.-15.02. (zum Sommersemester)
    StudienbeginnWintersemester
    Studiensprachen Deutsch
    AbschlussMaster of Arts (M.A.)
    Regelstudienzeit4 Semester
  • Studienaufbau

    Der Masterstudiengang Bildungswissenschaft gliedert sich in die Module des Pflichtbereichs und die Module des Wahlpflichtbereichs.

    Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und der Master-Prüfung. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

    Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Arts (M.A.) verliehen.

    Module des Studiengangs

    Modul Entwicklung im Bildungssystem und Bildungsforschung

    Ein Profilbereich ist zu wählen: Forschung und Entwicklung (a) oder Bildung, Kultur und Wissensformen (b)

    Modul Theoretische Grundlagen der Bildungswissenschaft: Forschung und Entwicklung - Institutionen und Organisationen des Bildungssystems (a) oder Theoretische Grundlagen der Bildungswissenschaft: Bildung, Kultur und Wissensformen - Anthropologie und Kultur (b)
    Modul Konzeptionelle Grundlagen praktischer Handlungsfelder: Forschung und Entwicklung -  Felder professionellen Handelns (a) oder
    Konzeptionelle Grundlagen praktischer Handlungsfelder: Bildung, Kultur und Wissensformen -  Wissensvermittlung in heterogenen Kontexten (b)
    Modu Bildungswissenschaftliche Forschungsmethoden: Quantitative Methoden oder Bildungswissenschaftliche Forschungsmethoden: Qualitative Methoden
    Modul Forschungsplanung und Publikation
    Modul Lehrforschungsprojekt
  • Beruf

    Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.

    Adäquate Berufsfelder sind sowohl universitäre und außeruniversitäre Forschung als auch in Institutionen der Bildungsforschung, Evaluation und Politikberatung zu finden, u.a. wissenschaftliche Tätigkeiten in der Bildungsforschung, Bildungsadministration und im Bildungsmanagement.

    Berufsfelder, auf die eine Schwerpunktsetzung in Forschung und Entwicklung abzielt, sind:

    • (Praxis-)Forschung, Entwicklung und Planung in außeruniversitären Einrichtungen,
    • gesamtstaatliche, regionale und kommunale Planungsfunktionen,
    • Stabs- und Leitungsstellen im Bildungs- und Sozialwesen, insbesondere in staatlichen oder nicht-staatlichen Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, der Jugendhilfe, der Weiterbildung und im Schulwesen.

    Berufsfelder, auf die eine Schwerpunktsetzung in Bildung, Kultur, Wissensformen abzielt, sind:

    • internationale Organisationen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit,
    • institutionengebundene Kulturarbeit (Museum, Volkshochschule, Medien, freie Bildungsträger),
    • zielgruppenspezifische Kulturarbeit (Mädchen, Jungen, Seniorinnen und Senioren, Migrantinnen und Migranten).
Stand 14.11.2011

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