Informatik

- Mono-Bachelor

Fachbereich Mathematik und Informatik
Institut für Informatik
Adresse
Takustr. 9
14195 Berlin
Telefax
(030) 838-751 09


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Die Informatik erforscht die grundsätzlichen Verfahrensweisen der Informationsverarbeitung und die allgemeinen Methoden der Anwendung solcher Verfahren in verschiedenen Bereichen. Informatik hat darüber hinaus u.a. die Aufgabe, die sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen ihrer Anwendung sichtbar zu machen. Die grundlegenden Gegenstände der Informatik sind Strukturen, Eigenschaften und Beschreibungsmöglichkeiten von Informationen und Informationsverarbeitung, genauso wie Aufbau, Arbeitsweise und Konstruktionsprinzipien von Rechnersystemen und Entwicklung experimenteller und produktionsorientierter informationsverarbeitender Systeme. Die Studierenden erlernen zudem die Strukturierung, Formalisierung und Mathematisierung von Anwendungsgebieten durch spezielle Modelle und Simulationen. Die Informatik vermittelt die Entwicklung anpassungsfähiger Softwaresysteme für verschiedene Anwendungsgebiete unter besonderer Berücksichtigung der Mensch-Computer-Interaktion.

Informatik als Wissenschaft existiert schon seit mehr als 200 Jahren. Sie hat ihren Ursprung in der Mathematik und in der Elektrotechnik. Durch rasante Leistungssteigerungen und die Einführung des Internet hat die Computerwelt einen enormen Aufschwung gewonnen, dennoch sind diese Entwicklungen nur ein Bestandteil der Informatik, die zur Umsetzung theoretischer Konzepte genutzt wird. Während des Studiums werden Kenntnisse in den drei großen Kernbereichen Mathematik (und Theoretische Informatik), Technische Informatik und Praktische Informatik vermittelt.

Studienanfänger finden an der Freien Universität Berlin ein günstiges Betreuungsverhältnis von Dozenten und Studierenden vor. Die Fachbibliothek des Instituts ist sehr gut ausgestattet. Die Institute für Mathematik und Informatik liegen in unmittelbarer Nähe zu den Instituten für Physik, Chemie, Biologie, Biochemie und dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik. Einige Professoren des Fachbereichs sind gleichzeitig leitende Mitglieder des Konrad-Zuse-Zentrums, des Weierstraß-Instituts für Angewandte Analysis und Stochastik und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Dies verdeutlicht den besonderen Zusammenhang von Lehre und Forschung. Hervorzuheben sind Projekte, die von Hochschulprofessoren angeboten werden und an denen in der Regel jeder Studierende der Informatik teilnehmen kann. Das Team von Prof. Rojas konnte mit seinen fussballspielenden Robotern „FUFighters" mehrmals den Weltmeistertitel gewinnen.

Um den Einstieg in das Informatik-Studium zu erleichtern, bietet die Freie Universität Berlin kostenlose Brückenkurse in Mathematik und Informatik für Studienanfänger an, die vor der Vorlesungszeit ohne Voranmeldung besucht werden können.

Zulassungs­modus 1. Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung (im Wintersemester zulassungsfrei, im Sommersemester keine Zulassung)
Zulassungs­modus höheres Fach­semester
Keine Zulassungsbeschränkung (für alle höheren Fachsemester)
Immatrikulations­zeitraum
Für das 1. Fachsemester: 01.08.-08.09. (zum Wintersemester), für höhere Fachsemester: 01.08.-08.09. (zum Wintersemester) und 02.02.-09.03. (zum Sommersemester)
Studienbeginn
Wintersemester
Studiensprachen
Deutsch
Abschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)
Regel­studien­zeit
6 Semester

Das Mono-Bachelor-Studium umfasst die Studienbereiche Algorithmen und Programmierung, Technische Informatik, Theoretische und Praktische Informatik, Mathematik für Informatikerinnen und Informatiker, einen Vertiefungsbereich, ein Nebenfach (Affiner Bereich) sowie den Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV).

Am Ende des Studiums erfolgt die exemplarische Vertiefung und Differenzierung in einem ausgesuchten Studiengebiet und die wissenschaftliche Bearbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).

Module, die für den Vertiefungsbereich gewählt werden können, sind in der Studienordnung katalogisiert; sie entstammen dem Lehrangebot des Masterstudiengangs Informatik.

Das Nebenfach (Affiner Bereich) ist frei wählbar, d.h. jedes wissenschaftliche Fach kann ohne Bewerbung oder zusätzliche Immatrikulation studiert werden. Absprachen mit den Fachvertretern des Fachbereiches sind unbedingt erforderlich.

Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, Personale und sozial-kommunikative Kompetenz und Fachnahe Zusatzqualfikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in einer gesonderten ABV-Studien- und Prüfungsordnung geregelt.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Informatik, Mono-Bachelor

Modul Funktionale Programmierung
Modul Objektorientierte Programmierung
Modul Datenstrukturen und Datenabstraktion
Modul Nichtsequentielle Programmierung
Modul Netzprogrammierung
Modul Grundlagen der Technischen Informatik
Modul Rechnerarchitektur
Modul Betriebs- und Kommunikationsysteme
Modul Praktikum Technische Informatik
Modul Grundlagen der Theoretischen Informatik
Modul Proseminar Informatik
Modul Datenbanksysteme
Modul Softwareprojekt
Modul Logik und Diskrete Mathematik
Vertiefungsbereich
Modul Analysis oder Analysis I
Modul Lineare Algebra oder Lineare Algebra I

Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. 

In Frage kommen u.a. Tätigkeitsfelder bei:

  • Instituten und Unternehmen der Datenverarbeitung- und Computertechnik (Hardware und Software)
  • Anbietern von Dienstleistungen der IT-Branche
  • Beratungsunternehmen

Informatiker arbeiten speziell in IT-Abteilungen, z.B. in der Forschung und Entwicklung sowie der Administration von Netzwerken. Durch die zunehmende Technologisierung werden Informatiker auch im Gesundheitswesen oder in der Verwaltung (E-Government) gebraucht.

Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

  • Wolfram Wickel: Studienführer, Informatik, Mathematik, Physik, Würzburg 2001.
  • Heinz-Peter Gumm, Manfred Sommer: Einführung in die Informatik, München 2006.
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