Freie Universität Berlin


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Geologische Wissenschaften

- Mono-Bachelor

Fachbereich Geowissenschaften
Institut für Geologische Wissenschaften
Adresse:Malteserstr. 74-100
12249 Berlin
Telefon:(030) 838-51789
E-Mail:
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Die Geologischen Wissenschaften befassen sich mit den Ressourcen, Prozessen und Risiken des Planeten Erde. Ihre Methoden sind strikt naturwissenschaftlich, haben aber durch den Bezug zur Lebens- und Erdgeschichte auch eine unter den Naturwissenschaften einzigartige historische Komponente.

Analyse und Vorhersage geologischer Prozesse erfordern die Rekonstruktion vergangener Ereignisse durch das (weltweite oder lokale) Studium von Gesteinen, Mineralen und Fossilien, woran in den Geologischen Wissenschaften meist interdisziplinär gearbeitet wird. Daher existieren in den Geologischen Wissenschaften verschiedene Fachrichtungen: In der Geophysik werden der Aufbau des Erdinneren und Veränderungen mit physikalischen Methoden untersucht. Mineralogen setzen sich mit den Eigenschaften der festen (mineralischen) Bestandteile des Planeten auseinander, Geologen interpretieren Geländeveränderungen wie Gebirgsentstehung, Plattentektonik und Sedimentbeckenbildung und in der Paläontologie werden Wechselwirkungen zwischen dem Leben auf der Erde und dem Planeten selbst studiert.

Die Bedeutung der geologischen Fachgebiete Geochemie, Hydrogeologie, Petroleumgeologie und Lagerstättenkunde ergibt sich aus der Rohstoffabhängigkeit unserer Zivilisation, für die Ressourcen wie Wasser, Öl, Kohle, Gas, Uran, Erze, Baumaterialien etc. überlebenswichtig sind. Ein weiterer Schwerpunkt in der Lehre der Geologischen Wissenschaften an der Freien Universität Berlin ist die quantitative Bewertung lang- und kurzfristiger naturgebundener Risiken wie Klimawandel, Erdbebengefahr, Hanginstabilität, Vulkanismus, Ökosystem-Belastbarkeit und wirtschaftlicher Risiken einschließlich ihrer wirksamen Vermittlung an die Öffentlichkeit z.B. in Form von Vorgaben für Umweltschutz und Raumplanung. Bei der Erforschung und Interpretation geologischer Vorgänge der Erdgeschichte entwickeln Geowissenschaftler computergestützte oder experimentelle Modelle und versuchen so, die Erde in ihrer Komplexität besser verstehen zu können.

Standortvorteile ergeben sich an der Freien Universität Berlin durch ein umfangreiches Lehrangebot mit verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten, eine moderne technische Ausstattung, verschiedene Spezifikationen der einzelnen Fachrichtungen als Teil der Geologischen Wissenschaften und Arbeitsgruppen und Forschungsprojekte, die eine Schnittstelle zu anderen Forschungseinrichtungen darstellen.

Zahlreichen thematischen Schwerpunkten des Studiengangs Geologische Wissenschaften wird in Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg nachgegangen. Die Konzeption des umfangreichen Lehrangebots sieht vor, dass die Studierenden sich durch einen wählbaren Studienschwerpunkt spezialisieren. Zu einigen Lehrveranstaltungen können je nach Schwerpunktsetzung Exkursionen, Kartierkurse und Geländepraktika besucht werden, um theoretisch Erlerntes in der Praxis zu vertiefen.

Die moderne geochemische instrumentelle Ausstattung der Labore umfasst fachspezifische Geräte wie das Thermionenmassenspektrometer, mit dem z.B. Materialien (Gesteine) auf ihre Isotopenzusammensetzung hin untersucht werden können. Die Fachrichtung Mineralogie/Petrologie stellt den Studierenden eine ansehnliche Mineraliensammlung, eine Sammlung magmatischer und metamorpher Gesteine sowie nordischer Geschiebe zur Verfügung, die insbesondere zu Lehr- und Übungszwecke dienen.

Verschiedene Arbeitsgruppen und zahlreiche Projekte bilden die singuläre Stellung der Freien Universität Berlin. Der Forschungsbereich Planetologie und Geoinformatik wird beispielsweise durch die Arbeitsgruppen „Geoinformatik“ und „Fernerkundung der Erde und der Planeten“ abgedeckt. Zur Anwendung kommen diese u.a. bei Umweltproblemen und bei der Stadt- und Landesplanung. Die Arbeitsgruppe "Fernerkundung der Erde und der Planeten" nimmt aktiv mit Experimenten und Instrumentation an Weltraummissionen der ESA und NASA teil und ist damit Teil des nationalen Weltraumprogramms.

Seit 2001 existiert das Interdisziplinäre Zentrum „Ökosystemdynamik in Zentralasien“, das von der Freien Universität Berlin gegründet wurde, um die geologischen und meteorologischen Prozesse, die klimatische Veränderungen bewirken, besser zu verstehen und zukünftige Auswirkungen prognostizieren zu können.

Die Freie Universität Berlin bietet für Studienanfänger der Geologischen Wissenschaften kostenlose Brückenkurse in Mathematik an, die meist vor der Vorlesungszeit ohne Voranmeldung besucht werden können.

Zulassungsmodus 1. FachsemesterKeine Zulassungsbeschränkung
Zulassungsmodus höheres FachsemesterKeine Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3. und 5., zum Sommersemester für das 2., 4., 6. Fachsemester)
ImmatrikulationszeitraumFür das 1. Fachsemester: 01.08.-08.09. (zum Wintersemester), für höhere Fachsemester: 01.08.-08.09. (zum Wintersemester) und 02.02.-09.03. (zum Sommersemester)
StudienbeginnWintersemester
Zusätzliche ZugangsvoraussetzungenEnglisch (Niveau B2 GER)
StudiensprachenDeutsch
AbschlussBachelor of Science (B.Sc.)
Regelstudienzeit6 Semester

Das Mono-Bachelor-Studium umfasst die Studienbereiche Geowissenschaftliches Grundwissen, Naturwissenschaftliches Grundwissen, Geowissenschaftliche Vertiefung und Module des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV).

Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, Personale und sozial-kommunikative Kompetenz und Fachnahe Zusatzqualfikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in einer gesonderten ABV-Studien- und Prüfungsordnung geregelt.

Am Ende des Studiums erfolgt die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Geologische Wissenschaften, Mono-Bachelor

Geologisches Grundwissen
Modul Erde Teil I
Modul Erde Teil II
Modul Erdgeschichte und Stratigraphie
Modul Praxis I
Modul Einführung in die Mineralogie/Kristallographie
Modul Allgemeine Paläontologie
Modul Hydraulik
Modul Grundlagen der Geochemie
Modul Sedimentologie I
Modul Angewandte Geophysik I
Modul Tektonik I
Wahl einer Modulsequenz (je 5 oder 4 Module): Naturwissenschaftliches Grundwissen mit chemisch-biologischer Betonung oder mathematisch-physikalischer Betonung
Geowissenschaftliche Vertiefung (je 5 oder 4 Module, abhängig von der gewählten Modulsequenz): Geochemie, Geoinformatik und Planetologie, Geologie, Geophysik, Hydrogeologie, Mineralogie/Petrologie, Paläontologie 

oder weitere Module aus dem Bereich der Physik, Mathematik, Chemie, Biologie,  Geographie oder der Meteorologie

Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren.

Eine berufliche Perspektive bietet sich in den sogenannten geowissenschaftlichen Routinetätigkeiten wie der geologischen Dokumentation, Datenaufnahme und -verarbeitung, der geowissenschaftlichen Betreuung einer Bohr-Crew oder spezialisierter Maschinen, Soft- oder Hardware oder im Kundendienst sowie der Lösung geowissenschaftlicher Probleme unter Verwendung standardisierter Verfahren (z.B. Erstellung von Spezialkarten und -profilen, Verzeichnissen, Literatursuche). Mögliche Arbeitgeber können dabei private Unternehmen wie Softwarehersteller, (geo)wissenschaftliche Einrichtungen oder kommunale Gebietskörperschaften sein – seltener ergeben sich aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst.

Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

  • Volker Jacobshagen, Jörg Arndt, Jürgen Götze: Einführung in die geologischen Wissenschaften, Stuttgart 2000.
  • Kerstin Koch: Berufe für Geowissenschaftler, Darmstadt 2004.
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