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100. und 101. EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für Gründungsvorhaben an der Freien Universität Berlin

News vom 14.06.2021

Paartherapie statt Tinder und Archivnutzung digital

100. und 101. EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für Gründungsvorhaben an der Freien Universität Berlin / Hochschule ist erfolgreichste nichttechnische Hochschule bundesweit in dem Programm

Die Freie Universität Berlin hat ihr 100. und 101. EXIST-Gründerstipendium eingeworben und ist damit die erfolgreichste nichttechnische Universität in diesem Förderprogramm; im Monat März im Jahr 2021 ist die Hochschule im Rahmen des Gründungsradars 2020 des Stifterverbands für ihre vorbildliche Leistung in der Gründungsförderung ausgezeichnet worden. Das Stipendium in Höhe von jeweils mehr als 130.000 Euro, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vergeben wird, erhalten die Projekte „recoupling“ und „aureka“. Mit dem EXIST-Programm fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Start-ups aus der Wissenschaft in der Vorgründungsphase.

 

recoupling
Die App „recoupling“ nutzt Forschungsergebnisse aus der Paartherapie für eine innovative, digitale Lösung bei Beziehungsproblemen. Folgen unglücklicher Beziehungen sowie Trennungen gehören zu den schmerzhaftesten Erfahrungen, die Menschen in ihrem Leben machen. Liebeskummer und Beziehungsstress belasten auch die Wirtschaft erheblich. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zufolge führen allein in Deutschland jährlich insgesamt 6,6 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage infolge von Beziehungsproblemen zu Produktionsausfällen in Höhe von 774,3 Millionen Euro. Das Team von „recoupling“ entwickelt deshalb eine App, die es Paaren und Paarkonstellationen ermöglicht, mit professioneller Unterstützung an ihrer Beziehung zu arbeiten. Dafür wird die wirksamste Paartherapieform, nämlich die Emotionsfokussierte Paartherapie, digitalisiert und mit einem intelligenten Feedback-Prozess kombiniert. Gefördert werden die Psychologinnen Johanna Lubig und Jaane Henning sowie der Ingenieur Tom Haubner. Wissenschaftliche Mentorin ist Prof. Dr. Janina Sundermeier vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaft.

 

aureka
„aureka.ai“ bietet ein innovatives Werkzeug zur Verarbeitung, Erschließung, Suche und Analyse von auditiven und audiovisuellen Archiven. Ein großer Teil des historischen Wissens liegt Expertinnen und Experten zufolge in Form von auditiven und audiovisuellen Sammlungen in Archiven, in Bibliotheken sowie in Museen vor und wird permanent für die Forschung sowie die Produktion von neuen Inhalten verwendet. Das Programm „aureka.ai“ erleichtert den Zugang zu digitalen Sammlungen, indem es mithilfe von Spracherkennungstechnologien einen Überblick der Inhalte in Sammlungen verschafft und die direkte Suche in ihnen ermöglicht, auch bei Aufnahmen mit schlechter Tonqualität. Dadurch wird die Archivarbeit vereinfacht, und Kosten für Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen werden reduziert. Durch das Programm EXIST gefördert werden die Historikerin Dr. Cecilia Maas, die Kommunikations- und Kulturmanagerin Laura Sofia Salas sowie die Software-Entwicklerin und Linguistin Ayslin Rose. Teil des Teams sind zudem die Software-Entwickler Felix Mertineit sowie Dr. Jonas Schweiger. Mentorin ist Prof. Dr. Claudia Müller-Birn vom Institut für Informatik.

 

Neben der Freien Universität Berlin gehören auch die Technische Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin zu den bundesweit führenden Einrichtungen im EXIST-Programm. Mit insgesamt mehr als 300 bewilligten EXIST-Gründerstipendien sind die drei Universitäten gemeinsam mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin auf Augenhöhe mit den bevölkerungsreichen Bundesländern Baden-Württemberg Nordrhein-Westfalen. Um die verschiedenen Aktivitäten zu bündeln sowie gemeinsam neue Formate für gründungsinteressierte Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Alumni zu entwickeln, wurden kürzlich eine gemeinsame Geschäftsstelle eingerichtet sowie das gemeinsame Markenzeichen „Science & Startups“ ins Leben gerufen.

Die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität Berlin, die Technische Universität Berlin sowie die Charité - Universitätsmedizin Berlin vergeben mithilfe der Förderung durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und den Europäischen Sozialfonds inzwischen auch eigene Gründungsstipendien; seit dem Jahr 2017 wurden im Konsortium mehr als 130 Berliner Start-up-Stipendien vergeben. Über 60 Start-ups sind daraus bereits entstanden, weitere befinden sich derzeit im Gründungsprozess.

 

Weitere Informationen

EXIST-Gründungsstipendium
Mit dem EXIST-Programm fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Start-ups aus der Wissenschaft in der Vorgründungsphase. Betreut werden die Gründungsvorhaben von Profund Innovation, der Service-Einrichtung für die Förderung von Unternehmensgründungen und Innovationen in der Abteilung Forschung der Freien Universität Berlin. Das EXIST-Programm wird durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert und hat neben dem Stipendium noch zwei weitere Förderlinien: EXIST-Forschungstransfer und EXIST-Gründungskultur – die Gründerhochschule. EXIST-Forschungstransfer unterstützt forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit aufwendigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. 

 

Mehr Informationen zum EXIST-Gründerstipendium hier: https://www.fu-berlin.de/sites/profund/gruendungsservice/exist_gruenderstipendium/index.html



 

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