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Handlungsfelder

Handlungsfeld A: Profilierung und Optimierung der Lehrkräftebildung

Zur weiteren Stärkung und Profilierung der Lehrkräftebildung an der Freien Universität Berlin werden in K2teach Konzepte entwickelt, die die Praxisvorbereitung und -begleitung im Lehramtsstudium weiterentwickeln und ausdifferenzieren. Diese Konzepte tragen zur Optimierung des Lehrangebotes durch regelmäßig evaluierte Konzepte und Maßnahmen bei, welche in den Studien- und Prüfungsordnungen verankert werden sollen. Darüber hinaus soll der, während der ersten Förderlaufzeit von K2teach entwickelte, Quereinstiegsmaster nach erfolgreicher Testphase an der Freien Universität verstetigt und dauerhaft für Quereinsteiger*innen angeboten werden. Der Q-Master-Studiengang nutzt – ebenso wie die anderen Lehramtsmasterstudiengänge der Freien Universität – verschiedene Formate der Praxiserfahrung, um den Studierenden die Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld Lehrer*in während des Studiums zu ermöglichen. Auch das Praxissemester ist ein fester Bestandteil des Q-Masters.

Die Implementierung und Skalierung dieser Ansätze wird durch die Dahlem School of Education als Zentralinstitut für Lehrkräftebildung an der Freien Universität institutionalisiert. Gemeinsam mit der DSE wurde u.a. das semesterweise stattfindende Format des Thementages eingeführt, bei dem die Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung jeweils mit einem konkreten Inhaltlichen Schwerpunkt im Vordergrund steht. An diesen ganztägigen Arbeitstagen nehmen neben den Projektmitgliedern auch die weiten DSE-Mitglieder teil, sodass Überlegungen und Ergebnisse aus K2teach in den DSE-weiten Diskurs einfließen.

In der zweiten Förderphase werden auch die zweite und dritte Phase der Lehrkräftebildung stärker als bisher einbezogen, z.B. durch die Arbeit in Videozirkeln mit Referendar*innen und durch die Entwicklung von Fallvignetten im Rahmen von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte.

Handlungsfeld B: Verzahnung von Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften

Die Verzahnung von Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften im Projekt wird durch interdisziplinär zusammengesetzte Teams gewährleistet. So wird die Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen optimal genutzt. Beispielsweise wird die fachdidaktische Expertise zur Einschätzung der Realitätsnähe und Qualität der entwickelten Fallvignetten im Bereich der Diagnostik und Lernförderung herangezogen. Auch die Konzepte videobasierten Lernens werden gemeinsam interdisziplinär ausgearbeitet, wobei sowohl pädagogische Inhalte als auch (fach-)didaktische Perspektiven Berücksichtigung finden. Diese disziplinübergreifende Zusammenarbeit wird weiterhin durch eine Ausweitung der Fächer in der zweiten Förderlaufzeit unterstützt. Auch in der Konzipierung des Q-Masterstudienganges arbeiten Mitarbeiter*innen aus Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken eng zusammen, um einen reibungslosen Ablauf für die Studierenden zu ermöglichen. Die bereits erfolgreiche Verzahnung von Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften zeigt sich in verschiedenen Publikationen, die bereits erschienen bzw. in Planung sind.

In K2teach findet eine zielgerichtete Weiterentwicklung und regelmäßige Reflexion der Kommunikationsstrukturen statt. Innerhalb der ersten Förderlaufzeit wurden verschiedene Austauschformate zur Unterstützung der hohen Qualität der Lehre (z.B. Werkstattgespräche in der Lehrkräftebildung) und Forschung (Forschungskolloquium) entwickelt, bei denen ein interdisziplinarer, kollegialer Austausch im Vordergrund steht. Diese Formate verfolgen unterschiedliche Ziele, unterstützen aber vornehmlich die Verzahnung von Fachdidaktiken und Bildungswissenschaft. Die Verzahnung mit den Fachwissenschaften wird seit Ende 2019 von einer Referentin für Vernetzung und Kommunikation an der DSE unterstützt, die eng mit der Gesamtkoordination und Projektleitung von K2teach zusammenarbeitet. Vor allem vor dem Hintergrund der steigenden Studierendenzahlen und der derzeit einhergehenden Zahl an Professuren und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen werden die Kommunikationsstrukturen in der DSE und in K2teach regelmäßig auf ihre Tragfähigkeit und Effektivität überprüft.

Handlungsfeld C: Verknüpfung von Theorie- und Praxisanteilen

K2teach unterstützt durch die im Projekt entwickelten Lerngelegenheiten eine stärkere Verknüpfung von Theorie- und Praxiselementen im Lehramtsstudium an der Freien Universität Berlin. Konkrete, reflektierte Praxiserfahrungen während des Lehramtsstudiums sollen den Studierenden helfen, Schritt für Schritt in die vielfältigen Tätigkeitsbereiche und die Rolle einer Lehrkraft hineinzuwachsen. Die nachhaltige Verknüpfung von Theorie und Praxis gelingt durch eine Kombination theoriegeleiteter, methodengestützter Vorbereitungen und reflektierender Nachbereitungen. K2teach unterstützt diesen Prozess in unterschiedlichen inhaltlichen Feldern.

Der Q-Master-Studiengang nutzt - ebenso wie die anderen Lehramtsmasterstudiengänge der Freien Universität - verschiedene Formate der Praxiserfahrung, um den Studierenden die Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld Lehrer*in während des Studiums zu ermöglichen. Dabei werden Praxisanteile unterschiedlich in Lehrveranstaltungen integriert. Dies kann z. B. ganz grundlegend das Kennenlernen verschiedener Methoden und Sozialformen oder das Nutzen der im Projekt entwickelten Lerngelegenheiten in Seminaren sein. Auch das Praxissemester ist fester Bestandteil des Q-Masters. Darüber hinaus gibt es für Q-Master-Studierende regelmäßige Reflexionsangebote und Feedbackgespräche.

Im Bereich der Diagnostik und Lernförderung werden praxisnahe Fallvignetten entwickelt. Diese realitätsnahen Fallbeispiele aus dem Schulalltag sollen zur Reflexion des theoretischen Wissens über Unterrichtsentwicklung und Individualdiagnostik in einem praxisähnlichem strukturierten Kontext anregen.

In der Vorbereitung und Begleitung von Praxisphasen/-anteilen spielt der Erwerb von Kompetenzen der professionellen Wahrnehmung von Unterricht eine wichtige Rolle für die Diagnose der Lernvoraussetzungen von Schüler*innen und die Entscheidung zwischen Handlungsoptionen. Dazu werden im Projekt „FOCUS Videoportal“ Unterrichtsvideos erstellt, die das Einbinden von Praxisbeispielen im Studium erleichtern. Durch Unterrichtsvideos lässt sich gut veranschaulichen, inwiefern professionelles Wissen als wichtiges Werkzeug zur Bewältigung von praktischen Herausforderungen genutzt werden kann.

Für die Umsetzung theoriebasierter Planung und Reflexion von Unterricht wird außerdem das Format der Lehr-Lern-Labor-Seminare (LLLS) genutzt. Dabei handelt es sich um Praxisseminare, die Studierenden die Gelegenheit geben, theoretische Studieninhalte unterrichtspraktisch in einer Kleingruppe von Schüler*innen umzusetzen und so Handlungsstrategien in komplexitätsreduzierten Lehr-Lernsituationen systematisch zu erproben und zu explorieren.