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Politikwissenschaft

Bewerberinnen und Bewerber für das erste Fachsemester nutzen für diesen Studiengang bitte das Dialogorientierte Serviceverfahren. Studieninteressierte, Bewerberinnen und Bewerber wenden sich bitte zunächst stets an den Info-Service Studium der Freien Universität Berlin.

- Mono-Bachelor

Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften
Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Ansprechpartner/-inFrau Prof. Dr. Susanne Lütz
Adresse:Ihnestr. 22
14195 Berlin
E-Mail:
Homepage:


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In der Politikwissenschaft geht es um systematische und kritische Auseinandersetzung mit politischen Fragen. Differenziert werden materielle, ideelle und normative Grundlagen von Politik untersucht. Dabei werden die Vielfalt der politischen Akteure, Prozesse und Strukturen betrachtet sowie Formen und Funktionen politischer Systeme und Institutionen auf gesellschaftlicher, transnationaler, staatlicher, regionaler und globaler Ebene durchleuchtet. Es wird untersucht, welche Faktoren politische Prozesse und deren Ergebnisse beeinflussen. Auch wenn politikwissenschaftliche Ergebnisse und Überlegungen praktische Bedeutung erlangen können, ist es nicht das erklärte Ziel der Politikwissenschaft, wissenschaftlich Politik zu betreiben. Dagegen geht es vielmehr um ein systematisches und sachliches Nachdenken über Politik. Dazu bedient sich die Politikwissenschaft klassischer qualitativer und quantitativer sozialwissenschaftlicher Methoden.

Die Politikwissenschaft wird an der FU in ihrer disziplinären Breite und Tiefe abgebildet und bietet so ein differenziertes und umfassendes Angebot in Lehre und Forschung. Für das grundlegende Studium der Politikwissenschaft gibt es ein vollständiges Bachelorprogramm sowie ein Modulangebot im Umfang von 60 LP für den Kombi-Bachelor. Als Lehramtsoption bietet das Fach den Studiengang Politische Bildung entweder als Kernfach (90 LP) oder als Modul mit 60 LP.

Zur Tradition des Otto-Suhr-Institutes an der Freien Universität Berlin gehört das Angebot deutsch-französischer BA- und MA-Studiengänge, die gemeinsam mit anerkannten französischen Hochschulen angeboten werden. Es handelt sich um Double Degree Studiengänge, die von der Deutsch-Französischen Hochschule gefördert werden.

Auf Masterniveau steht eine Vielzahl von Studiengängen mit inhaltlicher oder regionaler Spezialisierung zur Verfügung. Das Angebot beinhaltet außerdem sowohl konsekutive Studiengänge, die an das Bachelorstudium anschließen, als auch weiterbildende Masterprogramme, die besonders auf die berufliche Praxis zielen. Neben dem facheigenen Studiengang der Politikwissenschaft wird noch der bilinguale Master Internationale Beziehungen (120 LP) gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam konsekutiv angeboten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Master Internationale Beziehungen im Rahmen einer internationalen Kooperation mit dem Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) als Deutsch-Russischen Doppel-Master "Internationale Beziehungen" zu absolvieren.

„Environmental Policy and Planning“ ist ein weiterer konsekutiver Master. Dieser verbindet das Forschungszentrum für Umweltpolitik der Politikwissenschaft mit der Ethnologie und wird in Kooperation mit dem Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TU angeboten.

Durch den Querschnittscharakter vieler politikwissenschaftlicher Themen entstehen natürliche Verbindungen zu den Fächern innerhalb des Fachbereichs sowie zu anderen Fachbereichen. Über die drei Zentralinstitute wie das John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, das Lateinamerika-Institut, das Osteuropainstitut sowie das Center for Area Studies bestehen vielfältige Schnittmengen mit den Regionalstudien an den Fachbereichen Philosophie und Geisteswissenschaften und Geschichte und Kulturwissenschaften. Eine besonders enge Verknüpfung besteht mit der Islamwissenschaft über die Graduiertenschule „Muslim Cultures and Societies“.

Die Politikwissenschaft kooperiert zudem in einer Reihe weiterer interdisziplinärer Graduiertenschulen und Forschungsgruppen, wie der Berlin Graduate School of Transnational Studies (BTS), der Graduate School East Asian Studies (GEAS), der Berlin Integrated School for Oncology (BSIO) und der Forschungsgruppe „Human Rights under Pressure“. Letztere besteht in Kooperation mit der Hebrew University of Jerusalem.

Darüber hinaus ist die Politikwissenschaft federführend in dem Sonderforschungsbereich 700 „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ und der Kolleg-Forschergruppe „Transformative Power of Europe“, die beide am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften angesiedelt sind.

Zulassungsmodus 1. FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung
Zulassungsmodus höheres FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3. und 5., zum Sommersemester für das 2., 4., 6. Fachsemester)
Bewerbungs- und AnmeldezeitraumFür das 1. Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester), für höhere Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester)
StudienbeginnWintersemester
Studienplätze im ersten Fachsemester*185
StudiensprachenDeutsch
AbschlussBachelor of Arts (B.A.)
Regelstudienzeit6 Semester

Das Mono-Bachelor-Studium Politikwissenschaft umfasst sechs modularisierte Studienbereiche: Einführungsbereich, Grundlagenbereich I, Grundlagenbereich II, Wahlbereich (Spezialisierung und affiner Bereich), Vertiefungsbereich, Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV).

Module der affinen Bereiche erweitern das fachwissenschaftliche Spektrum.

Am Ende des Studiums erfolgt die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit). Die Bachelor-Arbeit wird von einem Kolloquium im Umfang von zwei Semesterwochenstunden begleitet.

Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, personale und sozial-kommunikative Kompetenz sowie fachnahe Zusatzqualifikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in einer gesonderten ABV-Studien- und Prüfungsordnung geregelt.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Politikwissenschaft, Mono-Bachelor

Einführungsbereich

Modul Einführung in die Politikwissenschaft A
Modul Einführung in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens
Modul Einführung in qualitative und quantitative Methoden

Grundlagenbereich I

Grundlagenmodul Politische Theorie
Grundlagenmodul Politische Systeme und Vergleich
Grundlagenmodul Theorie, Empirie und Geschichte der internationalen Beziehungen

Grundlagenbereich II (2 aus 7 Modulen sind zu wählen)

Grundlagenmodul Rechtliche und philosophische Grundlagen der Politik
Grundlagenmodul Internationale Politische Ökonomie
Grundlagenmodul Politische Soziologie
Grundlagenmodul Politikfeldanalyse, insbesondere Umweltpolitik
Grundlagenmodul Friedens- und Konfliktforschung
Grundlagenmodul Europäische Integration
Grundlagenmodul Regionale Politikanalyse

Wahlbereich (entweder 3 Spezialisierungsmodule oder 2 Spezialisierungsmodule und affiner Bereich)

Spezialisierungsmodul Politische Theorie
Spezialisierungsmodul Politische Systeme und Vergleich
Spezialisierungsmodul Internationale Beziehungen
Spezialisierungsmodul Rechtliche und philosophische Grundlagen der Politik
Spezialisierungsmodul Internationale Politische Ökonomie
Spezialisierungsmodul Politische Soziologie
Spezialisierungsmodul Politikfeldanalyse, insbesondere Umweltpolitik
Spezialisierungsmodul Friedens- und Konfliktforschung
Spezialisierungsmodul Europäische Integration
Spezialisierungsmodul Regionale Politikanalyse
oder Affiner Bereich Module im Rahmen  von anderen Fächern und Fachbereichen

Vertiefungsbereich (2 von 3)

Modul Vertiefung – Politische Theorie
Modul Vertiefung – Politische Systeme und Vergleich
Modul Vertiefung – Internationale Beziehungen

Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren.

Politologinnen und Politologen analysieren das politische, rechtliche, soziale und wirtschaftliche System der Bundesrepublik, die internationalen Beziehungen von Staaten oder Zusammenschlüssen und die jeweiligen historischen Grundlagen. Dies schließt auch die Untersuchung der Institutionen, Organisationen und Prozesse politischer Willensbildung ein. Auch politische Theorie und Philosophie betrachten sie in ihrem historischen Zusammenhang und im Hinblick auf staats- und verfassungsrechtliche sowie ökonomische Grundlagen.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden Politologinnen und Politologen mit Universitätsabschluss an politikwissenschaftlichen Instituten von Universitäten, in der öffentlichen Verwaltung, in Fachredaktionen von Tageszeitungen oder Verlagen sowie in Rundfunk- und Fernsehanstalten. Politische Institutionen wie der Deutsche Bundestag und die Länderparlamente zählen ebenfalls zu den potenziellen Arbeitgebern. Darüber hinaus arbeiten sie für Parteien, parteinahe Stiftungen, Gewerkschaften und Verbände. Im Bereich der politischen Bildung z.B. an Volkshochschulen können sie ebenfalls tätig werden. Weitere Tätigkeitsfelder bieten Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit sowie PR-Agenturen, deren Schwerpunkt im Bereich der politischen Kommunikation liegt. In Wirtschaftsunternehmen sind Politologinnen und Politologen bisweilen mit Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betraut. Auch Nicht-Regierungs- und internationale Organisationen sind potentielle Arbeitgeber.

Bei der Stellensuche ist – unabhängig vom angestrebten Abschluss – ein hohes Maß an Eigeninitiative notwendig: Schon während des Studiums sollten Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft werden. Dafür eignet sich nicht zuletzt das obligatorische Berufspraktikum. Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

  • Werner J. Patzelt: Einführung in die Politikwissenschaft. Grundriß des Faches und studiumbegleitende Orientierung, Passau 2003.
  • Michael Thöndl: Einführung in die Politikwissenschaft: von der antiken Polis bis zum internationalen Terrorismus; Ideen - Akteure - Themen, Wien 2005.
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