Filmwissenschaft

- Kernfach im Kombi-Bachelor -
- Modulangebot im Kombi-Bachelor -

Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
Seminar für Filmwissenschaft
Adresse: Grunewaldstr. 35
12165 Berlin
Telefon:(030) 838-503 81
E-Mail:
Homepage:


  • Gegenstand

    Gegenstand der Filmwissenschaft sind Geschichte, Ästhetik und Theorie des Films bzw. der visuellen Medien sowie ihre Entstehungs- und Wirkungsbedingungen, zu denen die Interdependenz von unterschiedlichen ästhetischen (Literatur, Malerei, Tanz, Musik etc.) und kulturellen Systemen gehört. Am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität Berlin werden vor allem die vier Bereiche Filmgeschichte, Filmanalyse, Filmästhetik und Kunst- und Medientheorie untersucht. Sie werden unter historischer, analytischer, theoretischer, ästhetischer und unter vergleichender Perspektive erforscht. Der Studiengang Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin hat seinen Schwerpunkt in der theoretischen und historisch-kritischen Ausrichtung, d.h. es wird ein grundlegendes theoretisches, analytisches und konzeptuelles Verständnis elementarer Formen audiovisueller Kultur und ihrer historischen Entwicklung geschaffen.

    Der Studiengang leistet keine künstlerisch-technische Ausbildung, wie sie an den Filmhochschulen und -akademien angeboten wird. Die Forschung am Seminar für Filmwissenschaft beschäftigt sich schwerpunktmäßig u.a. mit der Theorie und Geschichte von Raum- und Zeitbildung im Kino als synästhetische Erfahrung sowie mit der Mediengeschichte und -theorie der Emotionen.

    Beim 60 LP-Modulangebot wird nicht der gesamte Gegenstand des Studiums behandelt (siehe Studienaufbau).

  • Standortvorteile

    Zur Ausstattung des Seminars zählen das Medienlabor, mit audiovisueller Technik ausgestattete Seminarräume und eine Fachbibliothek im Haus. Ein großer Präsenzbestand zeichnet die Bibliothek u.a. im Bereich Film und Medien, an Programmheften, Dias und Fotografien aus. Darüber hinaus bietet die Filmstadt Berlin mit der höchsten Dichte an Kinematheken, Archiven, Museen, Kinos und einschlägigen Veranstaltungsorten sowie filmwirtschaftlichen Institutionen einen großen Spielraum, um die ganze Breite filmwissenschaftlicher Forschung kennen zu lernen.
  • Kenndaten

    Zulassungsmodus 1. FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung
    Zulassungsmodus höheres FachsemesterLokale Zulassungsbeschränkung (zum Wintersemester für das 3. und 5., zum Sommersemester für das 2., 4., 6. Fachsemester)
    Bewerbungs- und AnmeldezeitraumNur für das 1. Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester)
    StudienbeginnWintersemester
    Studienplätze im ersten Fachsemester*47 (im Kernfach)
    Professuren*2
    Studiensprachen Deutsch
    AbschlussBachelor of Arts (B.A.): 90 LP-Kernfach
    Im Kombi-Bachelor wählbar als 90 LP-Kernfach
    60 LP-Modulangebot
    Regelstudienzeit6 Semester
    * Quelle: Zulassungsordnung, Strukturplan 2009
  • Studienaufbau

    Filmwissenschaft wird als Kernfach mit einem 60 LP-Modulangebot oder zwei 30 LP-Modulangeboten kombiniert. Als 60 LP-Modulangebot wird Filmwissenschaft mit einem 90 LP-Kernfach kombiniert.

    Das Studium der Filmwissenschaft gliedert sich in eine Grundlagen-, Aufbau- und Vertiefungsphase. Beim Kernfach Filmwissenschaft erfolgt am Ende des Studiums die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).

    Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, Personale und sozial-kommunikative Kompetenz und Fachnahe Zusatzqualfikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in gesonderten ABV-Studien- und Prüfungsordnungen geregelt.

    Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

    Filmwissenschaft als 90 LP-Kernfach

    Grundlagenphase

    Basismodul Filmgeschichte
    Basismodul Filmanalyse
    Basismodul Filmästhetik und -theorie

    Aufbauphase

    Aufbaumodul Filmanalyse und -geschichte
    Aufbaumodul Filmästhetik und Kunst- /Medientheorie
    Aufbaumodul Wissenschaftspraxis und Medienkultur

    Vertiefungsphase

    Vertiefungsmodul Filmanalyse und -geschichte
    Vertiefungsmodul Filmästhetik und Kunst- /Medientheorie

     

    Filmwissenschaft als 60 LP-Modulangebot

    Grundlagenphase

    Basismodul Filmgeschichte
    Basismodul Filmanalyse
    Basismodul Filmästhetik und -theorie

    Aufbauphase (2 von 3 zu wählen)

    Aufbaumodul Filmanalyse und -geschichte
    Aufbaumodul Filmästhetik und Kunst- /Medientheorie
    Aufbaumodul Wissenschaftspraxis und Medienkultur

    Vertiefungsphase

    Vertiefungsmodul Filmanalyse und -geschichte oder Filmästhetik und Kunst- /Medientheorie
  • Beruf

    Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Wenn Filmwissenschaft als Modulangebot im Rahmen eines Kombinations-Bachelor-Studiengangs studiert wird, prägt das gewählte Kernfach die berufliche Qualifikation.

    Das Studium qualifiziert über die allgemeine wissenschaftliche Grundausbildung hinaus für die unterschiedlichsten Berufe im Feld audiovisueller Medienkultur, wie sie sich in der Film- und Fernsehwirtschaft, der Werbeindustrie sowie in journalistischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeitsgebieten herausgebildet haben und herausbilden. Insbesondere befähigt es zur Bewertung, Analyse und konzeptuellen Entwicklung audiovisueller Darstellungsformen in wissenschaftlichen, journalistischen, redaktionellen, kultur- und wissensvermittelnden Arbeitsgebieten. Mögliche Arbeitgeber können (Film-)Bibliotheken, (Film-)Archive, Universitäten, Kunstvereine, Verlage, Filmstudios, Fernseh- und Rundfunkanstalten, Theater, Opernhäuser, aber auch die öffentliche oder private Verwaltung sein, bei denen Filmwissenschaftlerinnen und Filmwissenschaftler in verschiedensten Positionen eingesetzt werden können.

    Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

  • Literatur

    • Thomas Elsaesser, Malte Hagener: Filmtheorie zur Einführung, Hamburg 2007.
    • Walter Hömberg, Renate Hackel-de Latour: Studienführer Journalismus, Medien, Kommunikation, Stuttgart 2005.
    • Knut Hickethier: Einführung in die Medienwissenschaft, Stuttgart 2003.
Letzte Aktualisierung: 06.05.2014