Freie Universität Berlin


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Exzellenzstatus der Freien Universität Berlin bestätigt

Auszeichnungen in allen drei Förderlinien der Exzellenzinitiative / Präsident der Freien Universität Berlin: „Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg gestärkt“

Nr. 163/2012 vom 15.06.2012

Die Freie Universität Berlin hat im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder erneut den Exzellenzstatus errungen. Wie die gemeinsame Kommission aus Deutscher Forschungsgemeinschaft und Wissenschaftsrat sowie die Ressortministerinnen und -minister des Bundes und der Länder am Freitag in Bonn mitteilten, wird sie in allen drei Förderlinien ausgezeichnet. Bis 2017 bewilligt wurden Mittel für das Zukunftskonzept „Veritas – Iustitia – Libertas. Internationale Netzwerkuniversität“ sowie drei Exzellenzcluster und sieben Graduiertenschulen in Sprecherschaft oder mit Beteiligung der Freien Universität Berlin. Erfolgreich waren dabei die Exzellenzcluster NeuroCure (Folgeantrag), Topoi (Folgeantrag) und Unifying Concepts in Catalysis (Folgeantrag). Den Zuschlag bei den Graduiertenschulen erhielten die Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (Folgeantrag), die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (Folgeantrag), die Berlin Mathematical School (Folgeantrag), die Graduiertenschule Berlin School of Integrative Oncology (Neuantrag), die Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien (Folgeantrag), die Graduiertenschule für Nordamerikastudien (Folgeantrag) und die Graduiertenschule für Ostasienstudien (Neuantrag).

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Peter-André Alt, sprach von einem „glücklichen Tag für die Freie Universität und ihre Kooperationspartner“. Er dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Freien Universität, die „hochengagiert seit Jahren Dauerleistungen erbringen“. Der Erfolg in der Exzellenzinitiative bestätige, dass die Reputation und Strahlkraft der Freien Universität größer denn je seien. Alt gratulierte der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin zu ihren Erfolgen in der Exzellenzinitiative. Durch den Zuschlag für die Zukunftskonzepte der Freien Universität und der Humboldt-Universität sowie die bewilligten Exzellenzcluster und Graduiertenschulen aller großen Berliner Universitäten sei der Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg gestärkt worden.

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Die englische Fassung dieser Pressemitteilung finden Sie unter

Die bewilligten Projekte im Einzelnen: dritte Förderlinie - Zukunftskonzept

Veritas – Iustitia – Libertas. Internationale Netzwerkuniversität – Freie Universität Berlin
Veritas – Justitia – Libertas. The International Network University – Freie Universität Berlin (Fortsetzungsantrag)

Mit dem Zukunftskonzept Veritas – Iustitia – Libertas. Internationale Netzwerkuniversität entwickelt die Freie Universität Berlin den in ihrer Gründungstradition verankerten Netzwerkgedanken konsequent weiter. Aufbauend auf das erfolgreich umgesetzte Zukunftskonzept „Internationale Netzwerkuniversität“, das 2007 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ausgezeichnet worden ist, überführt die Freie Universität ihre Grundwerte – Veritas (Wahrheit), Iustitia (Gerechtigkeit), Libertas (Freiheit) – in den zukunftsweisenden Ausbau akademischer Netzwerke in den Bereichen Forschung, Internationalisierung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Freie Universität will früh Grundlagen für wissenschaftliche Exzellenz schaffen und Nachwuchswissenschaftler in kritischen Etappen der wissenschaftlichen Laufbahn unterstützen. Mit dem Karrierewege-Modell wird die wissenschaftliche Karriereentwicklung von der Promotion bis zur Berufung gefördert. In enger Verbindung hierzu wird die Internationalisierungsstrategie fortgeschrieben, mit der die Freie Universität auf der Grundlage eines weltweiten Netzwerks und sieben Verbindungsbüros – in New York, São Paulo, Brüssel, Kairo, Moskau, Neu-Delhi und Peking – herausragende Spitzenforschung ermöglicht und voranbringt. Durch das Instrument der strategischen Partnerschaften (Primary Partnerships) wird die Freie Universität die Qualität ihrer internationalen Kooperationen steigern und den Austausch auf allen Ebenen vertiefen. Eine derartige Partnerschaft besteht beispielsweise mit der Hebrew University in Jerusalem. In Ergänzung zu den internationalen Netzwerken treten nun auch regionale Netzwerke verstärkt in den Fokus, die gemeinsam mit ausgewählten außeruniversitären Einrichtungen der Spitzenforschung auf dem Forschungscampus Berlin-Dahlem ausgebaut werden sollen. Die in der ersten Förderphase etablierten und erfolgreich arbeitenden strategischen Zentren bleiben die Hauptakteure des Zukunftskonzepts. Mit diesem begegnet die Freie Universität Berlin den Herausforderungen der globalisierten Welt und stellt zugleich die hohe Qualität ihrer Forschungsaktivitäten dauerhaft sicher. Der Erfolg des 2007 ausgezeichneten und nun weiterentwickelten Ansatzes zeigt sich unter anderem bereits an der stark gestiegenen Leistungsbilanz, internationalen Sichtbarkeit und am überdurchschnittlichen Anteil ausländischer Studierender und Wissenschaftler.

Weitere Informationen und Interviewwünsche

Goran Krstin, Pressesprecher des Präsidenten, Telefon 030 / 838-73106, E-Mail: goran.krstin@fu-berlin.de

Die bewilligten Projekte im Einzelnen: zweite Förderlinie - EXZELLENZCLUSTER

Exzellenzcluster NeuroCure (Fortsetzungsantrag)

Das Ziel des Exzellenzlusters NeuroCure ist es, Krankheitsmechanismen besser zu verstehen und dadurch wirksame Therapien für neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose und Epilepsie, aber auch psychiatrische Erkrankungen wie Alzheimer, Autismus, Depressionen oder Schizophrenie zu entwickeln. Damit dies gelingt, arbeiten Grundlagenwissenschaftler und Kliniker bei NeuroCure eng zusammen, um die Übertragung von Forschungsergebnissen aus dem Labor in neue Therapien zu fördern und Erkenntnisse aus der Klinik zurück in die Grundlagenforschung zu führen.

Mit der Fortführung des Exzellenzclusters NeuroCure, einer Kooperation der Charité – Universitätsmedizin Berlin und den biologischen/biochemischen Wissenschaften ihrer Trägeruniversitäten, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin, sowie mit drei außeruniversitären Forschungsinstituten, wird der bereits in den vergangen Jahren stark vorangetriebene Ausbau des neurowissenschaftlichen Standorts Berlin nachhaltig fortgesetzt. Seit 2007 arbeiten die universitären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den Forscherinnen und Forschern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) und des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) interdisziplinär und über die institutionellen Grenzen hinweg zusammen, um die Funktionen des Nervensystems zu erforschen. „In den vergangenen Jahren konnten wir durch umfangreiche internationale Berufungen den neurowissenschaftlichen Forschungsstandort Berlin erfolgreich ausbauen. Diesen Weg werden wir jetzt fortsetzen und die begonnen Kooperationen mit den zusätzlichen Fördermitteln verstärken“, sagt Prof. Dr. Dietmar Schmitz, Sprecher und Initiator des Exzellenzclusters.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dietmar Schmitz (Sprecher), Charité – Universitätsmedizin Berlin, Telefon: 030 / 450-539054, E-Mail: dietmar.schmitz@charite.de

Im Internet

www.neurocure.de

EXZELLENZCLUSTER Topoi. The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations, (Fortsetzungsantrag)

Der Exzellenzcluster Topoi. The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations – gemeinsam beantragt von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin – nahm im November 2007 seine Arbeit mit dem Ziel auf, die wechselseitigen Abhängigkeiten von Raum und Wissen in antiken Kulturen zu erforschen. Die enge Kooperation mit den vier Partnerinstitutionen – Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Deutsches Archäologisches Institut, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Stiftung Preußischer Kulturbesitz – ermöglichte während der ersten Förderperiode eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehr als 30 Disziplinen, von der Archäologie und Geowissenschaft bis zur Philosophie und Philologie. An dem Cluster sind dabei auch Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin beteiligt. Diese interdisziplinäre Forschung erhielt durch 140 nationale und internationale Fellows und etwa 200 Workshops wichtige externe Denkanstöße. Die Forschungsarbeit des Clusters, die räumliche Systeme und unterschiedliche Formen des Wissens als einander bedingende Faktoren der Entwicklung kultureller Systeme untersucht, führte zur Aufhebung der traditionellen Fächergrenzen zugunsten fachübergreifender Ansätze.

Um die durch Topoi gebündelten Forschungskompetenzen auf eine langfristige Basis zu stellen, wurde im Mai 2011 das Berliner Antike-Kolleg gegründet, das die geschaffenen Strukturen verstetigt und damit den Wissenschaftsstandort Berlin dauerhaft bereichert. Die Ausstellung „Jenseits des Horizonts“ zeigt vom 21. Juni an im Pergamonmuseum, welche Konzepte die Forscherinnen und Forscher von Topoi entwickelt haben, um ihre Forschungsergebnisse einem breiten Publikum anschaulich zu präsentieren.

In der nun bewilligten zweiten Phase des Clusters rückt die Rolle des Wissens für das räumliche Verständnis in der alten Welt noch stärker in den Mittelpunkt. Topoi-Forscherinnen und -Forscher wenden sich  in paradigmatischen Modellstudien der wechselseitigen Beziehung von Raum und Wissen zu, die vom Neolithikum – also der Sesshaftigkeit des Menschen – bis in die nachklassische Zeit reichen.

Weitere Informationen

Dr. Hauke Ziemssen, Exzellenzcluster 264 – TOPOI, Telefon: 030 / 838-52249, E-Mail: hauke.ziemssen@topoi.org

Im Internet

www.topoi.org

Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis (UniCat), (Fortsetzungsantrag)

Der Katalyse-Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis (UniCat) ist der einzige Exzellenzcluster, der das volkswirtschaftlich wichtige Gebiet der Katalyse erforscht. In diesem interdisziplinären Forschungsverbund arbeiten mehr als 250 Chemiker, Physiker, Biologen und Verfahrenstechniker aus vier Universitäten zusammen – neben der Technischen Universität Berlin als Sprecherhochschule sind das die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Universität Potsdam. Beteiligt sind auch zwei Max-Planck-Institute.

Der Cluster besitzt ein Alleinstellungsmerkmal in der internationalen Forschungslandschaft: In seinem fokussierten Forschungsprogramm stellen die UniCat-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die Weichen für einen Ausbau der Verknüpfung von chemischer und biologischer Katalyse. Es werden neue Möglichkeiten zur katalytischen Aktivierung und anschließenden Umwandlung von kleinen Molekülen erforscht, die für den Rohstoffwandel von eminenter Bedeutung sind: Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff. Diese sollen durch intelligente katalytische Prozesse in nützliche Stoffe zur Herstellung von Polymeren, Medikamenten und chemischen Energieträgern umgewandelt werden, die vom Erdöl unabhängig sind. Des Weiteren erforschen die Wissenschaftler durch Kopplung von biokatalytischen Prozessen die Herstellung neuer Antibiotika und Diagnostika für medizinische Anwendungen. Im Rahmen einer effizienteren Rohstoffnutzung erforscht UniCat darüber hinaus unter anderem eine bessere Nutzung von Methan, das im Erdgas und Biogas vorkommt.

Ein Forschungsschwerpunkt, auf den künftig noch stärker fokussiert wird, ist die katalytische Nutzbarmachung des umweltschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid, um wichtige chemische Rohstoffe wie Kohlenmonoxid und Ameisensäure zu produzieren. Gebaut wird zudem ein neues gemeinsames Laboratorium auf dem TU-Campus mit Industriebeteiligung, das sogenannte „UniCat-BASF Joint Lab“, welches den Transfer von Ergebnissen in die Anwendung beschleunigt.

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Matthias Drieß, Technische Universität Berlin, Sprecher des Exzellenzclusters UniCat, Telefon: 030 / 314-22265, E-Mail: matthias.driess@tu-berlin.de
  • Dr. Martin Penno, Exzellenzcluster UniCat, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 030 / 314-28592, E-Mail: martin.penno@tu-berlin.de

Im Internet

www.unicat.tu-berlin.de

Die bewilligten Projekte im Einzelnen: erste Förderlinie - GRADUIERTENSCHULEN

Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (BSRT), (Fortsetzungsantrag)

In der Graduiertenschule Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (BSRT), einer gemeinsamen Initiative von Klinikern, Natur-, Material- und Ingenieurwissenschaften, werden neue Therapien in der regenerativen Medizin entwickelt. Dabei verbindet die BSRT Grundlagenforschung, Materialwissenschaft, klinische Disziplinen und Biotechnologie mit dem Ziel, Gewebe und Organe zu regenerieren und zu heilen, die durch Alterungsprozesse, Krankheiten, Traumata oder angeborene Anomalien beeinträchtigt sind. Seit 2007 bietet die Graduiertenschule Doktorandinnen und Doktoranden aus der Medizin, der Natur-, der Material- und der Ingenieurwissenschaft die Möglichkeit, Spitzenforschung in der regenerativen Medizin zu betreiben. Durch eine enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung können die gewonnenen Forschungserkenntnisse rasch in neue Therapien umgesetzt werden. Mit der Förderung der BSRT in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative wird die Graduiertenschule ihr Programm weiter ausbauen. Postdoktorandinnen und Postdoktoranden können ihre eigenen innovativen wissenschaftlichen Ideen in der regenerativen Medizin mit Unterstützung des BSRT-Netzwerkes verwirklichen. Masterstudenten naturwissenschaftlicher Studiengänge der Berliner Universitäten erhalten erste Einblicke in die Forschung an der BSRT. Eine spezielle Ausbildung von Klinikern zu Wissenschaftlern (Clinical Scientist) wird zu einem Modell für die gesamte Charité weiterentwickelt. Zentrales Ziel ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschieden jungen Wissenschaftler im Themenfeld der regenerativen Medizin – von den Grundlagen zu Anwendungen. Es kommen dabei innovative Ausbildungskonzepte zum Einsatz, die als Programm „BioThinking“ durch die Graduiertenschule entwickelt wurden. Beteiligt sind neben der Freien Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Technischen Universität Berlin auch Max-Planck-, Helmholtz-, Fraunhofer- und Leibnitz-Institute sowie das Hasso-Plattner-Institut.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Georg N. Duda (Sprecher/Koordinator), Charité – Universitätsmedizin Berlin, Julius-Wolff-Institut, Telefon: 030 / 450-559079 E-Mail: georg.duda@charite.de

Im Internet

www.bsrt.de

Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies, (Fortsetzungsantrag)

Die 2007 bewilligte und an der Freien Universität angesiedelte Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies betreut Nachwuchswissenschaftler, die zur inneren Vielfalt, historischen Wandelbarkeit und globalen Vernetzung muslimisch geprägter Kulturen und Gesellschaften forschen. Sie kommen nicht nur aus der Islamwissenschaft und der Arabistik, sondern auch aus der Politik- und der Geschichtswissenschaft, aus der Ethnologie sowie den Asien- und Afrikawissenschaften. Das Spektrum der Dissertationsvorhaben reicht von der textkritischen Analyse des Korans im Kontext seiner Entstehungsgeschichte bis zur Beschäftigung mit Konvertiten zum Islam in Deutschland und ihrem Selbstverständnis als deutsch-muslimische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Was die vielfältigen Forschungsvorhaben eint, ist der Islam als Bezugsrahmen für religiöse, kulturelle und soziale Erscheinungen. Bisher konnte die Graduiertenschule in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Zentrum Moderner Orient bereits 50 Doktorandinnen und Doktoranden aus aller Welt aufnehmen. Mehr als 20 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Forschungseinrichtungen in Berlin sowie Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland beteiligen sich an der Ausbildung der Generation junger Akademikerinnen und Akademiker. Mit dieser Bündelung von Kompetenz entwickelt sich Berlin zu einem Zentrum historischer und gegenwartsbezogener Forschung zum Islam. „Die erneute Förderzusage unterstreicht die große Bedeutung, sich mit diesen gesellschaftspolitisch so relevanten Themen wissenschaftlich auseinanderzusetzen“, erklärt die Sprecherin der Graduiertenschule, Prof. Dr. Gudrun Krämer. „Wir können nun die Schwerpunkte Bildung, Medien und Islam in westlichen Gesellschaften weiter ausbauen.“

Weitere Informationen

Im Internet

www.bgsmcs.fu-berlin.de

Berlin Mathematical School (Fortsetzungsantrag)

Die erneute Förderung der Graduiertenschule Berlin Mathematical School (BMS) der mathematischen Institute der Technischen Universität Berlin, Freien Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin durch die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern läuft bis Oktober 2017. Danach wird die BMS als permanente Institution durch die drei Trägeruniversitäten finanziert.

Die BMS wurde 2006 gegründet und hat ihre damals angepeilte Größe von mehr als 170 Studierenden im Jahr 2011 erreicht; mehr als 50 Promotionen wurden bereits abgeschlossen. Die Alumni der BMS sind mittlerweile als Postdocs in der ganzen Welt tätig, etwa an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Berkeley, Paris, Boston, Stockholm, Princeton und Zürich. In dem Förderzeitraum von 2006 bis 2012 standen der BMS rund 5,8 Millionen Euro durch die Exzellenzinitiative zur Verfügung.

Das englischsprachige Studienangebot führt in vier bis fünf Jahren vom Bachelor direkt zur Promotion und richtet sich an exzellente Studierende aus der ganzen Welt. Das Ziel, 50 Prozent der Studierenden aus dem Ausland zu rekrutieren, wurde bereits kurz nach der Gründung der BMS erreicht. Der Anteil von Frauen beträgt zurzeit 30 Prozent; er soll langfristig auf 50 Prozent steigen.

Für die zweite Förderperiode ist geplant, Studien- und Forschungsaufenthalte speziell von deutschen Studierenden im Ausland finanziell zu unterstützen. Strategische Kooperationsvereinbarungen mit ausgewählten Universitäten (Warwick und Zürich) wurden abgeschlossen, und weitere sollen folgen. Des Weiteren ist eine Ausweitung des Postdoctoral-Programms vorgesehen, von dem die Studierenden durch ein noch größeres Angebot spezialisierter Kurse profitieren sollen.

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Jürgen Kramer, HU Berlin, Stellv. Sprecher der BMS, Telefon: 030 / 2093-5842, E-Mail: kramer@mathematik.hu-berlin.de
  • Prof. Dr. Konrad Polthier, Freie Universität Berlin, Sprecher der BMS,Telefon: 030 / 838-75871, E-Mail: Konrad.Polthier@fu-berlin.de
  • Prof. John M. Sullivan, Technische Universität Berlin, designierter Sprecher der Berlin Mathematical School, Telefon: 030 / 314-29279, E-Mail: john.m.sullivan@tu-berlin.de

Im Internet

www.math-berlin.de

Graduiertenschule Berlin School of Integrative Oncology (BSIO),  (Neuantrag)

Die Graduiertenschule Berlin School of Integrative Oncology (BSIO) will im Kampf gegen Krebs neue Strategien entwickeln. Die Krankheit Krebs stellt mit rund 1,45 Millionen erkrankten Menschen und 450.000 weiteren Personen, bei denen sie pro Jahr diagnostiziert wird, eine medizinische wie gesellschaftliche Kardinal-Herausforderung dar. Die Förderung im Rahmen der Exzellenzinitiative ermöglicht den Forscherinnen und Forschern der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät von der Freien Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin sowie fünf außeruniversitären Partnerinstitutionen in enger Kooperation angehende Molekularonkologen und junge Ärztinnen und Ärzte in Erforschung, Erkennung und Behandlung dieser Krankheit auszubilden. Durch die interdisziplinäre Herangehensweise können den Doktoranden der Graduiertenschule das nötige Wissen und praktische Erfahrungen zugänglich gemacht werden, um neuartige Verfahren zur Entdeckung von Krebs zu erarbeiten und zukunftsweisende Therapiestrategien zu entwickeln. „Wir versuchen, den individuellen molekularen Bauplan eines Tumors zu verstehen und ein maßgeschneidertes Therapiekonzept für den Patienten zu entwickeln“, sagt Prof. Dr. Clemens Schmitt, Direktor des Molekularen Krebsforschungszentrums der Charité und Sprecher der BSIO. „Über die Entscheidung zur Förderung freuen wir uns sehr. Diese ermöglicht eine interdisziplinäre, gleichzeitig spezifisch auf die Krebserkrankung fokussierte Ausbildung von Naturwissenschaftlern und Medizinern Hand in Hand, um so die Translation von Forschungsergebnissen von der Evaluation zum Krankenbett – und umgekehrt – noch schneller als bisher vorantreiben zu können.“

Dabei soll neben einer hohen Interdisziplinarität insbesondere der translationale Ansatz im Vordergrund stehen – das heißt die Nutzung von Erkenntnissen aus dem Labor für die Entwicklung neuer Therapien sowie die Übertragung von Erfahrungen aus der klinischen Praxis ins Labor.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Clemens Schmitt (Sprecher), Charité – Universitätsmedizin Berlin, MKFZ – Molekulares Krebsforschungszentrum, Telefon: 030 / 450-553896, E-Mail: clemens.schmitt@charite.de

Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien
Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies (Fortsetzungsantrag)

Es ist während der ersten Förderphase der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien gelungen, eine international sichtbare, komparatistisch ausgerichtete Graduiertenschule in der Literaturwissenschaft aufzubauen. Sie ist die einzige literaturwissenschaftliche Graduiertenschule in Deutschland überhaupt und mit ihren zahlreichen assoziierten Projekten regional und international ein fester Begriff als Knotenpunkt für innovative interpretative und historisch sowie kulturell verankerte Wissenschaft. Ein Alleinstellungsmerkmal der Schule ist zudem der Anspruch auf historische Tiefe: Alle Epochen vom Altertum bis in die Gegenwart werden erfasst.

Wesentliche Mehrwerte der gegenüber dem bisherigen System der Doktorandenausbildung sind eine verstärkte Interdisziplinarität sowie die systematische Betreuung durch mehrere Professorinnen und Professoren und durch internationale Gastdozenten. Außerdem werden die Doktoranden frühzeitig an das Auftreten auf Tagungen und das Organisieren von Konferenzen herangeführt. Das inhaltliche Profil bestimmt sich durch den Anspruch auf literaturwissenschaftliche und komparatistische Erfassung der Weltliteraturen, womit sich eine außergewöhnliche Breite des Fächerspektrums verbindet. Es umfasst Literaturen in zahlreichen europäischen, vor allem aber auch außereuropäischen Sprachen.

In der neuen Förderphase soll der Anspruch einer auf die „Weltliteraturen“ abhebenden Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien noch besser eingelöst werden, dies soll durch eine verstärkte Hinwendung zu Kulturen und Literaturen des Mittleren und des Fernen Ostens gelingen. Geplant ist zudem die Einrichtung eines neuen Predoc-Programms, durch das vor allem internationale Bewerberinnen und Bewerber dazu ermuntert werden sollen, sich verstärkt um Stipendien der Graduiertenschule zu bemühen. Das Predoc-Programm ist der für die Graduiertenschule wichtigste Bestandteil des von der Freien Universität Berlin geplanten Karrierewege-Modells. Mit der Einbeziehung der Humboldt-Universität zu Berlin als zweiter beteiligter Universität und der Zusammenarbeit mit zwei Berliner Max-Planck-Instituten soll ein wesentlicher Schritt über die Freie Universität Berlin hinaus in die Forschungslandschaft der Region Berlin-Brandenburg getan werden. Durch eine Flexibilisierung des Ausbildungsprogramms und die systematische Heranführung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die eigenständige Lehrtätigkeit sollen die Chancen für eine weitere wissenschaftliche Tätigkeit erhöht werden.

Durch die enge Kooperation mit den fachlich affinen Promotionsprogrammen der Freien Universität und der Humboldt-Universität werden bis zum Ende der Förderphase die optimalen Strukturen und Modelle für eine Berliner Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Studien erarbeitet.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Hijiya-Kirschnereit (Sprecherin), Professorin für Japanologie, Telefon: 030 / 838-53857, E-Mail: i.hijiya@fu-berlin.de

Im Internet

www.fsgs.fu-berlin.de

Graduiertenschule für Nordamerikastudien
Graduate School of North American Studies (Fortsetzungsantrag)

Die Graduiertenschule für Nordamerikastudien widmet sich seit 2006 der interdisziplinären Erforschung des gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Wandels der nordamerikanischen Gesellschaften zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Während der ersten Förderperiode entstanden rund 25 Dissertationen in den Fächern Geschichte, Literatur, Kultur, Politik, Wirtschaft und Soziologie; sie setzten sich in unterschiedlicher Weise mit dem amerikanischen Freiheitsideal auseinander, der Bedeutung demokratischer Werte und den Herausforderungen, denen diese Werte in einer globalisierten Welt ausgesetzt sind. Es ist in dieser Zeit gelungen, die Graduiertenschule mit hoher Sichtbarkeit in der internationalen Wissenschaftslandschaft zu etablieren, nicht zuletzt durch ein hochkarätiges Gastwissenschaftlerprogramm und jährliche internationale Graduiertenkonferenzen.

In der zweiten Förderperiode wird die Graduiertenschule ihr Programm mit neuen Akzenten fortführen. Die vergangenen Jahre haben in besonderer Weise die Grenzen der demokratischen Regierbarkeit moderner Gesellschaften im Kontext fortschreitender Globalisierung zutage treten lassen. Unter anderem haben die Finanzkrise und ihre Folgen die ungleiche Verteilung von sozialen Chancen und wirtschaftlichen Belastungen ins öffentliche Bewusstsein gerufen; der wirtschaftliche Aufstieg Chinas, Indiens und Brasiliens kündigt eine multipolare Welt an, in welcher der Einfluss der USA an Grenzen stößt; im Inneren sorgt die Krisenrhetorik radikaler Bewegungen wie der „Tea Party“ für politische Polarisierung. Ziel des neuen Forschungsprogramms ist ein interdisziplinär fundiertes Verständnis des krisenhaften Wandels, den die amerikanische Gesellschaft gegenwärtig in der Innen- und Außenpolitik, der wirtschaftlichen Entwicklung sowie in den Medien, der Kunst, Kultur und der Religion durchläuft. Sprecherin der Graduiertenschule ist Prof. Dr. Ulla Haselstein.

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Ulla Haselstein (Sprecherin), Direktorin der Graduiertenschule für Nordamerikastudien, Telefon: 030 / 838-54015, E-Mail: ulla.haselstein@jfki.fu-berlin.de
  • Dr. Katja Mertin, Geschäftsführerin der Graduiertenschule für Nordamerikastudien, Telefon: 30 / 838-52868, E-Mail: mertin@gsnas.fu-berlin.de

Im Internet

www.gsnas.fu-berlin.de

Graduiertenschule für Ostasienstudien 
Graduate School of East Asian Studies (Neuantrag)

In Ostasien vollzieht sich zurzeit ein tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Wandel, der in der Geschichte der Region ohne Beispiel ist. Die Freie Universität Berlin will diesen Veränderungen durch die Einrichtung einer Graduiertenschule für Ostasienstudien Rechnung tragen. Die Graduiertenschule, die auf eine Integration der Regionalwissenschaften mit den relevanten Fachdisziplinen und dabei insbesondere den Sozialwissenschaften, abzielt, soll die Weiterentwicklung der Ostasienwissenschaften in Deutschland und Europa vorantreiben und das Wissen über diese wichtige Weltregion erweitern. Dazu soll eine hervorragende Ausbildung in den ostasienbezogenen Fächern (Japanologie, Koreastudien, Sinologie) einhergehen mit der Vermittlung einer breiten regionalen Expertise wie auch fundierter methodologischer Kenntnisse in Disziplinen wie den Geschichts- und Politikwissenschaften, den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Ethnologie und den Kulturwissenschaften. Einen wichtigen Bestandteil des Programms bildet ferner eine intensive Ausbildungsphase in Ostasien. Die Graduiertenschule stützt sich dabei auf bestehende Netzwerke zwischen der Freien Universität Berlin und den wichtigsten Universitäten und Forschungseinrichtungen in Ostasien sowie den bedeutendsten ostasienbezogenen Institutionen in Europa und den USA. Durch eine enge Kooperation mit lokalen, regionalen und internationalen Partnern in Forschung, Wirtschaft, Politik und Kultur bietet die Graduiertenschule den Promovierenden nicht nur eine intensive Betreuung ihrer Dissertationsprojekte und eine internationale, breit gefächerte, methodisch anspruchsvolle Ausbildung. Sie wird darüber hinaus den wissenschaftlichen Dialog zwischen deutschen, europäischen, amerikanischen und asiatischen Doktoranden und Wissenschaftlern vertiefen. Gleichzeitig trägt die Schule dazu bei, die einzelnen Felder der Ostasienwissenschaften und auch die Fachdisziplinen enger miteinander zu vernetzen. Sprecherin der Graduiertenschule ist die Japanologie-Professorin Verena Blechinger-Talcott, Ko-Sprecher sind die Koreastudien-Professorin Eun-Jeung Lee und der Sinologie-Professor Klaus Mühlhahn.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Professorin für Japanologie, Freie Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-57104, E-Mail: verena.blechinger-talcott@fu-berlin.de