Forschungsprofil und -projekte der Freien Universität Berlin

Die Freie Universität Berlin gehört deutschlandweit zu den forschungsstärksten Universitäten in den Geistes- und Sozial-, Lebens- und Naturwissenschaften.
Die Freie Universität Berlin gehört deutschlandweit zu den forschungsstärksten Universitäten in den Geistes- und Sozial-, Lebens- und Naturwissenschaften. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Die Freie Universität Berlin steht durch ihre Gründungsidee von Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit für Weltoffenheit sowie Grenzen überwindende Forschung und Lehre in sozialer Verantwortung. Die Forschung an der Freien Universität Berlin zeichnet sich durch disziplinäre und transdisziplinäre Exzellenz, die Vielfalt ihrer wissenschaftlichen Netzwerke sowie durch eine international sichtbare und wettbewerbsfähige Schwerpunktsetzung aus. Auch die qualifizierte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Freien Universität Berlin.

Forschung in wissenschaftlichen Netzwerken

Das Forschungsprofil der Freien Universität Berlin wird maßgeblich durch eine gezielte Bündelung von Kompetenzen in strategischen Netzwerken geprägt, welche die Universität mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft initiiert und gestaltet.

Die Vielzahl ihrer internationalen Kooperationen ist auf die Gründungsgeschichte der Universität zurückzuführen. Darüber hinaus liegt ein besonderer Schwerpunkt der interdisziplinären Forschung auf Kooperationen mit den außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen auf dem Forschungscampus Dahlem. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin identifizieren und bearbeiten im Zusammenwirken der Disziplinen gesellschaftsrelevante, globale und zukunftsgerichtete Fragen. Gleich mehrere Cluster und Graduiertenschulen sind im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder im Jahr 2007 sowie in der zweiten Wettbewerbsrunde 2012 ausgezeichnet worden.

Zur wissenschaftlichen Netzwerkbildung tragen fachbereichsübergreifende Focus Areas bei. Als wissenschaftliche Arbeitsplattformen dienen sie als Ausgangspunkte für die interdisziplinäre Verbundforschung.

Forschungsschwerpunkte

Die deutschlandweit einmalige Breite geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung kennzeichnet die Forschung der Freien Universität Berlin maßgeblich. Eine Besonderheit ist die Vielzahl Kleiner Fächer wie beispielsweise Byzantinistik und Judaistik.

Im Zuge der dezentralen Verankerung von Geschlechterforschung verfügt die Universität über verschiedene Instrumente und Strukturen, um diesen Bereich als transversales Thema in Forschung und Lehre zu integrieren und das Qualitätsmerkmal einer (wissenschafts-)kritischen Forschung zu fördern. Mehr als 30 Professorinnen und Professoren forschen und lehren an der Freien Universität Berlin bereits im Bereich der Frauen- und Genderforschung.

Das Center for Area Studies, eines der fünf Focus Areas der Freien Universität Berlin, bündelt die regionalwissenschaftliche Forschung zu Nord- und Lateinamerika, Osteuropa und Ostasien, dem Vorderen Orient und einzelnen europäischen Ländern. Einen Schwerpunkt in Governance-Forschung hat das Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, eines der renommiertesten politikwissenschaftlichen Institute Europas.

In den Naturwissenschaften liegen die Schwerpunkte in den Lebenswissenschaften und Geowissenschaften sowie Physik, Mathematik und Informatik. Eingebettet in das breite Spektrum sind der Fachbereich Veterinärmedizin – einer von fünf bundesweit – sowie die größte pharmazeutische Ausbildungsstätte in Deutschland.

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin ist als gemeinsame humanmedizinische Fakultät der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin das größte Universitätsklinikum Europas.

Der Botanische Garten und das Botanische Museum der Freien Universität gehören mit 22.000 Arten weltweit zu den größten Einrichtungen dieser Art und ziehen jährlich eine halbe Million Forscher/-innen und Besucher/-innen an. Im Dahlem Centre for Plant Sciences, eines der Focus Areas der Freien Universität Berlin, wird die international ausgewiesene Pflanzenforschung der Freien Universität Berlin intensiv in neuen Forschungsfeldern vernetzt.

Forschungsleistung

Die hohe Qualität der Forschung der Freien Universität Berlin wird durch das hervorragende Abschneiden in Hochschul-Rankings, wie dem CHE-Forschungs-Ranking und dem Ranking des Times Higher Education Supplement bestätigt. Im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nimmt die Freie Universität Berlin in den Geistes- und Sozialwissenschaften die Spitzenposition ein.

In der Gesamtbetrachtung der Geistes- und Sozial-, Lebens- und Naturwissenschaften gehört sie zu den fünf forschungsstärksten Universitäten in Deutschland. Die Freie Universität Berlin hat die Sprecherfunktion in zehn Sonderforschungsbereichen (SFB) inne. An elf weiteren ist sie beteiligt und in sieben SFBs der Charité-Universitätsmedizin Berlin als Mitkoordinatorin eingebunden. Die Freie Universität Berlin ist Beteiligte des bis 2014 geförderten DFG-Forschungsnetzwerks MATHEON – Mathematik für Schlüsseltechnologien, das seit Juni 2014 als Einstein Center for Mathematics Berlin fortgeführt wird.

Die Forschungsleistung spiegelt sich in der seit Jahren steigenden Einwerbung an Drittmitteln sowie in den Auszeichnungen zahlreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit bedeutenden Forschungspreisen wider. Hierzu gehören z.B. die Prämierungen mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis und den verschiedenen Grants des European Research Council (ERC)

Letzte Aktualisierung: 03.11.2014