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Stadtbummel zwischen Art déco und Postmoderne

Post aus Chicago: Mit Schokoladenduft in der Nase erkundet Luise Müller die Architektur der „windy city“

28.12.2015

Post von Luise Müller... ausnahmsweise nicht aus New York, sondern aus Chicago.
Post von Luise Müller... ausnahmsweise nicht aus New York, sondern aus Chicago. Bildquelle: Privat
Im 19. Jahrhundert erbaut: die University of Chicago.
Im 19. Jahrhundert erbaut: die University of Chicago. Bildquelle: Privat
Besuch im Chicago Art Institute.
Besuch im Chicago Art Institute. Bildquelle: Privat

Dieses Mal gibt es von mir ausnahmsweise keine Post aus New York, sondern aus Chicago! Ein alter Studienfreund promoviert seit einem Jahr an der University of Chicago, und so treffen ich und ein weiterer Freund aus Toronto uns für ein Wochenende bei ihm. Chicago ist circa zwei Flugstunden von New York entfernt, Flüge gibt es ab 100 Dollar. Am Samstag steht zunächst ein Stadtspaziergang auf dem Programm. Interessant ist, wie sich die verschieden hohen Gebäude, die Straßen und der Fluß ineinander verschränken und so dem Stadtbild seinen eigensinnigen Charakter verleihen. Die University of Chicago hingegen sieht aus wie aus dem 19. Jahrhundert. Abends gehen wir ins Kino, und ich stelle zwei Dinge fest: Die Kinos sind hier unglaublich laut, und James Bond ist nach wie vor der Mann fürs Grobe.

Am Sonntag machen wir eine Bootstour mit Architekturführung. Vom Chicago River aus werden uns die verschiedenen Bau- und Stilarten der unendlich vielen Hochhäuser erläutert. Die Hochhausarchitektur ist laut des Tourguides von drei Stilepochen geprägt: vom ‘Art déco’-Stil der zwanziger und dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, vom ‘midcentury modernism’ der fünfziger und sechziger Jahre, und schließlich vom ‘postmodernism’ seit den achtziger Jahren.

Der Tourguide lüftet nun endlich auch das Geheimnis des ominösen Schokoladendufts, der uns am Vortag beim Stadtspaziergang aufgefallen ist: Je nachdem, wie der Wind steht, riecht man in Chicago die Blommer-Schokoladenfabrik nördlich des Flusses.

Am Montagvormittag ist dann noch Zeit für einen kurzen Besuch im Chicago Art Institute. Impressionistische Malerei von Degas und Monet steht hier neben japanischer Handwerkskunst und amerikanischem Möbeldesign. Leider kann ich nur einen kleinen Teil der Sammlung sehen, da ich am frühen Abend zurück nach New York fliege.

Weitere Informationen

In unserer campus.leben-Serie „Post aus...“ berichten sechs Studierende, zwei Doktorandinnen und ein Auszubildender von ihren Auslandsaufenthalten. Hier haben wir die neun Reisenden vorgestellt und hier finden Sie die vorangegangenen Berichte von Luise Müller.