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Von Dahlem nach Brasilien

Volkswirtschaftsstudent Pavlos Wiegels von der Freien Universität steht bei der World University Championships (WUC) in Goiânia im Futsal-Tor

07.07.2016

Pavlos Wiegels während des WUC-Spiels Deutschland gegen den Favoriten Russland. Das Spiel musste die deutsche Studentenmannschaft leider verlorengeben.
Pavlos Wiegels während des WUC-Spiels Deutschland gegen den Favoriten Russland. Das Spiel musste die deutsche Studentenmannschaft leider verlorengeben. Bildquelle: Luiz Pires/FOTOJUMP

Noch bis zum 10. Juli heißt es „Trikots an, rein in die Halle und Futsal spielen“. Einer der Teilnehmer der insgesamt zwölf Studierenden-Nationalteams, die in Brasilien um den Titel kämpfen, ist der 21-jährige Pavlos Wiegels. Er studiert an der Freien Universität Berlin VWL und steht in seiner Freizeit im Futsal-Tor. Futsal – der Ausdruck ist eine Kombination aus dem portugiesischen futebol de salão und dem spanischen fútbol sala (Hallenfußball) – bezeichnet die vom Weltfußballverband FIFA anerkannte Variante des Hallenfußballs.

Für die meisten ist Futsal eine unbekannte Sportart, und auch Pavlos Wiegels ist eher zufällig dazu gekommen. Zunächst hatte er bei dem Lichterfelder Verein Viktoria Berlin Fußball gespielt. Der Club hatte schon eine erfolgreiche Futsal-Mannschaft – nur keinen Torwart. Und so kam Pavlos – buchstäblich – ins Spiel. Zu seinen ersten Wettkämpfen gehörten das Berliner Pokalfinale und ein paar Wochen später die Deutsche Meisterschaft, bei der Viktoria Berlin bis ins Halbfinale kam.

„Interessant für mich sind am Futsal die Schnelligkeit und Intensität des Spiels“, sagt Pavlos Wiegels. „Man darf keine Minute abschalten, muss immer hochkonzentriert sein und seine Leistung abrufen. Es wird nie langweilig“, erzählt der Sportler begeistert. Deswegen sei Futsal auch für die Zuschauer so spannend.

Ohne Training läuft nichts

Pavlos Wiegels kennt die Herausforderung, zwei Welten miteinander verbinden zu müssen: Neben seinen VWL-Vorlesungen versucht der Student, sein Training konstant zu absolvieren. Wenn kein Balltraining ansteht, schnürt er die Laufschuhe oder absolviert seine Kräftigungs- und Stabilitätsübungen. „Ich möchte immer maximal fit sein und stetig besser werden“, sagt er.

Auf die Frage, ob er ein sportliches Vorbild habe, antwortet Wiegels zunächst: „Nicht wirklich, ich schaue mir von vielen Futsal-Torhütern, die ich im Fernsehen sehe oder mit denen ich trainiere, gerne etwas ab und setze diese Dinge dann auf meinen Spielstil zugeschnitten um.“ Dann ergänzt er: „Für mich ist eigentlich jeder Spieler, der es im Futsal zum Profi und auf Weltniveau geschafft hat, ein Vorbild.“

Vom DFB zum adh

Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) nominiert die Spitzensportlerinnen und -sportler für die einzelnen Studierenden-Weltmeisterschaften. „Ich bin Teil des Kaders der deutschen Futsal-Nationalmannschaft des DFB“, erzählt Pavlos Wiegels. „Darüber ist auch der adh auf mich aufmerksam geworden und hat mich kontaktiert.“ Für den jungen Studenten ist die WUC der erste internationale Wettkampf, bis jetzt hat er nur an nationalen Turnieren teilgenommen. In der letzten Saison wurde er mit dem FC Liria Berlin Deutscher Vizemeister.

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Spitzensport an der Freien Universität Berlin

Die Freie Universität Berlin fördert, auf Grundlage eines Kooperationsvertrages mit dem Olympiastützpunkt Berlin, in besonderer Weise studierende Athletinnen und Athleten, die einen A-B-C- oder Sonderkaderstatus haben. Gemeinsames Ziel der Vertragspartner ist es, eine erfolgreiche „Duale Karriere“ im Leistungssport und der akademischen Ausbildung zu ermöglichen. Beauftragter für die Spitzensportförderung an der Freien Universität und Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Förderung der studierenden Spitzensportlerinnen und Spitzensportler ist Christian Mundhenk, Direktor des Hochschulsports, E-Mail: christian.mundhenk@fu-berlin.de.

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