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Bei einer Alumni-Tour über den Dahlemer Campus erinnerten sich Ehemalige an ihre Zeit an der Freien Universität

22.04.2016

Ehemalige der Freien Universität bei einer Besichtigungstour über den Dahlemer Campus. Im Henry-Ford-Bau...
Ehemalige der Freien Universität bei einer Besichtigungstour über den Dahlemer Campus. Im Henry-Ford-Bau... Bildquelle: Regina Sablotny
...hatten sie zuvor das Mobile mit Porträts berühmter Alumni besichtigt.
...hatten sie zuvor das Mobile mit Porträts berühmter Alumni besichtigt. Bildquelle: Regina Sablotny
Auch der Regen konnte die Entdeckerlust nicht stoppen. Wie ihre Universität heute aussieht, was sich verändert hat und was geblieben ist, interessierte die Gruppe, die sich zu der Campus-Tour angemeldet hatte.
Auch der Regen konnte die Entdeckerlust nicht stoppen. Wie ihre Universität heute aussieht, was sich verändert hat und was geblieben ist, interessierte die Gruppe, die sich zu der Campus-Tour angemeldet hatte. Bildquelle: Regina Sablotny
Für manche war es das erste Wiedersehen nach dem Studium, andere hatten ihre Uni nie aus dem Blick verloren.
Für manche war es das erste Wiedersehen nach dem Studium, andere hatten ihre Uni nie aus dem Blick verloren. Bildquelle: Regina Sablotny

Auch der anfängliche Starkregen an diesem Aprilnachmittag konnte sie nicht aufhalten: Aus ganz Deutschland waren etwa 30 ehemalige Studierende der Freien Universität angereist, um Erinnerungen auszutauschen und wieder einmal über „ihren“ Campus zu spazieren. Manche hatten in den 1950er, manche in den 1980er Jahren in Dahlem studiert oder promoviert; manche kehrten nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder an ihren Studienort zurück, andere hatten den Kontakt zur Universität stets aufrechterhalten. Miriam Schwarz, Masterstudentin der Germanistik und Mitarbeiterin der Abteilung Internationales, führte die Gruppe rund anderthalb Stunden über das Dahlemer Gelände.

„Mich interessiert, wie der Campus heute aussieht“, antwortet ein Ehemaliger auf die Frage, warum er sich für die Führung angemeldet habe. Manches hat sich verändert, vieles ist gleich geblieben: Die Tour startet vor dem Harnack-Haus am U-Bahnhof Thielplatz und endet am Studierenden Service Center in Dahlem-Dorf. Heute wie damals spielt sich ein Großteil des Studiums zwischen diesen beiden U-Bahnhaltestellen ab.

Die Alumni schwärmen von den zahlreichen Villen, in denen früher viele Institute untergebracht waren – neu sind für sie die Veggie-Mensa, die Holzlaube und die Philologische Bibliothek.

Hochschulgeschichte zwischen gestern und heute

Auf ihrer Campus-Tour erhalten sie Antworten auf Fragen, die Studierende noch heute umtreiben. So erfahren sie beispielsweise, dass die Bezeichnungen der J-, K- und L-Straße im Hauptgebäude der Freien Universität auf die ursprünglichen Pläne zurückzuführen sind, die Rostlaube auszubauen und in diesem Zusammenhang das Alphabet in beide Richtungen zu komplettieren. Miriam Schwarz trägt Hintergründe zur Geschichte der Gebäude bei, vom Otto-Suhr-Institut zum Hahn-Meitner-Bau, vom Präsidium zur Rost- und Silberlaube.

Wiedersehen und Erinnerungen

Unter den Teilnehmern sind sechs Mediziner, die in den 1980er Jahren zusammen in Dahlem studiert haben. Sie sind aus „allen Ecken Deutschlands“ nach Berlin gekommen, um sich hier wiederzutreffen. „Das Studium war die schönste Zeit in unserem Leben“, sagen sie einhellig. Die Campus-Tour nutzen sie, um zurückzublicken und Erinnerungen an ihre Berliner Zeit auszutauschen: „Damals gab es Smogalarm in der Stadt.“ Heute blühen die Kirschbäume in Dahlem – und auch die Sonne ist noch herausgekommen.

Beim Besuch des Henry-Ford-Baus fallen einer ehemaligen Studentin die Studierendenproteste und Sit-Ins in den siebziger Jahren ein. Ein anderer spricht von den „aufregenden Zeiten“ während des Mauerfalls. Geteilt werden Erinnerungen an einschneidende Universitätsereignisse, aber auch ganz Alltägliches: die erste Woche an der Hochschule, die Vorlesung bei einem bestimmten Professor oder die Freistunden auf den Grünflächen.

Positive Rückmeldung

Neben den vielen erfreulichen Erinnerungen gibt es auch manches, dem die Ehemaligen eher nicht nachtrauern: „dem Mensaessen“. Außerdem „fiel in den Siebzigern montags immer die Heizung aus“, sagt eine Alumna. Am Ende sind sich alle einig, dass ihr Studium in Dahlem „ganz besonders“ war. Ein Alumnus fasst mit einem Augenzwinkern zusammen: „Wir haben es überlebt.“ Unvergesslich jedenfalls ist die Zeit an der Freien Universität für sie alle.

Über die positiven Rückmeldungen und das riesige Interesse freut sich auch das Alumni-Team, das die Touren organisiert. „Die Verbindung zu ihren Ehemaligen ist der Freien Universität wichtig. Und der lebendige Austausch ist jedes Mal ein großer Gewinn“, sagt Franca Brand, Leiterin des Alumni-Teams. Zum Abschluss des Rundgangs findet sich eine kleine Gruppe in der Gaststätte „Luise“ zusammen – auch das wie früher.

Weitere Informationen

Alumni-Campus-Tour

Im Herbst dieses Jahres wird es eine weitere Alumni-Campus-Tour geben. Alle im Alumni-Netzwerk registrierten Ehemaligen erhalten rechtzeitig eine Einladung. Informationen zu weiteren Aktivitäten und zum Alumni-Netzwerk der Freien Universität finden Sie hier.

Ehemalige können sich unter www.fu-berlin.de/alumni registrieren und Teil des weltweiten Alumni-Netzwerks der Freien Universität werden.