Freie Universität Berlin


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Der Lyriker, Dramatiker und Erzähler Volker Braun spricht an der Freien Universität

Siegfried-Unseld-Vorlesung heute, 4. November um 19 Uhr, in Dahlem

04.11.2014

Der Dramatiker, Lyriker und Erzähler Volker Braun ist ein Chronist beider Deutschlands. An diesem 4. November hält der 1939 in Dresden Geborene die Siegfried-Unseld-Vorlesung an der Freien Universität.
Der Dramatiker, Lyriker und Erzähler Volker Braun ist ein Chronist beider Deutschlands. An diesem 4. November hält der 1939 in Dresden Geborene die Siegfried-Unseld-Vorlesung an der Freien Universität. Bildquelle: Peter Peitsch

Eine große Gelegenheit, einen der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren noch einmal zu hören: Am diesem Dienstagabend, 4. November, kommt Volker Braun – Büchner-Preisträger des Jahres 2000 und „Chronist des Niemandslandes“ (Lothar Müller) – an die Freie Universität. Der 1939 in Dresden geborene Schriftsteller, der in dem kürzlich erschienenen zweiten Band seines Werktage-Arbeitsbuch aufgezeichnet hat, wie sich sein Schreiben, wie sich sein Leben nach der Wende 1989 ganz persönlich verändert hat, hält die diesjährige Siegfried-Unseld-Vorlesung. Volker Braun spricht über „Festgehaltene Gefährten“, über seine Weg- und Werkbegleiter.

Veranstalter der Reihe sind das Dahlem Humanities Center der Freien Universität und der Suhrkamp Verlag. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorlesung besteht die Möglichkeit zum Gespräch, außerdem findet eine Signierstunde statt.

Am morgigen Mittwoch, 5. November 2014, leitet Volker Braun einen Workshop für Promovierende und Studierende literaturwissenschaftlicher bzw. geisteswissenschaftlicher Fächer der Freien Universität. Der Besuch der Siegfried Unseld Vorlesung heute ist Teilnahmevoraussetzung für das Werkstattgespräch. Dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich im Anschluss um einen Praktikumsplatz beim Suhrkamp Verlag zu bewerben.

Über den Autor

Volker Braun wurde 1939 in Dresden geboren. Nach dem Abitur war er zunächst als Druckereiarbeiter und Tagebaumaschinist tätig. Er studierte Philosophie in Leipzig und war Mitarbeiter am Deutschen Theater in Berlin sowie von 1979 bis 1990 am Berliner Ensemble. Volker Braun ist Mitglied der Akademie der Künste, von 2006 bis 2010 war er Direktor der Sektion Literatur. Zu seinen Werken zählen (Auswahl): Unvollendete Geschichte (1977); Training des aufrechten Gangs (1979); Bodenloser Satz (1990); Die vier Werkzeugmacher (1996); Auf die schönen Possen (2005); Der Stoff zum Leben 1–4 (2009); Das unbesetzte Gebiet (2004); Werktage 1 [1977–1989] (2009); Die hellen Haufen (2011); Werktage 2 [1990–2008] und Spectaculum [Sechs Stücke] (beide 2014).

Siegfried-Unseld-Vorlesung

Mit der zweiten Siegfried-Unseld-Vorlesung führt das Dahlem Humanities Center der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag die 2012 mit dem Schriftsteller Uwe Tellkamp begonnene Vortragsreihe fort. Die Vorlesung wird von prominenten Autoren und Intellektuellen gehalten, die dem Verlag Siegfried Unselds und dessen Programmatik verbunden sind. Sie widmet sich vornehmlich der Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Gesellschaft: etwa den Beziehungen zwischen Literatur und Politik oder Zeitgeschichte beziehungsweise Literatur und Religion oder Mythos. Die genaue Wahl des Sujets ist den Autorinnen und Autoren freigestellt. Mit dieser Vorlesungsreihe möchte die Freie Universität einen Beitrag zum öffentlichen Dialog zwischen Literatur, Medien und Geisteswissenschaften leisten und die Rolle der Universität als Ort des intellektuellen Austauschs zwischen Kunst und Wissenschaft stärken.

Weitere Informationen

Siegfried-Unseld-Vorlesung mit Volker Braun

  • Dienstag, 4. November 2014, Beginn 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), anschließend Signierstunde
  • Freie Universität Berlin, Gebäudekomplex für die Geistes- und Sozialwissenschaften, Hörsaal 2, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem, U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3)

Weitere Informationen

Katja Heinrich, Dahlem Humanities Center (DHC), Telefon: 030 / 838-55057, E-Mail: k.heinrich@fu-berlin.de

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