Freie Universität Berlin


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Vereinbarkeit weiterdenken

Die Freie Universität ist zum dritten Mal für familienbewusste Personalpolitik und Studienbedingungen ausgezeichnet worden

18.07.2014

Vizepräsident der Freien Universität, Professor Michael Bongardt (3. v. re.), nahm das Zertifikat entgegen. 2007 wurde die Freie Universität erstmals mit dem Zertifikat für familienbewusste Personalpolitik und Studienbedingungen ausgezeichnet.
Vizepräsident der Freien Universität, Professor Michael Bongardt (3. v. re.), nahm das Zertifikat entgegen. 2007 wurde die Freie Universität erstmals mit dem Zertifikat für familienbewusste Personalpolitik und Studienbedingungen ausgezeichnet. Bildquelle: berufundfamilie gGmbH
„Was verbinden Sie persönlich mit der Auszeichnung familiengerechte Hochschule?“ - Das Bild zeigt den Ausschnitt eines der Plakate, die das Familienbüro bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2014 präsentierte.
„Was verbinden Sie persönlich mit der Auszeichnung familiengerechte Hochschule?“ - Das Bild zeigt den Ausschnitt eines der Plakate, die das Familienbüro bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2014 präsentierte. Bildquelle: Familienbüro der Freien Universität

Ein Tag zum Feiern: Bei der 16. Zertifikatsverleihung zum audit berufundfamilie bzw. zum audit familiengerechte hochschule war die Freie Universität erneut erfolgreich: Zum dritten Mal seit 2007 darf sie das Prädikat tragen. Die diesjährige Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, und des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel. Das audit der berufundfamilie gGmbH ist eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Für die Freie Universität nahm Vizepräsident Professor Michael Bongardt die Urkunde entgegen.

Mit der jährlich in Berlin stattfindenden Zertifikatsverleihung wird das Engagement von Unternehmen, Institutionen und Hochschulen für eine familienbewusste Personalpolitik gewürdigt. Das Rahmenprogramm folgte der Überschrift: „Vereinbarkeit weiter denken“.

Beruf und Familie miteinander verbinden zu können, gilt längst nicht mehr als reines Frauenthema. So soll aktive Vaterschaft mehr und mehr in den Blick der Personalpolitik von Unternehmen und Hochschulen geraten. Hier werden künftig Maßnahmen gefragt sein, die es Männern ermöglichen, neben ihren beruflichen auch mehr familiäre Aufgaben wahrzunehmen. In ihrem Vortrag, „Kinder und Karriere!“, mahnte Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Wer auch in Zukunft fähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und binden will, muss sich ernsthaft mit einem Familienbild im Wandel auseinandersetzen. Gerade die qualifizierten jungen Leute von heute erwarten, dass Arbeitgeber auf ihre Vorstellungen von Partnerschaft und Familie Rücksicht nehmen.“

Weiterbildungsangebot der Freien Universität hervorgehoben

Dem trägt die Freie Universität beispielsweise im Rahmen ihres Weiterbildungsangebots Rechnung: „Väter wollen beides: Erfolg in Beruf und Familie“, so der Titel eines ganztägigen Seminars, das das Familienbüro gemeinsam mit dem Weiterbildungszentrum der Hochschule seit mehreren Semestern anbietet.

Hier stellen Männer „Frauenfragen“: Wie kann es Vätern gelingen, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen? Wie können Väter beide Aufgaben gut und gerne bewältigen, ohne überfordert zu sein? Was brauchen Väter, um in Beruf und Familie zufrieden und erfolgreich zu sein? Welche betrieblichen und gesetzlichen Möglichkeiten zur Optimierung der Work-Life-Balance gibt es?

"Großes Engagement bei Beratungsangebot und der Flexibilisierung der Studienorganisation"

Das Weiterbildungsangebot der Freien Universität, besonders auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen, ist nur ein Bereich, der im Rahmen des aktuellen Audits familiengerechte Hochschule zu den besonders positiv bewerteten Maßnahmen der Freien Universität zählt.

Hervorgehoben wurden auch der Ausbau von Kooperationen mit Kindertagesstätten und Schulen sowie die Familiensportkurse, angeboten von der Zentraleinrichtung Hochschulsport. Darüber hinaus wurde der Freien Universität großes Engagement bei ihrem Beratungsangebot und der Flexibilisierung der Studienorganisation bescheinigt.

Zertifiziert seit 2007

Bereits seit 2007 ist die Freie Universität durch das Zertifikat familiengerechte Hochschule ausgewiesen. Als Konsequenz darauf wurde seinerzeit ein Familienbüro als zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Im „verflixten siebten Jahr“ stellten dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Frage: „Was verbinden Sie persönlich mit der Auszeichnung familiengerechte Hochschule?“ Die Antworten präsentierte das Familienbüro mit Plakaten auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2014. So wurde der Historiker Professor Paul Nolte zitiert: „Familiengerechte Hochschule bedeutet für mich die Gewissheit, dass man sein Privatleben, Partnerschaft, Familie und Kinder an der FU nicht peinlich verstecken muss, sondern damit ernstgenommen wird und als Chef eines größeren Teams den Auftrag hat, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jederzeit zu vermitteln, dass Vereinbarkeit keine leere Floskel ist.“ Antworten wie diese sollen Auszeichnung und Ansporn zugleich sein für die Arbeit in einer und für eine familiengerechte Freie Universität – für Männer und für Frauen gleichermaßen.

Weitere Informationen

Welche Ziele die Freie Universität Berlin im Rahmen des Audits familiengerechte Hochschule bis 2016 umsetzen möchte, ist nachzulesen auf der Website des Familienbüros.

Weitere Informationen

Sabrina Kusch, Leiterin des Familienbüros der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-51137, E-Mail: familienbuero@fu-berlin.de