Freie Universität Berlin


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Sommernacht der Wissenschaften

Zum zehnten Mal: Wissenschaft zum Anfassen an der Freien Universität

06.06.2010

Gut ausgerüstet: Junge Forscher am Institut für Chemie
Gut ausgerüstet: Junge Forscher am Institut für Chemie Bildquelle: Stephan Töpper
Im Glanz der Langen Nacht: Der Eingang des Gebäudekomplexes für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Habelschwerdter Allee 45
Im Glanz der Langen Nacht: Der Eingang des Gebäudekomplexes für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Habelschwerdter Allee 45 Bildquelle: Stephan Töpper
Instruktionen für den Präsidenten: Professorin Friederike Fless erklärt Peter-André Alt die Bedeutung eines Grabungstagebuchs
Instruktionen für den Präsidenten: Professorin Friederike Fless erklärt Peter-André Alt die Bedeutung eines Grabungstagebuchs Bildquelle: Sabrina Wendling
Grabungserfolg: Peter-André Alt hat im Garten des TOPOI-Gebäudes in der Dahlemer Hittorfstraße die "Amtskette" des Präsidenten freigelegt
Grabungserfolg: Peter-André Alt hat im Garten des TOPOI-Gebäudes in der Dahlemer Hittorfstraße die "Amtskette" des Präsidenten freigelegt Bildquelle: Sabrina Wendling
Ausgraben wie die Großen: Kinder im Garten des Exzellenzclusters TOPOI
Ausgraben wie die Großen: Kinder im Garten des Exzellenzclusters TOPOI Bildquelle: Sabrina Wendling
Unsichtbares sichtbar machen: Besucher des Fachbereichs Veterinärmedizin betrachten Petrischalen mit Bakterienkolonien
Unsichtbares sichtbar machen: Besucher des Fachbereichs Veterinärmedizin betrachten Petrischalen mit Bakterienkolonien Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Lernen mit allen Sinnen: Am Seminar für Semitistik und Arabistik wurde den Besuchern Kaffee nach äthiopischer Art kredenzt
Lernen mit allen Sinnen: Am Seminar für Semitistik und Arabistik wurde den Besuchern Kaffee nach äthiopischer Art kredenzt Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Peter-André Alt und seine Frau Sabine besichtigen die nachgebaute Grabkammer im TOPOI-Gebäude
Peter-André Alt und seine Frau Sabine besichtigen die nachgebaute Grabkammer im TOPOI-Gebäude Bildquelle: Sabrina Wendling
Was lässt sich aus Ton formen? Eine Wissenschaftlerin der Prähistorischen Archäologie mit jungen Besuchern
Was lässt sich aus Ton formen? Eine Wissenschaftlerin der Prähistorischen Archäologie mit jungen Besuchern Bildquelle: Stephan Töpper
Im Labor vorbeigeschaut: Besucher im Institut für Pharmazie
Im Labor vorbeigeschaut: Besucher im Institut für Pharmazie Bildquelle: Stephan Töpper
Knifflig: Peter-André Alt versucht, die gemeinsamen Wurzeln von Mensch und Affe korrekt zuzuordnen
Knifflig: Peter-André Alt versucht, die gemeinsamen Wurzeln von Mensch und Affe korrekt zuzuordnen Bildquelle: Sabrina Wendling
Exotisches: Am Institut für Japanologie konnten Besucher japanische Schriftzeichen erlernen
Exotisches: Am Institut für Japanologie konnten Besucher japanische Schriftzeichen erlernen Bildquelle: Sabrina Wendling
Premiere im Henry-Ford-Bau: Zu Ausschnitten aus dem Stummfilm „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ führte das Collegium Musicum eine Filmkomposition von Mark-Andreas Schlingensiepen auf
Premiere im Henry-Ford-Bau: Zu Ausschnitten aus dem Stummfilm „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ führte das Collegium Musicum eine Filmkomposition von Mark-Andreas Schlingensiepen auf Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Pflanzenkunde: Eine junge Besucherin lernt im Botanischen Museum, Pflanzen zu bestimmen.
Pflanzenkunde: Eine junge Besucherin lernt im Botanischen Museum, Pflanzen zu bestimmen. Bildquelle: Stephan Töpper

Es war nicht nur die „Klügste Nacht des Jahres“, sondern auch eine der bislang wärmsten: Bei schönstem Sommerwetter waren in der zehnten Langen Nacht der Wissenschaften mehr als 30.000 Besucher an die Standorte der Freien Universität nach Dahlem, Düppel und Lankwitz gekommen, um Wissenschaft zum Anfassen zu erleben. Unter den Gästen war auch der neue Mann an der Spitze der Universität, Professor Peter-André Alt.

Gerade erst in der Gegenwart als Präsident der Freien Universität angekommen, begab sich Alt in der  Langen Nacht der Wissenschaften auf eine Reise in die Vergangenheit. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Schriftstellerin Sabine Alt, besuchte er den Exzellenzcluster TOPOI in der Hittorfstraße 18 – einen der größten Publikumsmagneten, der seinen Gästen spannende Einblicke in die geografische und archäologische Forschung bot. Was Alt nicht ahnte: Er sollte hier selbst in die Rolle eines Archäologen bei Ausgrabungsarbeiten schlüpfen.

TOPOI-Projektsprecherin Friederike Fless drückte dem Literaturwissenschaftler gleich zur Begrüßung einen Ausgrabungs-Spachtel in die Hand. „Liebend gern“ folgte der neue Präsident der Aufforderung der Archäologie-Professorin und begann seine Ausgrabung im Garten des Clusters.  Von seinem Fund war der 49-jährige sichtlich überrascht: Zehn Goldmünzen,  aufgefädelt zu einer Kette. „Mit genügend Interpretationsspielraum könnte das eine Amtskette sein“,  analysierte Friederike Fless. Diese Idee amüsierte den Präsidenten: „Großartig! Vielleicht finde ich auch noch einen Talar, wenn ich weiter grabe?“

Wie viel Affe steckt in uns?

Millionen Jahre in die Vergangenheit reiste Peter-André Alt beim Exzellenzcluster „Languages of Emotion“: zu den gemeinsamen Wurzeln von Mensch und Affe. Die hier gestellte Frage nach dem Verwandtschaftsverhältnis des Menschen zu Gorilla, Gibbon, Schimpanse und Bonobo erwies sich für viele Besucher als besonders knifflig. Auch Peter André-Alt versuchte den Stammbaum zu ordnen, was letztendlich mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau und einer Wissenschaftlerin des Clusters gelang. Wie Peter-André Alt waren viele Besucher vom Angebot  der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Katja Liebal, Professorin für Evolutionäre Psychologie, fasziniert: Die Veranstaltungen von „Languages of Emotion“ zählten zu den beliebtesten im Gebäudekomplex für die Geistes- und Sozialwissenschaften an der Habelschwerdter Allee. 

Viel Abwechslung im Wissenschaftsjahr 2010

Im Wissenschaftsjahr 2010 bot die Freie Universität besonders viel Abwechslung. Als Renner erwiesen sich dabei die Angebote der Physiker: Laborführungen und Mitmachexperimente lockten tausende Besucher in das Gebäude des Fachbereichs an der Arnimallee. Die Informatiker, die ihre Fußball-Roboter, das fahrerlose Auto „Spirit of Berlin“ und ein Blindenlesegerät demonstrierten, waren ähnlich gefragt. Die Mathematiker an der Freien Universität, die in jeder Langen Nacht den Ruf der Mathematik als staubtrockene Materie widerlegen, machten auch an diesem Sonnabend  keine Ausnahme und ließen Mathe zum Erlebnis werden.

Campus mit Charme

Das gute Wetter und die fröhliche Stimmung verwandelten die zehnte „Klügste Nacht des Jahres“ in ein wahres Fest der Wissenschaften. Eine Atmosphäre, die auch den neuen Präsidenten der Freien Universität während seines Rundgangs in ihren Bann zog: „Ich finde, dieser Campus vermittelt ein ganz eigenes Gefühl, er hat einen fast familiären Charakter. Und in einer Nacht wie dieser hat er besonders viel Charme.“

Weitere Informationen

Mehr Fotos von der Langen Nacht gibt es in den kommenden Tagen auf www.fu-berlin.de/langenacht