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Mahlers Zweite mit einem Lächeln auf dem Gesicht

Chor und Orchester des Collegium Musicum beim Konzert in der ausverkauften Philharmonie

20.02.2009

Das Collegium Musicum im Großen Saal der Berliner Philharmonie
Das Collegium Musicum im Großen Saal der Berliner Philharmonie Bildquelle: privat

Chor und Orchester des Collegium Musicum, das sich aus Studenten der Freien Universität und der Technischen Universität zusammensetzt, haben für das Semesterabschlusskonzert ein Musikstück gewählt, das selbst für Profi-Ensembles eine Herausforderung darstellt: Gustav Mahlers Zweite Sinfonie, die „Auferstehungssinfonie“ – eines der längsten und technisch raffiniertesten Werke des Komponisten.

Als die Lichter in der Berliner Philharmonie langsam erlöschen, betritt ein Mann im schwarzem Frack den Großen Konzertsaal. Manfred Fabricius ist musikalischer Leiter des studentischen Ensembles Collegium Musicum, das mit zwei Gesangssolisten, Großem Orchester und Chor das traditionelle Abschlusskonzert zur Aufführung bringt. Das 90-minütige Mammut-Werk von Gustav Mahler verlangt höchste Konzentration und enormes Durchhaltevermögen, vor allem von den Bläsern, die hier besonders stark beansprucht werden.

Gleich im ersten Satz hört man, wie genau sich das Orchester vorbereitet hat: Die zehn Hörner schlagen sich tapfer durch die hohen Töne, blasen mit kräftigem Atem die folkloristisch inspirierten Fanfaren in den Saal. Für die melodischen Verzierungen zeichnen die Streichergruppen verantwortlich, die mit gekonnter Hand und geradezu lyrischem Timbre glasklar die verspielten Motive interpretieren. Keine Frage: Dem Collegium Musicum gelingt das Hörbarwerden des experimentellen musikalischen Ausdrucks, den Mahler zeitlebens so beeindruckend perfektioniert hat. Das Orchester verschmilzt im Laufe des Abends zu einem gut eingespielten Klangcorpus, im letzten Satz vollendet der stimmgewaltige Einsatz des Chores den musikalisch ausgewogenen Auftritt. Der anhaltende Applaus des Publikums belohnt die jungen Musiker.

Mahlers Zweite - die Erfüllung eines langgehegten Traums

Mit der Aufführung von Mahlers Zweiter Sinfonie hat sich das 1948 gegründete Collegium Musicum einen lang gehegten Traum erfüllt, wie Bernhard Wyszynski, Geschäftsführer und langjähriger Begleiter der Orchesters, verrät. Ein Traum, der in viermonatiger Detailarbeit, an vielen Probewochenenden und nach intensiver Auseinandersetzung mit der Musik verwirklicht werden konnte. „Dieses Werk stellt musikalisch, technisch und mental eine große Herausforderung für ein studentisches Ensemble dar“, erklärt Wyszynski das Wagnis der Programmauswahl. Nach dem Konzert ist Physikstudent und Chorsänger Marcus Becker zufrieden: „Wenn Manfred Fabricius während des Dirigierens lächelt, ist das ein gutes Zeichen für uns.“ Die Bratschistin Anna Schmidt freut sich schon jetzt auf das nächste Semester, wenn das „Collegium Musicum“ Johannes Brahms’ Vierte Sinfonie und die kraftvollen „Carmina Burana“-Gesänge von Carl Orff zur Aufführung bringt: „Die Proben machen so viel Spaß. Es ist jedes Mal verblüffend mitzuerleben, wie sich ein Orchester zu einem großen Ganzen entwickelt. Dafür lohnt die harte Arbeit.“

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Die Berliner Philharmoniker bieten Studierenden der Freien Universität Berlin einen 20-Prozent-Rabatt auf den Erwerb von Produkten ihrer Digital Concert Hall: Bei dem seit Ende 2008 verfügbaren Angebot können alle Konzerte des Orchesters live und als Aufzeichnung im Internet verfolgt werden. Der Gutschein mit dem Code FU59023XBLN kann im Internet unter http://dch.berliner-philharmoniker.de eingelöst werden.

Ein Saison-Ticket für die Digital Concert Hall kostet für die laufende Saison normalerweise 89 EUR, in der Saison 2009/2010 beträgt das Saison-Ticket 149 Euro. Ein Einzel-Ticket für ein Live-Konzert kostet 9,90 Euro. Ein Einzel-Ticket für ein komplettes Konzert aus dem Archiv kostet ebenfalls 9,90 Euro; Einzelwerke sind von zwei bis acht Euro erhältlich.

Die Digital Concert Hall wird als HD-Bild in der höchsten Bandbreite und in hoher Klangqualität angeboten. http://dch.berliner-philharmoniker.de