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Berliner Startup Stipendium-Teams im Kurzinterview

News vom 09.07.2018

Nicht mehr lange bis zur Bewerbungsdeadline am 30. Juli 2018 für die zweite Runde des Berliner Startup Stipendiums! Einen ganz frischen Einblick liefern uns fünf Teams, die gerade erst im Juni mit dem Stipendium an der Freien Universität Berlin durchgestartet sind. Im Mini-Interview berichten Sie von ihren Ideen und der Startphase.

Yolife

Das Team besteht aus Businessstratege Tassilo Weber, Entwickler Or Sarfati und UX Designer Roope Kärki.

1) Worum geht es bei Yolife?

Yolife ist eine App in der Entstehungsphase, die Menschen dabei hilft, länger gesund zu leben und Alterskrankheiten zu vermeiden. Man beantwortet Fragen in allen relevanten Lebensbereichen, woraufhin die App einem die voraussichtliche gesunde sowie krankheitsgeprägte Lebenszeit berechnet. Daraufhin bekommt man Instruktionen, wie man seine gesunde Lebensdauer verlängern kann. Zudem wird man mit Menschen vernetzt, die den gleichen Lebenswandel vollziehen wollen wie man selbst. So bleibt man im Tandem motiviert.

2) Was ist das Besondere an eurer Idee?

Unser Algorithmus zur Berechnung der Lebensdauer wird sowohl holistische Daten über den Lebensstil von Nutzern als auch medizinische Daten berücksichtigen und letztlich den Kern eines Ökosystems aus Universitäten, Versicherungen und Unternehmen bilden. Wir sind getrieben von unserem Ziel, 15 gesunde Jahre zum Leben einer Million Menschen hinzuzufügen. Zudem haben wir einen Masterplan für die nächsten 20 Jahre mit dem Ziel, Yolife zu einem Portal für die aufkommenden zellulären Verjüngungstherapien zu machen.   

3)  Wie ist eure Gründungsidee zustande gekommen?

Life Extension ist unsere große Passion, sowohl beruflich als auch privat. Tassilo hatte bereits ein Buch namens Life Extension Design veröffentlicht, was die Aufmerksamkeit von Roope weckte, der ebenfalls nach einem Weg suchte, Menschen länger gesund leben zu lassen. Wir beide fingen an zu brainstormen, Prototypen zu testen, kündigten unsere Jobs und können uns nun nicht mehr vorstellen, eine andere Mission zu verfolgen. Or ist später zu uns ins Team gestoßen, um vor allem den technischen Part zu übernehmen.

Polaris

Das Team besteht aus UX-Designer Marc-Philipp Böckle, Frontend-Entwickler David Biller, Wirtschaftspsychologe Florian Dyballa, Backend-Entwickler Yousseff Kamawall und Doktorand Boas Bamberger.

1) Worum geht es bei Polaris?

Polaris digitalisiert professionelle Berufsberatung und macht sie dadurch skalierbar, datengetrieben, ansprechend und kostenlos.

2) Was ist das Besondere an eurer Idee?

Nutzer profitieren von einer kostenlosen, individuellen und wissenschaftlich fundierte Hilfestellung bei ihrer Berufswahl. Der Prozess ist durch Minispiele kurzweilig und damit gut in den Alltag integrierbar. Unternehmen erhalten diagnostische Leistungswerte statt biografischer Daten und können Aufwand sowie Kosten im Recruitingprozess nachhaltig senken. Polaris setzt für sie digitales Recruiting erstmals vollständig performancebasiert und messbar um.

3) Wieso ist das Berliner Startup Stipendium das Richtige für euch?

Das Berliner Startup Stipendium bietet uns die Möglichkeit einen funktionierenden Prototypen zu entwickeln und am Markt zu testen. Es legt damit den Grundstein für einen erfolgreichen Markteintritt.

Construyo

Das Team besteht aus dem Bauingenieur German Gonzales, sowie den Betriebswirten Fabian Müller und Leonhard Jeub.

1) Worum geht es bei Construyo?

Construyo ist ein AI basiertes Projekt Management Tool für kleine bis mittelgroße Bauprojekte, das beteiligten Dienstleistern ermöglichen soll die Projektkosten und -dauer zu minimieren.

2) Was ist das Besondere an eurer Idee?

Construyo richtet sich speziell an KMU in der Bauindustrie. Es soll die hohen Effizienzgewinne des Building Information Modeling (BIM), welche in Großprojekten bereits erzielt werden, für kleine Unternehmen zugänglich machen und kleine Bauprojekte nachhaltiger und digitaler gestalten.

3) Wie hat euer Team zusammen gefunden?

Fabian und Leonhard haben gemeinsam Abitur gemacht und waren im Anschluss gemeinsam im Management von Movinga tätig. Das Interesse an der Bauindustrie kam durch eine kurze Tätigkeit von Leonhard im Hausbau zwischen Abitur und Studium. Ihm sind damals enorme Ineffizienzen zwischen den einzelnen Gewerken aufgefallen, da die Arbeit von Firma A oft auf Grund von Firma B still stand. Nachdem Fabian und Leonhard entschieden haben eine Firma in der Bauindustrie zu gründen war uns früh klar, dass wir einen Industrieexperten im Team benötigen. Fabian hat mit German gemeinsam in einer BI Beratung gearbeitet und nach dem ersten Treffen wurde uns schnell klar, dass wir das Projekt gemeinsam umsetzen wollen.

Afara Academic Publishing

Das vierköpfige Team ist deutschlandweit verteilt: Der Geschäftsführer Simon Becker (Bild) und Sonja Andjelkovic, Beraterin für Internationale Beziehungen, sitzen in Berlin. Dr. Maarten Becker in Karlsruhe ist Berater für IT Entwicklung und Stefan Brückner in Stuttgart ist Berater für verlagstechnische und kaufmännische Themen.

1. Worum geht es bei Afara Academic Publishing?

Afara Academic Publishing hat zum Ziel, genuine, qualitätsgeprüfte, afrikanische und nahöstliche Forschung über Publikationen auf einer online Plattform kostenpflichtig zugänglich zu machen und den Publizierenden eine angemessene Ausschüttung aus dem Verkauf zu bieten. Mit den Forschungsergebnissen aus erster Hand, bietet AAP einerseits Informationen über Afrika und den Nahen Osten, die sonst unzugänglich bleiben würden. Andererseits ermöglicht es ein Einkommen für die Publizierenden, so dass langfristig die Publikations- und Forschungslandschaft in Afrika und dem Nahen Osten im Sinne von Qualität und Relevanz gestärkt wird, sowie dass AkademikerInnen in einer wissenschaftlichen Karriere wieder eine Perspektive sehen, weil sie mit ihrer Forschung ein Einkommen generieren können bzw. sich mit anderen zielführend vernetzen können.

2. Was ist das Besondere an der Idee?

Afara Academic Publishing denkt soziale und technische Innovation von Anfang mit, da es digitale Wissenschaftskommunikation im Sinne der SDGs (Nachhaltigkeitsziele der UN) nachhaltig macht und zusammen mit Forschenden eine Wissensökonomie in Entwicklungs- und Schwellenländern initiiert bzw. weiterentwickelt. Es kombiniert die Unterstützung beim Erstellen von Publikationen, den Peer-Review Prozess, den Verkauf der Publikationen und einen Social Innovation Hub, der Ideen aus der Forschung in die Praxis bringt. Das intelligente Zusammenspiel dieser IT-Komponenten mit der sozialen Ausrichtung des Unternehmens steht für nachhaltige Wissenschaftskommunikation, für die Brücke zwischen Forschenden und Interessierten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

3. Was sind aktuelle Herausforderungen?

Momentan ist Afara Academic Publishing damit befasst, die digitale Infrastruktur aufzubauen, die geeigneten Partner zu identifizieren und zu binden. Darüber hinaus muss ein globales Netzwerk etabliert werden und ein geeigneter Work-Flow entwickelt werden, um nur ein paar der aktuellen Themen zu nennen. Die Herausforderungen sind hierbei natürlich groß, aber das macht auch den Reiz aus, der das Team von Afara Academic Publishing antreibt.

Mind Reader

Das zweiköpfige Team besteht aus Dr. Tony C. Lee als Teamleiter, verantwortlich für die innovative Fortentwicklung von Mind Reader, und Konrad Gerbing, der sich um den geschäftlichen Aspekt des Projektes sowie die Platzierung von Mind Reader im Markt kümmert.

1) Worum geht es bei Mind Reader?

Mind Reader ist ein intelligentes Tool, das in der Lage ist, die Persönlichkeit eines Menschen aus der Ferne zu beurteilen. Sie richtet sich an private Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Assessment-Center (AC) für die Rekrutierung oder Evaluierung einsetzen, verspricht aber mehr kosten- / zeiteffiziente Lösungen als ACs.

2) Was ist das Besondere an eurer Idee?

Die Innovation von Mind Reader basiert auf den Forschungsarbeiten des Teamleiters Dr. Lee. Sie besteht in der automatisierten Fähigkeit, die Persönlichkeit eines Individuums zu beurteilen, ohne dass psychologische Selbsteinschätzungs-Tests verwendet werden müssen oder die Person gebeten werden muss, vor Ort psychologische Testbatterien auszufüllen.

3) Wie geht es nach den ersten 6 Monaten weiter?

Nach dem 6-monatigen Stipendium wollen wir unseren Prototypen mit potenziellen Kunden testen. Wir ziehen auch in Betracht uns für das EXIST-Programm zu bewerben.

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