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Tarif-Infos

 

Die neue Entgeltordnung (EGO) zum TV-L ist mit Wirkung vom 1. Januar 2012 auch im Land Berlin und an den Hochschulen in Kraft getreten. Hier gibt es einen ersten Überblick.

Hier gelangen Sie zu der aktuellen Entgelttabelle.

Nach dem TV-L FU können für die Einstufung zahlreiche “Kann-Bestimmungen” wichtig sein. Wir geben dazu Hinweise.

Die Tarifvertragsparteien haben sich darauf geeinigt, dass die strittige Frage nach den Lebensaltersstufen keine Auswirkung auf das neue Tarifrecht und die Überleitung hat. Hier finden Sie weitere Informationen.

  • Strukturausgleich

Die Einführung der Stufe 6 für die Entgeltgruppen E 9 bis E 15 kann für Beschäftigte, die einen Strukturausgleich erhalten, Auswirkungen haben:

Bei Beschäftigten, die aufgrund der Überleitung aus dem BAT/BAT-O in den TV-L nach § 12 in Verbindung mit Anlage 3 TVÜ-Länder (Tarifvertrag Überleitung) einen Strukturausgleich erhalten, wird der Zugewinn aus der Einführung der Stufe 6 wie bei einer Höhergruppierung auf den Strukturausgleich angerechnet. Je nach Höhe des Zugewinns durch das Aufrücken in die Stufe 6 vermindert sich der Strukturausgleich oder entfällt gänzlich, eine Verminderung des bisherigen Gesamteinkommens ist ausgeschlossen.



Tarifrunde 2017

in der dritten Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes wurde am 17. Februar 2017 folgendes Ergebnis erzielt, das auch an unserer FU ohne Verzug gilt, nach TV-L FU §15 Abs. 2 Satz 9:

Vom 1. Januar 2014 an werden allgemeine Entgeltanpassungen entsprechend der Regelung in Satz 6 zeitgleich wie im Länderbereich übernommen.

Ergebnis:

Entgelt

Die Entgelte werden in Berlin zum

- 1. Januar 2017 um 2 %,

mindestens aber um 73,88 Euro und

- ab dem 1. Januar 2018 um 2,35 %

erhöht. Die 73,88 Euro entsprechen 98,5 % von 75 Euro, welche für die anderen Länder gelten.

Die Zahlung des Mindestbetrages von 73,88 Euro betrifft all die Beschäftigten, bei denen das Bruttogehalt höchstens 3.200 Euro oder niedriger beträgt, ansonsten 2%.

Die Entgelterhöhungen erhalten auch die Beschäftigten in einer individuellen Zwischen- oder Endstufe sowie Beschäftigte in den Entgeltgruppen 13Ü und 15Ü.

Darüber hinaus erhöhen sich auch die Besitzstandszulagen gemäß § 9 (Vergütungsgruppenzulagen) und § 11 (kinderbezogene Entgeltbestandteile) TVÜ-L sowie die Garantiebeträge bei Höhergruppierungen gemäß § 17 Abs. 4 Satz 2 TV-L ab Januar 2017 um 1,98 % und ab Januar 2018 um weitere 2,12 %.

In Berlin werden ab Dezember 2017 dieselben Entgeltbeträge wie in den anderen Bundesländern gezahlt, wir sind dann also wieder auf 100%. Das bedeutet, dass es im Dezember 2017 eine weitere Erhöhung der Entgelte um 1,52 % geben wird.

Gleichzeitig wird die regelmäßige durchschnittliche Arbeitszeit an die der übrigen Mitgliedsländer der TdL (West) angepasst. Da diese 39:24 Stunden beträgt, wird die wöchentliche Arbeitszeit der Berliner Landesbeschäftigten ab dem 1. Dezember 2017 um 24 Minuten angehoben.

Insgesamt werden die Tabellenentgelte am 1. Januar 2018 im Land Berlin um 5,66 % über dem Niveau vom Dezember 2016 liegen. Die Entgelttabellen sind frühestens zum 31. Dezember 2018 kündbar.

Für Lehrkräfte ohne Studienratsbefähigung wird das monatliche Tabellenentgelt zum 1. Januar 2017 wegen Wegfalls des Abzugsbetrages gemäß § 20 TVÜ-Länder um weitere 7,09 Euro erhöht.

Die Entgelte der Auszubildenden nach dem TVA-L BBiG und nach dem TVA-L-Pflege sowie die Tarif-entgelte der Praktikant*innen nach dem TV Prakt-L werden zum 1. Januar 2017 um 35 Euro (in Berlin um 34,47 Euro bis einschließlich November 2017) und ab Januar 2018 um weitere 35 Euro steigen.

Stufe 6

In der Entgelttabelle wird auch für die Entgeltgruppen 9 bis 15 zum 1. Januar 2018 jeweils eine Stufe 6 neu eingeführt. Die Stufe 6 wird nach einer Laufzeit (§ 16 Absatz 3 Satz 1 TV-L) von fünf Jahren in der Stufe 5 erreicht. Die bis zum 31. Dezember 2017 in der Stufe 5 oder in der individuellen Endstufe (Stufe 5+) verbrachte Zeit wird berücksichtigt. Die Tabellenwerte der Stufe 6 werden ab dem 1. Januar 2018 um 1,5 % und ab dem 1. Oktober 2018 um 3,0 % über den Tabellenwerten der Stufe 5 liegen.

Die finanziellen Gewinne sind sehr verschieden und können von wenigen Euro bis zu rund 150 Euro im Monat betragen. Bei Beschäftigten der Entgeltgruppe 9 mit besonderen Stufenlaufzeiten („kleine“ Entgeltgruppe 9) erhöht sich der Tabellenwert nach fünf Jahren in Stufe 4

- ab dem 1. Januar 2018 um 53,41 Euro und

- ab dem 1. Oktober 2018 um weitere 53,40 Euro.

Auch hier wird die bis zum 31. Dezember 2017 in der Stufe 4 oder in der individuellen Endstufe (Stufe 4+) verbrachte Zeit berücksichtigt.

Die Tarifvertragsparteien haben zudem vereinbart, unverzüglich nach Abschluss der Tarifrunde 2017 Tarifverhandlungen über eine Weiterentwicklung der Entgeltordnung der Länder aufzunehmen.

Mit der Unterschrift der GEW zum TV EntgO-L wurden neue Fristen für die Anträge auf Höher-gruppierung, Entgeltgruppenzulage und Angleichungszulage vereinbart. Anträge auf Höher-gruppierung und Entgeltgruppenzulage können bis zum 31. Mai 2017 gestellt werden; sie wirken für die Stufenzuordnung auf den 1. August 2015 zurück und werden entgeltwirksam zum 1. März 2017. Anträge auf Angleichungszulage sind bis zum 31. Juli 2017 zu stellen; sie werden entgeltwirksam zum 1. August 2016.


Tarifrunde 2015

Am 28. März wurde in der 4. Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt:

Danach werden die Tarifgehälter in zwei Schritten angehoben: Rückwirkend zum 1. März 2015 steigen sie um 2,1 Prozent. Zum 1. März 2016 erfolgt ein weiterer Anhebungsschritt um 2,3 Prozent, mindestens aber um 75 Euro pro Monat. In Berlin wird der Bemessungssatz wegen der noch nicht erreichten Anpassung an den Bund 2015 zusätzlich um 0,5 Prozent erhöht. Aus dem gleichen Grund beträgt der Mindestbetrag hier nicht 75 Euro, sondern 73,88 Euro.

Kürzungen im Leistungsrecht bei der VBL konnten verhindert werden. Um gleiche Leistungen wie bisher zu erhalten, mussten die Gewerkschaften jedoch Zugeständnisse bei den Arbeitnehmerbeiträgen machen.

Der Arbeitnehmerbeitrag in der VBL West wird in drei Schritten von bisher 1,41 v. H. zum 01.07.2015 auf 1,61 v. H. zum 01.07.2016 auf 1,71 v. H. und zum 1.7.2017 auf dann 1,81 v. H. erhöht.

Der Tarifvertrag Zusatzversorgung kann frühestens nach 10 Jahren gekündigt werden; damit ist die Zusatzversorgung in ihrer bisherigen Form bis 2025 gesichert!

Weitere Informationen können Sie bei den Gewerkschaften GEW und ver.di abrufen.

Unter "Downloads" können Sie die aktuellen Tabellen herunterladen.


Prekäre Beschäftigung auch an der Freien Universität

Auf der Personalversamlung am 13. Mai 2014 wurde eine Übersicht über die Entwicklung von befristeten Arbeitsverträgen und Teilzeitverträgen an der Freien Universität in der Zeit von 2005 bis 2012 gezeigt.

Zu Ihrer Information finden Sie diese hier zum Nachlesen.


Hier finden Sie einen Überblick über das neue Tarifrecht, welches seit 1. Januar 2011 auch an der Freien Universität gültig ist.

Der gültige Tarifvertrag ist der TV-L, in einer speziellen Fassung für die Freie Universität Berlin (TV-L FU).

Beschäftigte, die schon vor diesem Termin einen Arbeitsvertrag als Angestellte oder Lohnempfänger hatten und deren Beschäftigungsverhältnis unmittelbar fortgeführt wurde, sind in das neue Tarifrecht übergeleitet worden. Für sie gilt der Überleitungs-Tarifvertrag (TVÜ-L FU).

 

Beim Personalrat Dahlem ist eine von der GEW herausgegebene Broschüre zum TV-L FU und TVÜ-L FU erhältlich.

Seit dem 1. Januar 2012 gilt für alle Arbeitnehmer/innen die neue Entgeltordnung (EGO).

Übergeleitete Beschäftigte ab 1. Januar 2013: