Themen im September

02.09.2014

Hautkrebs aus dem Labor

Aus Hautzellen züchten die Wissenschaftler Hautmodelle, an denen neue Anti-Krebswirkstoffe und andere Medikamente getestet werden können.
Bildquelle: Freie Universität

Doktorand Christian Zoschke arbeitet an einem Gewebemodell für Medikamententests

Dass er einen kleinen Beitrag leisten kann, sowohl Mensch als auch Tier zu helfen, ist für Christian Zoschke Motivation, auch bei bestem Sommerwetter täglich im Labor zu stehen. Außerdem hat der 26-jährige Doktorand jeden Tag mit den gefährlichen Folgen einer zu hohen Sonneneinstrahlung zu tun: Im Rahmen seines Promotionsprojektes am Institut für Pharmakologie der Freien Universität Berlin arbeitet er daran, Hautkrebs im Labor zu züchten.

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Monumentales Grab unter Prignitzer Bäumen

Die Öffnung der Grabkammer am 20. September 1899. Das größte Hügelgrab im nördlichen Mitteleuropa war kurz zuvor von Arbeitern bei Chaussee-Bauarbeiten entdeckt worden.
Bildquelle: Stiftung Stadtmuseum Berlin

Archäologische Untersuchungen des Exzellenzclusters Topoi zeigen erstmals, wie das Königsgrab von Seddin errichtet wurde

Vor fast 3000 Jahren muss das monumentale Grab in der sanft gewellten Landschaft der Prignitz schon aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar gewesen sein: ein gigantisches Bauwerk der Bronzezeit, ein mit Steinen oder einer dünnen Grasschicht bedeckter kuppelförmiger Hügel, zehn Meter hoch, mit einem Durchmesser von 62 Metern. Heute liegt das Grab, das 1899 bei Steinbrucharbeiten für den Chausseebau nahe der Ortschaft Seddin in der Prignitz entdeckt worden ist, versteckt unter Bäumen, zwischen Wäldern und Wiesen.

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GPS mit Insektenhirn

Vorbild Biene: Bienen lernen schnell, sich in unbekanntem Gelände zu orientieren.
Bildquelle: ytk/photocase.de

Wissenschaftler entwickeln einen Flugroboter, der sich autonom orientieren kann

Er summt, und er fliegt – mehr hat der "NeuroCopter" auf den ersten Blick nicht mit einer Biene gemeinsam. Und doch ist das fleißige Insekt Vorbild für das wichtigste Teil in dem etwa 90 Zentimeter großen Flugroboter: Das Steuerungszentrum. Wissenschaftler der Freien Universität arbeiten daran, das "Gehirn" des Roboters so komplex wie ein Bienengehirn zu entwickeln – damit er selbst lernt, seinen Weg zu finden. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung könnten helfen, beispielsweise Navigationssysteme wie GPS leistungsfähiger zu machen.

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