Pressetermin am 14. September in Quedlinburg: Sonne, Mond oder Sterne?

Archäologen untersuchen jungsteinzeitliche Kultanlage bei Quedlinburg

Nr. 298/2016 vom 12.09.2016

Archäologen der Freien Universität Berlin untersuchen in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt nördlich der Weltkulturerbe-Stadt Quedlinburg seit 2010 eine kreisförmige Kultanlage aus der frühen Jungsteinzeit (ca. 4800 v. Chr.). Die mehrjährigen Ausgrabungen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden, gehen in diesem Monat zu Ende. Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, am Mittwoch, den 14. September 2016 um 11.00 Uhr die archäologische Grabungsfläche zu besichtigen.

Die Kreisgrabenanlage von Quedlinburg lässt sich, sowohl was ihre Zeitstellung als auch ihre kulturhistorische Bedeutung betrifft, dem bekannten und wiederaufgebauten „Sonnenobservatorium“ von Goseck (Burgenlandkreis) an die Seite stellen. Sie weist allerdings bedeutsame Unterschiede in der Konzeption, der baulichen Ausführung und den astronomischen Bezügen auf, die beim Termin auf der Grabungsfläche anschaulich erläutert werden und die besichtigt werden können. Als Gesprächspartner stehen Ihnen der Projekt- und Grabungsleiter Professor Dr. Wolfram Schier (Freie Universität Berlin) und ein Vertreter des Landesdenkmalamtes zur Verfügung.

Ort und Anfahrt

Bei 06484 Quedlinburg, Feldmark „Links der Bode“ (Anfahrtsskizze); in Quedlinburg der Beschilderung „Klinikum“ folgen, am Klinikum vorbeifahren und den Wegweisern folgen.

Weitere Informationen

Dr. Alfred Reichenberger, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Landesmuseum für Vorgeschichte, Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale), Telefon: 0345 / 5247-312, E-Mail: areichenberger@lda.mk.sachsen-anhalt.de, www.lda-lsa.de