Online-Enzyklopädie über den Ersten Weltkrieg frei zugänglich

Freischaltung am 8. Oktober / Podiumsdiskussion mit Experten aus dem In- und Ausland in Brüssel

Nr. 320/2014 vom 22.09.2014

Eine umfassende und im Internet frei zugängliche Enzyklopädie in englischer Sprache über den Ersten Weltkrieg wird am 8. Oktober 2014 in Brüssel vorgestellt und freigeschaltet. Das von der Freien Universität Berlin koordinierte und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Projekt „1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War“ umfasst neueste historische Forschung aus 54 Ländern. Nach der Vorstellung der Online-Enzyklopädie erörtert ein internationales Podium zum Ersten Weltkrieg das unterschiedliche Gedenken im Kontext des europäischen Geschichtsbewusstseins und die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf aktuelle politische Entwicklungen. Veranstaltungssprache ist Englisch, es wird simultan ins Französische, Deutsche und Niederländische übersetzt. Der Eintritt ist frei; Journalisten sind herzlich willkommen.

Der Erste Weltkrieg, dessen Beginn sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Er ist ein wichtiger Bezugspunkt für globales Geschichtsbewusstsein. Von diesem Ereignis her können auch die Wurzeln und Perspektiven der europäischen Integration eruiert werden.

Die Online-Enzyklopädie wird von rund 1000 Expertinnen und Experten aus 54 Ländern verfasst und zusammengestellt. Sie bietet eine umfassende Darstellung dieses „Großen Krieges“ in gesamteuropäischer und globaler Perspektive. Aufbereitet ist der umfassende Inhalt mit den technischen Mitteln des Semantic Web. Entstanden ist somit ein sehr nutzerfreundliches und leicht erschließbares digitales Arbeitsmittel. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Oliver Janz, Historiker am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, und von Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin.

Die Veranstaltung „World War One goes World Wide Web – 1914-1918-online“ wird gemeinsam von der Senatskanzlei Berlin, der Europaministerin in Nordrhein-Westfalen, der Freien Universität Berlin und des Ausschusses der Regionen, der zugleich Gastgeber ist, ausgerichtet. Die Veranstaltung wird vom Auswärtigen Amt und der Allianz SE unterstützt. 

Programm

  • Grußwort des Präsidenten des Ausschusses der Regionen, Michel Lebrun
  • Grußwort der Europabeauftragten des Landes Berlin, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper
  • Grußwort des Präsidenten der Freien Universität Berlin, Peter-André Alt
  • Präsentation von 1914-1918-online durch den Projektleiter Oliver Janz
  • Podiumsdiskussion „Der Erste Weltkrieg und das europäische Geschichtsbewusstsein“ mit Heather Jones (Historikerin, Mitherausgeberin von 1914-1918-online), Adam Krzeminski (Journalist), Paul Dujardin (Direktor des Palais des BOZAR in Brüssel) und Santanu Das (Literaturwissenschaftler und Historiker, Fachherausgeber bei 1914-1918-online); Moderation: Melinda Crane (Journalistin)
  • Abschlussrede der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Angelica Schwall-Düren
  • Empfang mit Gelegenheit zum Testen der Online-Enzyklopädie

Anmeldung

Um Anmeldung wird bis zum 30. September 2014 gebeten. 

Zeit und Ort

  • Mittwoch, 8. Oktober 2014, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr (Einlass ab 13.30 Uhr)
  • Brüssel, Ausschuss der Regionen, Rue Belliard 99, Raum JDE62, Empfang ab 16.00 Uhr im Atrium 6

Weitere Informationen

Susanne Büchner, Freie Universität Berlin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 1914-1918-online, Telefon: +49 30 838-60751, E-Mail: berlin@1914-1918-online.net, www.1914-1918-online.net