Open-Access-Strategie für Berlin

Informationsveranstaltung am 13. Oktober an der Freien Universität Berlin

Nr. 313/2014 vom 12.09.2014

Die Strategie des Landes Berlin zugunsten eines freien Zugangs zu wissenschaftlichen Publikationen steht im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung am 13. Oktober an der Freien Universität Berlin. Sie findet statt als Reaktion auf die im Mai 2014 vom Berliner Abgeordnetenhaus getroffene Entscheidung über den Anschub einer „Open-Access-Strategie für Berlin: wissenschaftliche Publikationen für jedermann zugänglich und nutzbar machen“. Die beteiligten Wissenschaftler/Einrichtungen informieren anhand verschiedener Referate und einer Posterausstellung über Open-Access-Aktivitäten der Hauptstadt. Die Informationsveranstaltung im Henry-Ford-Bau der Freien Universität richtet sich an Angehörige der Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie anderweitig Interessierte. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung wird gemeinsam ausgerichtet von der Freien Universität, der Humboldt-Universität, und der Technischen Universität in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft.

Open Access bedeutet, dass wissenschaftliches Wissen ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren im Internet zugänglich gemacht wird und nutzbar ist. Der Freien Universität liegt dieses Thema seit mehreren Jahren am Herzen: Bereits 2006 unterzeichnete der Präsident der Freien Universität die Berliner Erklärung (Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities), 2008 verabschiedete der Akademische Senat eine Open-Access-Policy für die Freie Universität. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten zudem umfangreiche Unterstützung bei der elektronischen Veröffentlichung ihrer Forschungsresultate (siehe http://www.fu-berlin.de/open-access/)

Eine bundesweite Open-Access-Strategie für Hochschulen fehlt bisher, doch auf Länderebene gewinnt diese Thematik an Bedeutung, etwa in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Abgeordnetenhaus nahm eine Empfehlung des Wissenschaftsausschusses an, wonach der Senat „aufgefordert [wird], eine Open-Access-Strategie für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Forschungsresultate, die an den Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen, zu formulieren“.

Nach der Eröffnung durch Christoph Bruch für das Open-Access-Netzwerk Berlin und Prof. Dr. Peter-André Alt (Präsident der Freien Universität Berlin) wird Knut Nevermann (Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung) den bisherigen Planungsstand für eine Open-Access-Strategie aus Landessicht erläutern. Die anschließenden Hautreferate beschäftigen sich mit den Themen „Open Access und die Perspektive der Deutschen Forschungsgemeinschaft“, „Open Access auf Länderebene: das Beispiel Baden Württemberg“ sowie „Best-Practice-Beispielen“ an den Berliner Universitäten. Teil der Veranstaltung ist eine Posterausstellung mit verschiedenen Open-Access-Projekten an Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Zeit, Ort und Anmeldung

Weitere Informationen

Dr. Katja Mruck, Open-Access-Beauftragte der Freien Universität Berlin, Telefon 030 / 838-52775, E-Mail: katja.mruck@fu-berlin.de

Open Access an der Freien Universität und das Programm im Internet

www.fu-berlin.de/open-access/

www.fu-berlin.de/sites/open_access/Veranstaltungen/oa_berlin/