Immer der Nase nach: Wissenschaftler analysieren Wege durch den „Odor Space“

VolkswagenStiftung finanziert Tagung vom 4. bis 7. September in Hannover mit Beteiligung der Freien Universität Berlin

Nr. 242/2013 vom 27.08.2013

Der Geruchssinn spielt im täglichen Leben meist eine untergeordnete Rolle. Eine wichtige Rolle spielt er jedoch bei der ersten stiftungsgeförderten Symposienwoche im Schloss Herrenhausen. Ab Herbst 2013 bündelt die VolkswagenStiftung die wissenschaftlichen Veranstaltungen in einem interdisziplinären und internationalen Kontext in Hannover. Auf einem ersten Symposium vom 4. bis 7. September diskutieren rund 60 Experten die Geruchswahrnehmung – vom Duftstoff an sich bis zu seiner Wirkung im Gehirn. Veranstalter sind Wissenschaftler der Freien Universität Berlin, der Universität Lübeck und der University of Leicester.

Warum löst der Geruch von Käse bei einigen Menschen Verzücken aus, während andere direkt die Flucht antreten? Und weshalb riecht das Shampoo nach echter Vanille, obwohl es zu 100 Prozent synthetisch ist? Fragen, auf die die Wissenschaft bis heute keine fundierten Antworten liefern kann. „Der Geruchssinn ist schlichtweg noch nicht so gut verstanden wie der Seh- oder Hörsinn“, erklärt Dr. Michael Schmuker, Neurobiologe und Leiter einer Junior-Forschungsgruppe an der Freien Universität Berlin. Zusammen mit Amir Madany von der Universität zu Lübeck und Tim Pearce von der University of Leicester veranstaltet er das Symposium „Odor Spaces“, das die VolkswagenStiftung fördert. Über vier Tage wird sich eine Gruppe von 60 Experten aus dem In- und Ausland gemeinsam mit Nachwuchswissenschaftlern in Hannover mit dem Geruchsraum, dem „Odor Space“, auseinandersetzen. Ihre Analysen werden sich mit alle seinen Ebenen befassen, also dem chemischen, dem sensorischen, dem physikalischen und dem Wahrnehmungsraum. Dazu werden Neurologen mit Physikern, Chemikern und Wahrnehmungsforschern an einen Tisch gebracht, um aus Impulsvorträgen zu lernen und ihr Wissen in Fokusgruppen zusammenzuführen. Unter den Teilnehmern finden sich renommierte Wissenschaftler wie Noam Sobel vom Weizmann Institut of Science in Israel und Stuart Firestein von der Columbia University in New York. Zusätzliche Einblicke geben Gäste wie der französische Parfümeur Christophe Laudamiel: Er wird durch interaktive Duftskulpturen Geruchswahrnehmung aus künstlerischer Perspektive erlebbar machen.

Odor spaces – Integrating our Knowledge on Chemical, Sensory, Perceptual and Physical Aspects of Smell

4. bis 7. September 2013, 9 bis 18 Uhr

Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Pressevertreter(innen) sind herzlich willkommen, an dem Symposium oder einzelnen Teilen der Veranstaltung teilzunehmen. Gerne organisieren wir Interviewtermine für Ihre Berichterstattung. Eine Anmeldung wird erbeten unter presse@volkswagenstiftung.de.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM PROGRAMM:

www.volkswagenstiftung.de/presse

Hintergrund Symposienwochen:

Die VolkswagenStiftung fördert Symposien, die der innerwissenschaftlichen Kommunikation dienen. Damit unterstützt die Stiftung Veranstaltungen aller Fachgebiete, die zum Ziel haben, neue wissenschaftliche Ideen und Forschungsansätze zu behandeln. Sie ist dabei nicht auf bestimmte Fachgebiete beschränkt und möchte innovative Formate fördern. Ein interdisziplinärer und internationaler Kontext sind dabei ebenso wichtig wie eine aktive Beteiligung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ab Herbst 2013 finden die Symposien vorwiegend im Frühjahr und Herbst im neu errichteten Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt. Dadurch bündelt die VolkswagenStiftung ihre bisher bundesweit geförderten Symposien in Hannover. Über das Gesamtprogramm der Symposienwochen gibt das Referat Kommunikation der VolkswagenStiftung gerne Auskunft.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden Sie unter www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen

Kontakt VolkswagenStiftung

  • Kommunikation

Jens Rehländer, Telefon: 0511 8381 380, E-Mail: rehlaender@volkswagenstiftung.de

  • Förderinitiative

Dr. Cornelia Soetbeer, Telefon: 0511 8381 228, E-Mail: soetbeer@volkswagenstiftung.de